Herkunft des Kakaos für Lindt Schokolade und die Anbaugebiete
Die wichtigste Zutat für die Herstellung unserer feinschmelzenden Lindt Schokolade ist Kakao. Doch woher kommt Kakao eigentlich und wie wird daraus Schokolade hergestellt? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Kakao bereits seit Tausenden von Jahren verwendet wird.
Ursprung und Geschichte des Kakaos
Die Geschichte der Schokolade beginnt in Süd- und Mittelamerika. Hier wächst der Kakaobaum, dessen Frucht bereits seit über 4000 Jahren von Menschen genutzt wird. Schon vor tausenden Jahren nutzten und konsumierten die Ureinwohner Kakao und Trinkschokolade: Der älteste Fundort von Tonscherben, auf denen Kakaoreste identifiziert werden konnten, ist in Santa Ana La Florida in Ecuador. Die gefundenen Reste werden von Experten auf rund 5.000 Jahre geschätzt. Auch die Olmeken in Mexiko sowie die Maya und Azteken verwendeten die Früchte des Kakaobaums. Der Kakao wurde sogar so sehr geschätzt, dass für die Maya als göttliche Frucht galt. Bei den Azteken war Kakao ebenfalls der Oberschicht vorbehalten und so wertvoll, dass er als Zahlungsmittel genutzt wurde.
Der Weg der Schokolade und ihre Geschichte in Europa beginnen mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Aber erst Hernán Cortés brachte die Kakaobohne im 16. Jahrhundert nach Europa. Dennoch gab es noch sehr lange keine Schokolade, wie wir sie heute kennen. Denn Schokolade wurde damals nach der Tradition der mittel- und südamerikanischen Völker zu einem Getränk verarbeitet. Dieses Kakaogetränk schmeckte zudem äußerst bitter, denn die Kakaobohne selbst ist nicht süß. Durch die Zugabe von Rohrzucker oder Honig zum Kakao wurde das Getränk gesüßt und entsprach so auch den europäischen Geschmacksvorstellungen. Die Beliebtheit des Getränks stieg in den folgenden Jahrhunderten und es war in den Adelshäusern Europas zunehmend verbreitet.
Vom Kakaobaum zur Schokolade bei Lindt
Der Kakaobaum nennt sich lateinisch Theobroma Cacao L. und gehört zur Familie der Malvengewächse. Diese Familie gibt es seit Millionen von Jahren. Der Kakaobaum, wie wir ihn heute kennen, kann ausschließlich unter besonderen klimatischen Bedingungen wachsen und Kakaofrüchte tragen. Die Pflanze ist sehr anspruchsvoll: Sie benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit und viel Regen bei möglichst konstant hohen Temperaturen zwischen 25 und 30 °Celsius. Zudem ist der Kakaobaum ein Schattenbaum und benötigt schattenspendende größere Bäume um sich herum. Zusammengefasst heißt das, dass Kakao am besten in tropischen Regenwäldern, nördlich und südlich des Äquators wächst. Genauer gesagt liegt der sogenannte Kakaogürtel zwischen dem 23sten Grad nördlicher Breite und dem 23sten Grad südlicher Breite. Der Kakaogürtel ist also ein rund 2.200 Kilometer breites Band, das sich rund um den Globus zieht. Der Kakaogürtel durchzieht vier Kontinente.
Anbaugebiete: Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien
Die Ursprungsregion von Kakao ist heute insbesondere für Edelkakao bekannt. Er wird auch „fine flavor cocoa“ genannt. Mittel- und Südamerika bieten eine große Vielfalt an Varianten. Neben den etablierten Kakaosorten finden sich seltene wie zum Beispiel die Nacional, Porcelana und Chuao, die sich durch einen besonderen Geschmack auszeichnen. Trinitario ist ein Hybridgewächs und erstrahlt in den unterschiedlichsten Farben. Man pflanzt ihn auch in der Karibik an, zum Beispiel in Jamaica oder Trinidad und Tobago.
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Afrika, und hier insbesondere Westafrika, erschien erst Ende des 19. Jahrhunderts auf der Kakaolandkarte. Folgt man dem Kakaogürtel von Afrika weiter in Richtung Osten, so landet man in Asien, der jüngsten Anbauregion. Länder wie Indonesien oder Vietnam, die bislang für andere landwirtschaftliche Produkte bekannt waren, setzen seit einigen Jahren verstärkt auf Kakao, insbesondere um die Schokoladenwünsche in Asien zu erfüllen. Östlich von Australien, mitten im pazifischen Ozean liegen die Inselgruppen Ozeaniens. Auch in diesen Regionen wird Kakao angebaut, vor allem in Papua Neuguinea, der größten Insel des Verbundes. Seit Jahren produzieren die Kakaobauern dort konstante Erträge in Höhe von rund 40.000 Tonnen pro Jahr. Die Kakaobohnen aus Papua Neuguinea gelten als besonders aromatisch und kräftig im Geschmack.
Im Jahr 1824 brachten Portugiesen die ersten Kakaopflanzen von Brasilien nach Sao Tomé und Gabun. Ende des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Kakaoanbau zunächst nach Ghana und Nigeria, ehe im Jahr 1905 in der Côte d‘Ivoire die ersten Pflanzungen angelegt wurden. Heute werden in der Côte d’Ivoire und Ghana rund 63 Prozent aller weltweit angebauten Kakaobohnen produziert, insgesamt mehr als 3 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Côte d’Ivoire allein erzeugt rund 43 Prozent. Daneben haben sich auch Kamerun und Nigeria als bedeutende Anbauländer etabliert. In kleinerem Maße produzieren Sierra Leone, Benin, Kongo, Sierra Leone, Uganda und Tansania die begehrte Kakaobohne.
Westafrika: Hauptanbaugebiet und Sorten
Westafrika bietet der Kakaopflanze nahezu perfekte Anbaubedingungen. Primär wird die Sorte „Forastero“ angebaut. Dieser zeichnet sich aus durch ein harmonisches Geschmacksprofil. Der Kakaoanbau in Westafrika ist geprägt von kleinbäuerlichen Strukturen, mit kleinen Anbauflächen von durchschnittlich zwei bis sieben Hektar. Neben Kakao bauen die Familienbetriebe unter anderem noch Maniok, Bananen oder Ananas an, die auf lokalen Märkten verkauft werden. Auch in Afrika ist Kakaoanbau vor allem Handarbeit.
Mittel- und Südamerika: Edelkakao und traditionelle Verarbeitung
Die mittel- und südamerikanischen Kakaobauern wenden für die Fermentierung und Verarbeitung der geernteten Kakaofrüchte eine besondere Technik an. Die frische Pulpe, also die Samen aus der Frucht, werden auf der Farm und in hölzernen Boxen fermentiert. Über Thermometer kontrollieren die Farmer die optimale Temperatur. Die Trocknung der fermentierten Bohnen erfolgt auf langen Tischen. Dächer schützen vor Regen. Diese traditionelle Verarbeitung trägt wesentlich zu den feinen Aromen des Edelkakaos bei.
Asien: Wachsende Produktion und Vielfalt
Der Kakaoanbau in Asien ist deutlich jünger als in Amerika und Afrika, erst seit den 1980er-Jahren steigt die Erntemenge signifikant an. Heute wird in Indonesien die drittgrößte Kakao Tonnage weltweit produziert und andere asiatische Länder ziehen nach. In Asien wächst der Hunger nach Schokolade kontinuierlich Jahr für Jahr. Zwar sind die Zuwachsraten im Verhältnis kleiner, angesichts der Bevölkerungsdichte von fast 4,4 Milliarden Menschen ist das Potenzial riesengroß. Diesem Ruf folgen auch die Kakaoproduzenten. Nicht nur für den Export, sondern auch für den eigenen Markt wird hier Kakao angebaut. In Indonesien wird vor allem Criollo gepflanzt. Die roten Samen bergen ein mildes, verwöhnendes Aroma. Zwischen turmhohen Kokospalmen stehen die kleineren Kakaobäume.
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Kakaosorten und ihre Bedeutung für Geschmack
Kakaobohnen haben unterschiedliche Geschmacksnoten. Je nach Anbaugebiet, genetischer Varietät, Umwelteinflüssen (z.B. Jahreszeit) und Weise der Weiterverarbeitung nach der Ernte ändern sich die Aromen.
| Sorten | Eigenschaften |
|---|---|
| Criollo | Diese edle Kakaobohne hat einen besonders feinen Geschmack, wird für ihre intensiven Aromen geschätzt und macht nur einen kleinen Anteil der weltweiten Kakaoernte aus. |
| Trinitario | Auch diese Kakaobohne gilt als Edelkakao und entstand als Hybrid aus den Sorten Criollo und Forastero. Ihr Name leitet sich von ihrem Herkunftsort Trinidad ab. |
| Forastero | Diese Bohne macht beinahe 95 Prozent des weltweiten Kakaos aus, unter anderem, da die Bäume schneller wachsen und ertragreicher sind als die anderen Sorten. |
| Nacional | Bei Nacional handelt es sich um eine genetische Mischung aus Forastero-, Criollo- and Trinitario-Bohnen. Sie ist eine seltene Sorte Edelkakao, die Lindt in seiner einzigartigen Mischung verwendet. |
Vom Rohstoff zur Lindt Schokolade: Prozesse und Besonderheiten
Bei Lindt wird zur Herstellung unserer Schokolade eine geheime Mischung aus den besten Kakaosorten ausgewählt. Besonders wichtig ist hier der hochwertige Edelkakao. Die Kakaobohnen werden anschließend geröstet und gemahlen. Durch das Rösten erhalten sie ihr einzigartiges Aroma. Ein wichtiger Schritt in der Herstellung unserer Schokolade ist das Conchieren. Dieses Verfahren wurde 1879 von Rodolphe Lindt erfunden und macht die Lindt-Schokolade so unbeschreiblich cremig. Denn die Conchiermaschine rührt die Schokoladenmassen besonders lange, wodurch die Schokolade zarter und cremiger wird. Im Anschluss wird die Schokolade in ihre Form gegossen und von unseren Maîtres Chocolatiers in liebevoller Detailarbeit veredelt und verpackt.
Rückverfolgbarkeit und Lindt & Sprüngli Farming Program
Ihren unvergleichlichen Geschmack verdankt unsere Schokolade unserer Philosophie, die Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade nachzuverfolgen. Dies beginnt bereits mit der sorgfältigen Auswahl hochwertiger Kakaobohnen aus den weltbekannten Herkunftsregionen. Im Sinne unserer Philosophie haben wir eine nachhaltige Kakaobohnenlieferkette. Das Lindt & Sprüngli Farming Program ist seit 2008 unser Standard für die verantwortungsvolle Beschaffung von Kakao. Es wurde entwickelt, um soziale und ökologische Auswirkungen in unserer Kakao-Lieferkette gezielt anzugehen. Mit dem Farming Program wollen wir die Widerstandsfähigkeit der Kakaobäuerinnen und -bauern sowie ihrer Familien stärken, gute landwirtschaftliche Praxis unterstützen und die Biodiversität fördern. Es basiert auf der Rainforest Alliance Zertifizierung und wird durch gezielte Investitionen und Massnahmen ergänzt, die über die Zertifizierung hinausgehen.
Seit 2026 ist unser gesamter Kakao von der Rainforest Alliance zertifiziert. Die Rainforest-Alliance-Zertifizierung bildet die Grundlage für unsere gesamte Kakaobeschaffung. Darauf aufbauend tätigen wir gezielte Investitionen und setzen ergänzende Massnahmen zur Lösung wesentlicher Herausforderungen im Kakaosektor um, wie etwa die Bekämpfung von Kinderarbeit, ein existenzsicherndes Einkommen, Emissionssenkungen und Waldschutz. Für Kakaobäuerinnen und -bauern, die in Hochrisikoländern am Lindt & Sprüngli Farming Program teilnehmen, unterstützen wir die Einführung eines Child Labor Monitoring and Remediation System (CLMRS) als grundlegendes Instrument der Sorgfaltspflicht, um Risiken im Zusammenhang mit Kinderarbeit zu begegnen.
Nachhaltigkeitsprojekte: Agroforstwirtschaft, Palmöl und Verpackungen
Im Jahr 2025 haben wir unser erstes Pilotprojekt zur Agroforstwirtschaft in der Elfenbeinküste gestartet. In der ersten Projektphase wurden 3.000 Hektar Kakao-Agroforstsysteme angelegt. Es ist geplant, diese Fläche bis 2030 auf 20.000 Hektar auszuweiten. Die Umstellung auf Agroforstwirtschaft soll zur Erreichung der Emissionsminderungsziele des Konzerns beitragen. Die Agroforstwirtschaft kombiniert den Kakaoanbau mit Bäumen und anderen Kulturpflanzen, um ein vielfältiges Anbausystem zu schaffen, das die Pflanzengesundheit verbessern kann, da sich für Monokulturen typische Krankheiten nicht so leicht ausbreiten können.
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Die Produktion von Palmöl kann mit negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen verbunden sein. Bei Lindt & Sprüngli beziehen wir Palmöl, das nach den Richtlinien des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert ist, und geben den Palmölanteil stets auf unseren Produktverpackungen an. Im Jahr 2025 bezogen wir 100 % unseres Palmöls und Palmkernöls mit RSPO-Zertifizierung. Im Jahr 2023 haben wir für ausgewählte Produktlinien Pralinenschalen eingeführt, als Teil unserer Bemühungen, Verpackungen so zu gestalten, dass sie recycelbar sind. Wir haben farbiges, metallisiertes Material durch klares, farbloses PET ersetzt.
Herausforderungen: Kinderarbeit, Armut und Einsatz von Pestiziden
Mit der Verbreitung der Schokolade stieg die globale Nachfrage nach Kakao gewaltig. Wirklich erfolgreich war bislang jedoch keines der Unternehmen in der Lösung des Problems Kinderarbeit. Ein Bericht der Universität Chicago aus dem Jahr 2020 zeigte, dass nach wie vor 1,56 Millionen Kinder auf westafrikanischen Kakaopflanzungen arbeiten. Das ist fast jedes zweite Kind, das in ländlichen Kakaoanbaugebieten lebt. Schon seit Jahrzehnten ist das Problem von Kinderarbeit in der Kakaoherstellung bekannt, vor allem in den beiden wichtigsten Anbauländern Elfenbeinküste und Ghana. Mehrmals hat sich die Kakaoindustrie in den vergangenen Jahrzehnten Fristen zur Eliminierung von Kinderarbeit gegeben. Noch ist jede davon verstrichen.
Bei Lindt und Sprüngli tragen gut 72 Prozent der verwendeten Kakaoprodukte ein Nachhaltigkeitslabel. Der Großteil stammt aus dem firmeneigenen Nachhaltigkeitsprogramm, ein kleiner Teil ist Rainforest-Alliance-zertifiziert. Bis 2025 sollen 100 Prozent der Lindt-Kakaoprodukte nachhaltig sein. Das Unternehmen hat zudem angekündigt, dass es ab 2025 ein Pilotprojekt starten will: Lindt zahlt 5000 Bauern eine Prämie, die das Einkommen auf ein existenzsicherndes Niveau heben soll. Eine gute Idee, allerdings nur für eine kleine Gruppe. Das Problem ist in Westafrika systemisch. Eine Lösung ist eine Frage von Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten.
In Ghana steckt der Kakaoanbau derzeit in einer beispiellosen Krise. Viele Böden sind durch die Trockenheit, den Anbau in Monokulturen und vom Einsatz synthetischer Dünger und Pestizide ausgelaugt. Die Klimakrise setzt den Bäuer:innen zunehmend zu. Phasen mit täglichen Höchsttemperaturen von über 32 °C haben sich im letzten Jahrzehnt um drei Wochen pro Jahr verlängert. In Ghanas Kakaoanbau werden viele Pestizide mit den Wirkstoffen Bifenthrin, Imidacloprid und Thiamethoxam eingesetzt. Das „Pesticide Action Network“ (PAN) stuft diese Wirkstoffe als hochgefährlich ein. Die Europäische Kommission hatte den Einsatz von Imidacloprid und Thiamethoxam bereits 2013 eingedämmt und später komplett verboten. Dies gestützt auf eine Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und basierend auf der damaligen wissenschaftlichen Evidenz.
Wirtschaftliche Aspekte und Rückverfolgbarkeit
Schokolade ist ein globales Milliardenbusiness: Jährlich wird damit laut der Marktforschungsagentur IBIS World 226 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Die Schweiz ist ein globales Schwergewicht im Kakaohandel: Vier der zwölf grössten Kakaoverarbeiter, -händler und Schokoladenproduzenten haben ihren Sitz in der Schweiz: Barry Callebaut, Ecom, Nestlé und Lindt & Sprüngli. Anders als für die Kakaobäuer:innen in Ghana läuft das Geschäft für Lindt & Sprüngli derzeit prächtig: 2024 machte das Unternehmen einen Umsatz von 5.5 Milliarden und einen Betriebsgewinn (EBIT) von 884 Million Schweizerfranken. Im Oktober 2025 war das Unternehmen an der Börse rund 30 Milliarden Schweizerfranken wert.
2024 importierte Lindt & Sprüngli gesamthaft 142’929 Tonnen an Kakaobohnen-Äquivalenten (Bohnen, Butter, Pulver und Schokomasse). Rund 90 Prozent davon stammen aus Ghana und der Côte d’Ivoire. Lindt & Sprüngli zählt zu den wenigen Schokoladenherstellern, die jeden Schritt im Herstellungsverfahren genau überwachen, von der Wahl der hochwertigsten Kakaosorten bis zum Endprodukt. Wir haben unser Farming Program gegründet, um die Herkunft und Qualität der Kakaobohne zurückverfolgen zu können und einheimische Bauern -und ihre Gemeinschaften-bei einer erfolgreichen Entwicklung zu unterstützen.
Transparenz und Kritik
Die Lieferkette von Lindt ist öffentlich. Lindt führt unangekündigte Kontrollen gegen Kinderarbeit in Ghana durch. Am Monitoring gibt es aber Kritik, da die festgestellten Verstöße mit 81 im Jahr 2021 extrem niedrig sind, verglichen mit über 53 000 Fällen von Kinderarbeit pro Jahr (Quelle: SRF). Handels- und Entwicklungsorganisationen werfen den Kakaofirmen deshalb vor, die Wurzel des Problems nicht angemessen anzugehen: die anhaltende extreme Armut der westafrikanischen Kakaobauern. Zwar versuchen die Unternehmen, ihren Kakao nachhaltiger zu machen. Doch häufig sind die Prämien, die die Bauern in Programmen wie Rainforest Alliance oder Fair Trade erhalten, viel zu gering, um an der Armut wirklich etwas zu ändern.
Die Kombination aus direkten Zahlungen, Schulungen, Diversifizierung und Gemeinschaftsprojekten soll existenzsichernde Löhne und Einkommen für Kakaobauern fördern. Das Living-Income-Pilotprogramm ab 2025 ist ein weiterer wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Lindt & Sprüngli engagiert sich in Bildungsprojekten (z. B. Schulbau in Kakaogemeinden), Gemeinschaftsentwicklung (z. B. Wasserversorgung) und Umweltschutzinitiativen (z. B. Agroforstwirtschaft).
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