Jane Eyre — Coppenrath Verlag: Informationen zur Schmuckausgabe mit Marjolein Bastin

Entdecke die Welt von Jane Eyre vollkommen neu! Zauberhafte Illustrationen der bekannten Künstlerin Marjolein Bastin machen diese bibliophile Ausgabe des Klassikers zu einem besonderen Schmuckstück. Schon zum zweiten Mal stelle ich euch eine Schmuckausgabe aus dem Coppenrath Verlag vor. Nun ist es kein Werk aus der Feder von Jane Austen, sondern von Charlotte Brontë.

Kurzinfo zur Ausgabe

❈ Infos zum Buch ❈

  • Autorin: Charlotte Brontë
  • Illustratorin: Marjolein Bastin
  • Verlag: Coppenrath
  • ISBN: 978-3-649-63000-5
  • Hardcover: 472 Seiten
  • Preis: 32,00 Euro
  • Sprache: Deutsch
  • 10 aufwendig gestaltete Extras versetzen die Leser in die Zeit des Romans und lassen die Geschichte lebendig werden: eine aufklappbare Karte, ein Briefumschlag mit Inhalt und vieles mehr.
Schmuckausgabe von Jane Eyre mit floralen Illustrationen

Worum geht es im Roman?

Jane Eyre, erstmals erschienen 1847 unter dem Pseudonym Currer Bell, ist der erste veröffentlichte Roman der britischen Autorin Charlotte Brontë und ein Klassiker der viktorianischen Romanliteratur des 19. Jahrhunderts. Der Roman erzählt in Form einer chronologischen Ich-Erzählung die Lebensgeschichte von Jane Eyre, die nach einer schweren Kindheit eine Stelle als Gouvernante annimmt.

Mittellos und als ungeliebtes Mündel ihrer hartherzigen Tante erfährt das Waisenmädchen Jane Eyre eine traurige Kindheit - und auch ihre Jugend im Internat bringt zahlreiche Entbehrungen mit sich. Jane ist ein einfaches, ruhiges und intelligentes Mädchen mit einer leidenschaftlichen Seele und der Neigung zu Direktheit und zu Zornesausbrüchen, die sie überkommen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt.

Gateshead und Lowood

Die bereits als kleines Kind verwaiste Jane Eyre wächst beim Bruder ihrer Mutter und dessen Familie auf dem Herrensitz Gateshead Hall auf. Als ihr Onkel stirbt, nimmt er seiner Frau das Versprechen ab, Jane wie ihr eigenes Kind aufzuziehen und zu lieben. Aber die hartherzige Mrs. Reed kann sich nicht überwinden, die neugierige und aufgeweckte Jane wie ihr eigenes Fleisch und Blut zu behandeln.

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Zur Strafe für ihren „dreisten Jähzorn“ wird sie in das rote Zimmer gesperrt... Als Jane daraufhin in Ohnmacht fällt, stellt der herbeigerufene Apotheker einen Nervenzusammenbruch fest und verordnet Luftveränderung und eine andere Umgebung. Diesem Rat kommt Mrs. Reed nur zu gerne nach und veranlasst, dass die Zehnjährige in das Waisenhaus Lowood geschickt wird.

Im Waisenhaus Lowood wird Jane zwar ihrer Tante und Gateshead entkommen, doch muss sie feststellen, dass ihre neue Umgebung keineswegs angenehmer ist. Das Waisenhaus Lowood wird von dem Geistlichen Mr. Brocklehurst mit harter Hand geführt. Die über hundert Mädchen bekommen stets zu wenig und dazu noch verdorbenes Essen, die Räumlichkeiten sind kalt und zugig und die Regeln äußerst streng.

Das erste Mädchen, mit dem sie sich anfreundet, ist Helen Burns, die Jane viel über Nächstenliebe und Vergebung lehrt. Dank ihrem widerstandsfähigen Wesen überlebt Jane den harten Winter in Lowood. Obwohl sie körperlich und materiell viel entbehren muss, blüht sie wegen der Freundschaft mit Helen - die wenig später an Schwindsucht sterben wird - und der Zuneigung der Schulleiterin Miss Temple auf.

Thornfield Hall und Mr. Rochester

Als Gouvernante wird Jane nach Thornfield Hall berufen. Bereits bei ihrer Ankunft in Thornfield Hall wird Jane angenehm überrascht. Die Verwalterin Mrs. Fairfax bereitet ihr einen warmen und herzlichen Empfang, und mit ihrer Schülerin Adèle versteht sie sich von Beginn an gut. Adèle ist das Mündel des Hausherrn Edward Rochester, der das achtjährige Mädchen aus Frankreich zu sich nach Thornfield geholt hat und es nun dort aufziehen lässt.

Rochester selbst verbringt nur wenig Zeit des Jahres in Thornfield. Ihm eilt der Ruf voraus, ein großzügiger und gerechter, aber auch ein wenig kauziger Herr zu sein. Jane empfindet ihn zuerst als sprunghaft und schroff, ändert ihre Meinung aber, als sie ihn näher kennen lernt. Und auch Rochester lernt die kluge und schlagfertige Jane Eyre schätzen, die sich nicht scheut, ihm auch unangenehme Antworten zu geben.

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Als Jane eines Nachts von merkwürdigen Geräuschen geweckt wird, stellt sie fest, dass aus dem Zimmer über ihr, in dem Mr. Rochester schläft, Rauch kommt. Beherzt löscht Jane das Feuer an dessen Bett und rettet Rochester vor dem sicheren Tod. Eine Erklärung für diesen Vorfall erhält sie jedoch nicht von ihm.

Jane gefällt es gut in Thornfield, einzig die äußerst rätselhafte Angestellte Grace Poole beunruhigt sie. Immer wieder hört Jane schauderhaftes, tierisches Gelächter aus Graces Nähkammer und wird das Gefühl nicht los, dass etwas Böses im Haus vor sich geht. Wiederum in der Nacht schreckt Jane aufgrund eines grauenvollen Schreies aus dem Schlaf hoch und hört, wie der neue Gast, ein gewisser Mr. Mason, in Panik nach Rochester ruft.

Das Geheimnis und die Trennung

Doch am Tag der Hochzeit wird er gezwungen, sein Geheimnis zu offenbaren: Während der Trauungszeremonie taucht überraschend ein Anwalt auf, der Rochester der Bigamie bezichtigt und so die Hochzeit verhindert. Rochester gibt zu, tatsächlich bereits verheiratet zu sein. Rochesters Frau ist Mr. Masons Schwester. Weil sie dem Wahnsinn verfallen und äußerst bösartig ist, hält Rochester sie auf dem Dachboden versteckt.

Für Jane ist es ausgeschlossen, einen Mann zu heiraten, der bereits gebunden ist. Obwohl sie ihn liebt und im Grunde alles vergessen und bei ihm bleiben möchte, entschließt sie sich ihrer Selbstachtung und ihrer Tugend zuliebe, Thornfield zu verlassen. Da Rochester sie freiwillig nicht gehen lassen würde, verschwindet sie in der folgenden Nacht heimlich.

Whitcross, Marsh End und die Rückkehr

Nach ihrem überstürzten Aufbruch lässt sich Jane von einer Kutsche möglichst weit weg bringen. Sie landet in Whitcross, einem kleinen, unscheinbaren Dörfchen. Dort irrt sie umher, auf der Suche nach Arbeit und einem Dach über dem Kopf. Schließlich wird sie von St. John Rivers und seinen Schwestern Mary und Diana aufgenommen. St. John verschafft Jane eine Beschäftigung als Lehrerin, und so bleibt sie im Ort.

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Ihre Situation als Mittellose ändert sich drastisch, als ihr Onkel stirbt und Jane als Alleinerbin seines Vermögens einsetzt. Und sie wird noch weiter vom Schicksal begünstigt, denn es stellt sich heraus, dass Mary, Diana und St. John ebenfalls Kinder aus der Familie Eyre und somit Verwandte von Jane sind. Endlich hat sie eine Familie und ist nicht mehr allein.

St. John fordert Jane auf, ihn als seine Frau zu begleiten und ihr Leben ganz Gott zu widmen. Jane willigt ein, mit ihm zu gehen, weigert sich allerdings, St. John zu heiraten, denn sie ist sich wohl bewusst, dass er für sie keine Liebe empfindet. Als sie fast zustimmt, hört sie von irgendwoher eine Stimme ihren Namen rufen - die Stimme von Edward Rochester. Die Rufe als Eingebung deutend, macht sich Jane unverzüglich auf den Weg nach Thornfield.

Als Jane in Thornfield ankommt, macht sie die schreckliche Entdeckung, dass Thornfield Hall eine Ruine ist. Von den Dorfbewohnern erfährt sie, dass das Haus vor einiger Zeit abgebrannt, die irre Frau des Hausherrn dabei umgekommen und er selbst schwer verletzt worden ist. Jane begibt sich nach Ferndean, wo Rochester nun lebt, und findet ihren Geliebten als Krüppel vor: Er hat nur noch eine Hand und ist erblindet.

Da durch den Tod seiner ersten Frau einer Ehe nichts mehr im Weg steht, heiraten die beiden, gründen eine Familie und führen ein glückliches Leben miteinander. Zehn Jahre nach dieser Hochzeit erzählt Jane schreibend von ihrem erstgeborenen Sohn. Am Ende gewinnt ihr Mann einen Teil seiner Sehkraft zurück und kann endlich sein Kind sehen.

Die Schmuckausgabe des Coppenrath Verlags - Ausstattung und Extras

Klar schreckt der Preis erstmal ab, ab 30€ Aufwärts bekommt man die Klassiker im neuen Gewandt. Doch was bekommt man für sein Geld? In erster Linie natürlich den Inhalt, ich persönlich liebe Jane Eyre, deswegen habe ich mit dieser Schmuckausgabe gestartet. Das Buch ist relativ groß, natürlich ein Hardcover, mit einem sehr starken Einband. Das Buch ist ziemlich schwer, hier macht sich nicht nur der Einband bemerkbar, sondern auch das hochwertige Papier. Das Buch hat ein rosa Lesebändchen und - das ist der Clou - jede Menge Goodies.

Wie bereits bei „Stolz und Vorurteil“ ist auch die Schmuckausgabe von „Jane Eyre“ sehr hochwertig gestaltet. Diese Hardcoveredition erstrahlt in einer edlen Farbkombination und sowohl die Schrift als auch die Blumen heben sich vom Rest ab. Es gibt wunderschöne Zeichnungen, aber auch kleine Gimmicks.

Die Künstlerin Marjolein Bastin, deren Stil wir bereits von Grußkarten, Büchlein und Dekoartikeln der Spiegelburg kennen, hat nicht nur die Kapitel floral verschönert, sondern auch zehn kleine Extras aufwendig gestaltet. In exklusiven, zwischen die Buchseiten gelegten Zetteln, Unterlagen, Briefen und Steckbriefen erfahren wir unter anderem über das Leben der Charlotte Brontë. Man kommt also wirklich nicht aus dem Staunen heraus. Überall in dieser atemberaubenden Ausgabe findet man kleine Überraschungen, die einem das Herz erwärmen.

Detail einer der floralen Kapitelillustrationen von Marjolein Bastin

Rezension - meine Meinung zur Coppenrath-Ausgabe

Klassiker haben einfach etwas an sich. Ich liebe es, dass Autorinnen schon im 19. Jahrhundert emanzipierte und starke Hauptprotagonistinnen erschaffen haben. Gerade im 19. Jahrhundert war ein solch modernes Denken über das Frauenbild etwas ganz Besonderes. Der Roman selbst ist ungemein dynamisch und emotional, wenn man bedenkt zu welcher Zeit er geschrieben wurde.

Der Schreibstil - auch wenn ich hier nur die Übersetzung bewerten kann - ist modern und gleichzeitig authentisch für die Zeit, in der der Roman handeln soll. Ich empfehle auch, sich sehr viel Zeit beim Lesen zu lassen, um Jane Eyre als rebellischen, vielschichtigen Charakter kennenzulernen. Und dann erst Mr. Rochester. Er ist schlicht eine der faszinierendsten Figuren, die mir in der Literatur je begegnet ist.

Ein absolutes MUST-HAVE für jeden Schmuckausgabenfan, Papierliebhaber, Klassiker-Neuling - oder Profi. Diese Bücher sind Gold wert! Ich könnte stundenlang darin blättern, die bezaubernden Illustrationen bestaunen, in den Zusätzen „wühlen“ oder einfach in die meisterhafte Geschichte von Charlotte Brontë eintauchen.

Vorstellung der Schmuckausgabe und Blick in das Buch

Kontext: Viktorianische Zeit und Frauenbild

Als Viktorianische Zeit wird die Regentschaft der englischen Königin Victoria von 1837 bis 1901 bezeichnet, also fast das gesamte 19. Jahrhundert. Die Gesellschaft war geprägt von strikten gesellschaftlichen Konventionen und einem Hang zur Prüderie, der jeglichen Anflug von Erotik in die Privatsphäre verbannte. Das Schreiben galt für Frauen als unschicklich, und obwohl es im Großbritannien des 19. Jahrhunderts viele Schriftstellerinnen gab, wurde einzig ihren männlichen Kollegen Respekt gezollt.

Viele Autorinnen wie die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë oder Mary Ann Evans, bekannt als George Eliot, veröffentlichten ihre Werke deswegen unter einem Pseudonym. Charlotte Brontë selbst veröffentlichte Jane Eyre erstmals unter dem Pseudonym Currer Bell.

Details zur Editionsqualität

Das Buch ist relativ groß, natürlich ein Hardcover, mit einem sehr starken Einband. Das hochwertige Papier und das rosa Lesebändchen tragen zum bibliophilen Charakter bei. Die Ausgabe enthält 10 aufwendig gestaltete Extras, darunter eine aufklappbare Karte und ein Briefumschlag mit Inhalt.

Merkmal Angabe
Verlag Coppenrath
Illustratorin Marjolein Bastin
Seiten 472
Preis 32,00 Euro
Extras 10 dekorative Einlagen (Karte, Briefumschlag, Zettel usw.)

Für wen ist diese Ausgabe geeignet?

  • Fans von klassischen Romanen und Charlotte Brontë
  • Sammler und Liebhaber hochwertiger Buchausgaben
  • Leser, die eine illustrierte, bibliophile Ausgabe mit Extras schätzen
  • Geschenksuchende - als besonderes Präsent für Bücherfreunde

Vielen, lieben Dank an den Coppenrath Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars*! <3 *Rezensionsexemplare oder Leseexemplare beeinflussen nicht meine Bewertung und/oder Rezension. Alles, was ihr hier lest, entspricht meiner persönlichen Meinung.

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