Weiße Schokolade färben – ausführliche Anleitung und praktische Tipps
Weihnachten kommt immer näher und wie jedes Jahr stellen wir uns die Frage, was wir unseren Liebsten schenken können. Wir sind der Meinung, dass ein Geschenk nicht viel kosten, sondern von Herzen kommen sollte. Deshalb haben wir uns etwas ganz besonderes für euch überlegt.
Es ist wirklich einfach, bunte Schokolade selber zu machen. Gerade in der Weihnachtszeit ist sie ein schönes Geschenk aus der Küche. Aber auch zu Muttertag und Valentinstag sorgt farbige Schokolade garantiert für Begeisterung (wobei ich euch dafür noch mehr die rosanen Herz-Pralinen empfehle). Sie lässt sich super individuell verfeinern. Die Schokolade hält sich je nach Deko bis zu 2 Wochen. Sie sollte luftdicht in einem Behälter verpackt kühl gelagert werden.
Warum weiße Schokolade am besten zum Färben geeignet ist
Weiße Schokolade lässt sich am besten färben, da sie eine neutrale Basis hat. Milch- und Zartbitterschokolade hingegen haben bereits eine dunklere Grundfarbe, sodass Farbtöne weniger intensiv zur Geltung kommen. Wenn die richtige Schokolade und der passende Farbstoff vorhanden sind, kannst du direkt loslegen!
Welche Farben funktionieren - und welche nicht
Wichtig: Verwende unbedingt fettlösliche Lebensmittelfarbe. Denn wasserbasierte Farben bringen die Kakaobutter aus dem Gleichgewicht - die Masse gerinnt dann. Nein, Schokolade kann nicht mit wasserbasiertem Lebensmittalfarbgel eingefärbt werden. Die meisten Farbstoffgele enthalten Wasser, und schon ein einziger Tropfen kann die Schokolade negativ beeinflussen. Sie beginnt zu stocken und wird unbrauchbar. Flüssig geht gar nicht, das weiß jeder, dem schon mal beim Schmelzen auch nur 1 Tropfen Wasser in die Schokolade gekommen ist.
Für Schokolade braucht man eine Farbe in Pulverform, die fettlöslich sein muss, das sind die normalen Farben nicht. Diese besonderen Farben bekommt man im Konditoreigroßhandel, es ist ein Granulat, nicht ganz fein gemahlen. Alternativ sind ölbasierte Pasten oder Ölfarben erhältlich, die speziell zum Färben von Kuvertüre und weißer Schokolade entwickelt wurden. Einfach Schokolade schmelzen und eine Zahnstocherspitze Farbe einrühren, fertig.
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Natürliche Alternativen
Ja, neben speziellen Farbstoffen kannst du Schokolade auch mit natürlichen Farben einfärben. Besonders gut eignen sich hier Farbpulver. Beispielsweise kannst du Matcha-Pulver für eine sanfte grüne Farbe oder Kurkuma für ein zartes Gelb verwenden. Diese natürlichen Farbstoffe verleihen der Schokolade nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch eine besondere Geschmacksnote. Auch gefärbte Kakaobutter kann verwendet werden, z.B. zum Einfärben von Pralinenformen.
Benötigte Zutaten und Werkzeuge
- Weiße Kuvertüre / weiße Schokolade
- Fettlösliche Lebensmittelfarbe (Pulver, Öl- oder Paste)
- Topf und Schmelzschale für Wasserbad
- Backblech oder Formen, Backpapier
- Schneebesen, ggf. Pürierstab
- Toppings: gehackte Pistazien, Kokosflocken, Mandelsplitter, gefriergetrocknete Beeren, Blüten
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Weiße Schokolade richtig färben
- Schokolade vorbereiten: Die Kuvertüre klein hacken.
- Wasserbad einrichten: Füllt dafür einen Topf mit ca. 3 cm Wasser, platziert einen zweiten, kleineren darüber, so dass er nicht den Boden berührt und erhitzt das Wasser auf ca. 60°C. Das Wasser sollte nur sieden, nicht kochen.
- Schokolade schmelzen: Aufgepasst! Damit eure Schokolade beim Aushärten keine Kristalle bildet und einen grauen Schleier bekommt, solltet ihr gut darauf achten, dass sie nicht zu heiß wird. Am besten schmelzt ihr 2/3 eurer Schokolade. Danach die Schokolade vom Herd nehmen und das letzte 1/3 unterheben. Merke: Weiße Schokolade bei ca. 45°C.
- Farbe zugeben: Sobald ihr eure Schokolade geschmolzen habt, könnt ihr sie nach Belieben einfärben. Die erste Portion Schokolade mit einem 1 TL Frucht-Pulver oder einigen Tropfen anderer fettlöslichen Lebensmittelfarbe einfärben. Wenn ihr Gelfarben benutzt, klappt das meist nicht; für Schokolade braucht ihr fettlösliche Farbstoffe. Gelfarben sind meist wasserbasiert und führen zum Gerinnen.
- Verrühren: Beim Rühren möglichst schnell arbeiten. Wenn der Farbton zu hell ist oder es eine Mischfarbe werden soll, einfach mehr Pulver zugeben. FETTLÖSLICH Pulverfarbe in die aufgelöste Kuvertüre/Schokolade geben und gut vermischen. Da die Farbe fettlöslich ist, löst sich diese auf und es entsteht eine homogene Kuvertüre/Schokolade, mit der idealen Konsistenz.
- Feinbearbeitung: Idealerweise wird die Kuvertüre/Schokolade bereits am Vortag gefärbt, damit die Farbe sich voll entfalten und die entstandenen Klümpchen sich gut auflösen können. Alternativ dazu kann die Kuvertüre/Schokolade auch mit einem Pürierstab bearbeitet werden. Dadurch kann sich die Farbe besser entfalten.
- Gießen und Dekorieren: Streicht eure geschmolzene Schokolade auf ein Backpapier ca. und bestreut eure ausgestrichene Schokolade mit allem was euer Herz begehrt. Die Schokolade mit Toppings dekorieren. Ca. 2 Stunden (je nach Dicke) abkühlen und fest werden lassen.
Swirl- und Marmor-Effekte
Die Schokoladen nebeneinander auf einem Blech verteilen oder in einzelne kleine Formen gießen. Für den Swirl-Effekt einfach mit einer Gabel mehrfach quer durch zwei Farben fahren und so marmorieren. Besonders schön sieht die gefärbte Schokolade mit Swirl aus.
Tipps zur Farbintensität und Farbwahl
- Fang immer mit wenig Farbe an und färbe nach: Gib die Farbe nach und nach zur geschmolzenen Schokolade hinzu und rühre stets gut um.
- Beachte den Eigenton der weißen Schokolade: wenn die "weiße" Schokolade sehr gelb ist, wird das Ergebnis zusammen mit blau eher grün und mit rot eher orange.
- Pastellfarbene Nuancen wirken besonders harmonisch, auffällige Farben wie knalliges Pink oder Blau sind mit intensiven Pasten/Ölfarben erreichbar.
- Für sehr dunkle Farben (z. B. Schwarz) ist eine große Menge Farbe erforderlich; weiße Schokolade ist die beste Grundlage dafür.
Praktische Hinweise und Fehlervermeidung
Darauf achten, dass kein Tropfen Wasser in die Schokolade kommt. Wenn du handelsübliche FLÜSSIGE Lebensmittelfarbe, FARBPASTE oder PULVERFARBE in die Kuvertüre/Schokolade gibst, verklumpt der Zucker in der Schokolade sofort. Dadurch wird die Schokolade sehr fest. Diesen Zustand kannst Du NICHT mehr korrigieren. Fettlösliche Pulverfarbe löst sich auf und ergibt eine homogene Masse.
Viele haben berichtet: ich habe das Pulver direkt in die geschmolzene Schokolade gegeben, die einfach nicht gelb werden wollte. Schließlich habe ich zwei Päckchen Lebensmittelpulver hineingegen - das Resultat war ein fades Blassgelb. Also: hochwertigere, fettlösliche Farben sind effektiver. Flüssig geht gar nicht, das weiß jeder, dem schon mal beim Schmelzen auch nur 1 Tropfen Wasser in die Schokolade gekommen ist, so auch mir passiert und da hat man ruck zuck einen nicht mehr brauchbaren Klumpen im Topf.
Rezepte und Variationen: Bruchschokolade, Ganache & Buttercreme
Unser Geschenk-Tipp für Nikolaus, Weihnachten oder Silvester dieses Jahr ist selbst gemachte Bruchschokolade. Sie lässt sich super dekorieren: Wie wäre es zum Beispiel mit gehackten Pistazien, Kokosflocken und Mandelsplittern? Ihr mögt keine Stückchen in eurer Schokolade? Dann könnt ihr sie glatt lassen oder statt Nüssen zerkleinerte, gefriergetrocknete Beeren verwenden.
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Für eine farbige Ganache: ca. 50 ml (ca.) Sahne handwarm auf einem Wasserbad erwärmen. Speisefarbe je nach Färbungsgrad einrühren. Gehackte, weiße Schokolade zugeben und mit Geduld unter gelegentlichem Rühren schmelzen. Somit erhalten wir sowas wie eine Ganache.
Buttercreme kannst Du mit Pasten oder Pulver sogar gut färben, das hab ich auch schon gemacht. Ich hatte da die ganz normalen Tuben von Schwartau, das klappt, nur man muss halt mit flüssigen Farben aufpassen, wegen dem Ausflocken. Eine Schokobuttercreme kannst du herstellen, indem du geschmolzene, gefärbte Schokolade mit weicher Butter vermischst und die Masse ggf. im Kühlschrank etwas anziehen lässt, dann nochmal aufschlägst.
Aufbewahrung, Haltbarkeit und Verwendungsideen
Die Schokolade hält sich je nach Deko bis zu 2 Wochen. Sie sollte luftdicht verpackt und kühl gelagert werden. Egal, ob ihr die bunte Schokolade für Cake Pops oder Glasuren zubereitet, oder eben als Mitbringsel: wenig Aufwand, große Wirkung!
Weitere Inspiration
Na, Lust auf blaue Schokolade, rosa Schokolade, knallig-gelbe oder grasgrüne bekommen? Wenn ihr nach weiteren schönen Ideen - neben der bunten Schokolade selber machen - sucht, schaut euch mal Schokoladentafeln, Trinkschokolade am Stiel, Pralinen oder Backmischungen an. Ob Torte, Praline oder eine hübsche Figur - mit farbiger Schokolade kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.
| Zutat / Werkzeug | Hinweis |
|---|---|
| Weiße Kuvertüre | Beste Basis für intensive Farben |
| Fettlösliche Farbe (Pulver/Öl/Paste) | Unbedingt fettlöslich verwenden |
| Wasserbad | Wasser darf Schokolade nicht berühren, kein Tropfen in Schokolade |
| Pürierstab | Hilft, Farbklümpchen aufzulösen |
| Toppings | Pistazien, Kokos, Mandeln, gefriergetrocknete Beeren |
Es schadet nicht, eine Lage Zeitungspapier auf der Arbeitsfläche unterzulegen 😉 . Sieht sie nicht toll aus, so eine selbstgemachte bunte Schokolade? Allein die Zubereitung der bunten Bruchschokolade macht Spaß. Kinder lieben es, die Farben zu mischen und die Schokotafeln mit Toppings zu versehen.
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