Lindt Schokolade Salmonellen Rückruf Informationen

Salmonellen werden in Schokoladenprodukten eher selten nachgewiesen. Salmonellenfunde in Schokolade sind sehr selten. Dennoch sind Krankheitsausbrüche bekannt, die durch Salmonellen in Schokolade verursacht wurden. Zuletzt hatte 2022 ein großer Rückruf von Kinder-Schokoladenprodukten Schlagzeilen gemacht. Der letzte dem BfR bekannte Salmonellose-Ausbruch in Deutschland in Verbindung mit Schokolade trat im Jahr 2022 auf und wurde durch den Salmonellen-Typ Salmonella Typhimurium ausgelöst.

Warum Schokolade Salmonellen begünstigt und welche Risiken bestehen

Schokoladenerzeugnisse schützen die Salmonellen nicht nur bei der Magenpassage - in fettreichen Produkten sind sie sehr gut gegen die sauren Verhältnisse im Magen des Menschen geschützt und gelangen größtenteils lebend in den Darm -, sondern bieten auch sonst ein besonders günstiges Umfeld zum Überleben mit gutem Schutz gegen ungünstige Umweltbedingungen. Das Tückische: Salmonellen können in Schokolade mehrere Jahren überleben, sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Salmonellen können in Schokolade bis zu mehreren Jahren überleben.

Bedingt durch den niedrigen Wassergehalt der Schokolade und die schützende Wirkung des Fettes weisen sie eine sehr hohe Hitzeresistenz auf. Eine Vermehrung der Bakterien ist auf Grund des hohen Zuckergehaltes und der Konsistenz der Produkte in der Regel nicht möglich. Schokolade hat eine Menge Kalorien, egal welche Sorte.

Normalerweise sind zwischen 10.000 und 100.000 Keime notwendig, um eine Infektion auszulösen. Durch die fettreiche Matrix geschützt können in Schokoladenprodukten schon weniger als 1.000 Zellen zu einer Infektion führen. Bei Schokolade reichen schon geringe Mengen der Keime, um eine bakterielle Infektion auszulösen. Insbesondere für sensible Menschen wie Kinder und Immungeschwächte ist eine akute gesundheitliche Gefährdung möglich.

Symptome einer Salmonellen-Infektion

Salmonellen können schwere Infektionen mit Durchfall, Fieber und Erbrechen verursachen. Salmonellen können ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Typische Symptome sind Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber, so infektionsschutz.de. Besonders gefährdet sind Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei ihnen ist die Gefahr der Austrocknung durch Erbrechen und Durchfall besonders hoch, was auch das Risiko weiterer Komplikationen erhöht. Beim Auftreten von Durchfallerkrankungen mit typischen Salmonellose-Symptomen insbesondere bei Kindern wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

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Nachweis, Serovare und Herausforderungen

Der Nachweis von Salmonellen in Schokolade und Kakao ist eine Herausforderung. Es gibt nahezu 2.700 unterschiedliche Salmonella-Varianten, sogenannte Serovare. Eine Tendenz, dass bestimmte Serovare häufiger in Schokolade vorkommen als andere - wie z. B. bei kontaminierten Eiern, bei denen überwiegend Salmonella Enteritidis gefunden wird - ist bei Schokoladenprodukten nicht zu erkennen.

Bei bekannten Salmonellose-Ausbrüchen verursacht durch den Verzehr kontaminierter Schokoladenprodukte wurden z. B. die Serovare S. Napoli, S. Oranienburg oder S. Typhimurium gefunden. S. Durham wurde in Kakaopulver, S. Eastborne in Kakaobohnen und S. Nima in Schokoladentalern nachgewiesen. Im Nationalen Referenzlabor für Salmonella am BfR wurden in den letzten Jahren bei eingesandten Salmonella-Isolaten die Serovare S. Hull oder S. Salford (Isolate aus Schokolade), S. Nigeria (Isolat aus Kakaoschalen), S. Typhimurium (Isolat aus Pralinen) und S. Senftenberg gefunden.

Das selten nachgewiesene Serovar S. Bochum wurde als ursächlicher Erreger des aktuellen Ausbruchsgeschehens im möglichen Zusammenhang mit Schokoladenprodukten identifiziert. Weitere Ausbrüche, die von S. Bochum verursacht wurden, sind in den letzten Jahren nicht bekannt. In Deutschland wurde im Rahmen des Zoonosen-Monitorings seit dem Jahr 2011 keine S. Bochum in den unterschiedlichen Stufen der Lebensmittelproduktion nachgewiesen. Das Nationale Referenzlabor für Salmonella am BfR erhält von Untersuchungseinrichtungen in Deutschland nur sporadisch S.-Bochum-Isolate aus diagnostischen Untersuchungen zur Typisierung. Diese Isolate stammen aus unterschiedlichen Quellen, darunter Futtermittel, Düngemittel, Schweinefleisch, Hackfleisch und Wurst und wurden vor mehr als zehn Jahren isoliert. Internationale Berichte zu Funden von S. Bochum sind ebenfalls sehr selten.

Beispiele für Rückrufe und Untersuchungsfälle

Wegen einer möglichen Kontamination mit Bakterien hat ein Schokoladen-Hersteller einen Rückruf eingeleitet. Fast alle Bundesländer sind betroffen. Die vegane Schokolade iChoc Planty Classic ist von einem Rückruf betroffen. In einer veganen Bio-Schokolade von iChoc haben wir Salmonellen nachgewiesen. In der Planty Classic von iChoc haben wir im Zuge der Untersuchung Salmonellen nachgewiesen.

Die Firma hat bereits reagiert und ruft das Produkt (Mindesthaltbarkeit 07.2026, Charge L25125) zurück. Die betroffene Charge trägt die Nummer L25125 und hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis Juli 2026. Die betroffene Schokolade nicht verzehren: Sie kann im Handel zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet. Die betroffenen Produkte können in die jeweilige Filiale zurückgebracht werden. Dort erhalten Kunden den Kaufpreis erstattet.

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iChoc Planty Classic Tafel und Rückrufinformation

Aus vorbeugendem Gesundheitsschutz haben wir den Anbieter und die zuständige Lebensmittelaufsichtsbehörde über den Befund informiert, damit das betroffene Produkt vom Markt genommen werden kann. Obwohl dieser Befund im Rahmen der „internen Analysen und regulären engmaschigen Qualitätskontrollen“ des Unternehmens nicht bestätigt werden konnte, entschied sich das Unternehmen dennoch vorsorglich zu einem Rückruf.

Wichtige Produktdetails des iChoc-Rückrufs

  • Produkt: iChoc Planty Classic
  • Hersteller: Ecofinia GmbH
  • Verpackungseinheit: 80 Gramm Tafel
  • Charge: L25125
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 07.2026
  • Rückruf-Grund: Nachweis von Salmonellen

Die vegane iChoc Planty Classic haben wir positiv auf Salmonellen getestet. Im Rahmen dieses Falls haben wir eine Mischprobe von insgesamt 250 Gramm aus vier Tafeln analysiert. Salmonellen prüfen wir mit einer Methode gemäß der amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren (ASU) nach Paragraf 64 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB).

Bundesweite Betroffenheit und Behörden

Die Schokolade wurde in zahlreichen Bundesländern verkauft: Baden-Württemberg, Berlin, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Saarland. Die Zuständigkeit für die amtliche Lebensmittelüberwachung liegt in Deutschland bei den Bundesländern. Meldungen der Bundesländer über Lebensmittel, von denen gesundheitliche Risiken für die Verbraucherinnen und Verbraucher ausgehen können, nimmt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entgegen.

Was Verbraucher tun sollten

Die vom Hersteller im Produktrückruf genannten Chargen sollten auf keinen Fall verzehrt und auch nicht anderweitig in der Küche verarbeitet, sondern konsequent entsorgt werden. Sie kann im Handel zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet. Verbraucher sollten die betroffene Schokolade nicht verzehren. Beim Auftreten von Durchfallerkrankungen mit typischen Salmonellose-Symptomen insbesondere bei Kindern wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Hinweis: Rückgabe & Entsorgung von betroffenen Lebensmitteln

Weitere Rückruf-Beispiele und Hintergrund

Zuletzt hatte 2022 ein großer Rückruf von Kinder-Schokoladenprodukten Schlagzeilen gemacht. Der Konzern Ferrero startete etwa vor dem Ostergeschäft einen großangelegten Rückruf vieler Kinder-Produkte in Europa - wegen Salmonellen. Das Bakterium hat sich in der Ferrero-Schokoladenfabrik im belgischen Arlon ausgebreitet. Bei Kontrollen war es in einem Buttermilch-Tank des Werks entdeckt worden. Über 260 Menschen in ganz Europa sind teils schwer an den Salmonellen erkrankt.

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Es gibt neben Salmonellen auch andere Gründe für Schokoladen-Rückrufe: beispielsweise Aflatoxin-Belastung (Schimmelpilzgift) oder Fremdkörper wie Plastikteile. Rückruf der veganen Schokolade wegen falscher Inhaltsangaben, Rückruf: Plastikteile in Pralinen - mögliche Gesundheitsgefahr. Metallische Fremdkörper, Glasscherben oder Glassplitter, Holz- und Kunststoffsplitter können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen.

Praktische Hinweise und Prävention

Tipp: Neben fett­haltigen Lebensmitteln wie Schokolade können vor allem Eier und Fleisch mit Salmonellen belastet sein. Wir haben sie etwa vereinzelt in mariniertem Schweinefleisch und frischen Hähnchenschenkeln nachgewiesen. Viele Rückrufe zeigen, dass eine gute Lebensmittelkontrolle entlang der gesamten Lieferkette wichtig ist.

Beim Kauf die Verpackung auf Mindesthaltbarkeitsdatum und Los-Kennzeichnung prüfen: Mindesthaltbarkeitsdatum und Los-Kennzeichnung des betroffenen Produkts sind auf der Rückseite der Pappschachtel zu finden. Die vom Hersteller im Produktrückruf genannten Chargen sollten auf keinen Fall verzehrt werden.

Erklärvideo: Wie Salmonellen in Lebensmitteln erkannt und Rückrufe durchgeführt werden

Was tun bei Verdacht auf kontaminierte Schokolade

  1. Produkt nicht verzehren und getrennt entsorgen oder in den Handel zurückbringen.
  2. Auf Rückrufmeldungen (z. B. lebensmittelwarnung.de) achten und Hinweise des Herstellers befolgen.
  3. Bei Symptomen ärztlichen Rat einholen, insbesondere bei Kindern, älteren oder immungeschwächten Personen.
  4. Hygienemaßnahmen in der Küche einhalten, um Kreuzkontamination zu vermeiden.

Hinweis zur Erstattung

Die betroffenen Schokoladen können in die jeweilige Filiale zurückgebracht werden. Dort erhalten Kunden den Kaufpreis erstattet. Der Kaufpreis wird erstattet - oft auch ohne Vorlage des Kassenbons.

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