Ist selbstgemachter Pudding gesund? Nährwerte und Inhaltsstoffe im Vergleich
Was wir Deutschen als Pudding kennen, ist meist ein Flammeri. Aber egal unter welchem Namen, die Süßspeise ist sehr vielseitig und lässt sich einfach zubereiten. Ballaststoffreiche Varianten wie „Pudding Oats“ und Leinsamenpudding eignen sich auch als leckere und gesunde Frühstücksmahlzeit.
Was versteht man unter „Pudding“?
Der Begriff „Pudding“ kann für Verwirrung sorgen. Denn streng genommen versteht man darunter eine Speise, die im Wasserbad gegart wird und keineswegs nur süß sein muss. Ein Beispiel ist der britische „Black Pudding“ aus Blutwurst.
Dagegen gibt es im Supermarkt „Puddingpulver“, auf dessen Verpackung ein „Flammeri“ abgebildet ist. Beim Flammeri (von dem englischen Wort „flummery“ für Hafermehlbrei) handelt es sich um eine Süßspeise, bei der aufgekochte Milch durch Stärke gebunden wird. Typischerweise wird sie nach dem Erkalten gestürzt.
Selbstgemachter Vanillepudding: Rezept und Zubereitung
Der Klassiker ist ein Vanillepudding, für den Stärke in etwas kalter Milch (oder einer pflanzlichen Alternative) aufgelöst und mit ein wenig Zucker oder pürierter Banane gesüßt wird. Die Flüssigkeit muss kalt sein, damit die Stärke keine Klümpchen bildet. Nun eine Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Vanillemark auskratzen und mit der restlichen Milch in einen Topf geben. Alles mit der Stärkemischung unter Rühren kurz aufkochen bis die Masse glatt und dicklich ist.
Die Puddingmasse in hitzebeständige Formen geben und mindestens zwei Stunden kühl stellen. Den Pudding stürzen und mit einer fruchtigen Soße und frischen Beeren servieren.
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Varianten: Reispudding, Pudding Oats, Leinsamenpudding
Für Reispudding wird etwas kalte Milch mit Vanillemark und Reismehl, -flocken oder -grieß glattgerührt und nach Geschmack gesüßt. Wer es körniger mag, kann noch einen Teil Milchreiskörner zugeben und kocht die Mischung zusammen unter Rühren in der restlichen Milch auf. Dann alles noch circa zwanzig Minuten mit geschlossenem Deckel ausquellen lassen und ab und zu umrühren. Das Dessert in Schälchen füllen und mit Roter Grütze oder einer Himbeersauce servieren. Schmeckt kalt und warm.
Beim Frühstückstrend „Pudding Oats“ trifft Pudding auf Porridge. Die Basis ist ein Haferbrei, für den Haferflocken mit Milch oder einem Pflanzendrink erhitzt werden. Ein wenig Milch wird - wie beim normalen Pudding - mit Speisestärke und Vanillemark vermengt und in den köchelnden Porridge eingerührt. Mit unterschiedlichen Toppings kommt keine Langweile auf: etwa frische oder gefrorene Früchte wie Beeren, Bananen und Mango, Nüsse, Kakaonibs und Kokosflocken.
Auch ein Leinsamenpudding ist eine gesunde Frühstücksmahlzeit. Dafür werden geschrotete Leinsamen etwa in einem Pflanzendrink aufgekocht und zum Beispiel mit Apfelmark und Zimt verfeinert. Das lässt sich auch schon am Vorabend machen und im Kühlschrank aufbewahren. Leinsamen enthalten Blausäure, die in üblichen Mengen gesundheitlich unbedenklich ist.
Nährwerte: Was steckt in selbstgemachtem Pudding?
Die genaue Kalorienmenge von Pudding lässt sich nicht pauschal angeben. Sie kann je nach Rezept, Zutaten und Portionsgröße variieren. Als grobe Schätzung kannst du jedoch davon ausgehen, dass eine durchschnittliche Portion Vanillepudding (ca. 150 Gramm) zum Beispiel mit etwa 150 bis 200 Kalorien zu rechnen ist.
Pudding zubereitet mit 500ml 1,5 % Milch ist ein fertiges Dessert, das aus einer Kombination von Milch und weiteren Zutaten hergestellt wird. Der Pudding hat einen Energiegehalt von 115 Kalorien pro 100 Gramm. Die Zusammensetzung des Puddings umfasst 3,1 Gramm Protein, was auf den Milchanteil zurückzuführen ist. Der Fettgehalt beträgt 1,8 Gramm, wobei keine gesättigten Fette angegeben sind. Die Verwendung von 1,5 % Milch sorgt für eine cremige Konsistenz, die für Pudding typisch ist. Es ist zu beachten, dass der Pudding als Milchprodukt auch Laktose enthält, was für Personen mit Laktoseintoleranz relevant sein kann.
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Kalorien und Makronährstoffe - Orientierungstabelle
| Angabe | Pro 100 g (Beispiel 1,5% Milch) |
|---|---|
| Kalorien | 115 kcal |
| Protein | 3,1 g |
| Fett | 1,8 g |
| Gesättigte Fettsäuren | - (Angabe variiert) |
High-Protein-Pudding: Was steckt in den Fertigprodukten?
Proteinprodukte boomen: Neben Fitness-Riegeln, eiweißreichen Broten und angereichertem Müsli sind auch diese Artikel bei Fitnessbewussten und zum Abnehmen voll im Trend: High-Protein-Puddings. Wie gesund sind die Eiweiß-Desserts wirklich? Wir haben uns drei Produkte näher angesehen und klären auf rund um den Eiweißtrend.
High-Protein-Pudding finden Sie in verschiedensten Varianten nahezu in allen Supermärkten. Wir haben uns folgende drei Produkte näher angesehen: High-Protein-Schoko-Pudding von Ehrmann, High-Protein Pudding mit Schoko von REWE, High-Protein-Pudding Schoko von Dr. Oetker.
Wie viel Protein steckt in High-Protein-Puddings?
Jeder Mensch benötigt durchschnittlich 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 70 Kilogramm schweren Person sind das 56 Gramm Eiweiß täglich. Bei einer Portion von 200 Gramm High-Protein-Pudding nehmen Sie mit allen drei untersuchten Puddings 20 Gramm Eiweiß auf.
Um etwa die gleiche Menge an Protein aufzunehmen, könnten Sie stattdessen zum Beispiel auch folgendes essen: 2 Scheiben Vollkornbrot mit Hummus oder 300 Gramm Naturjogurt mit circa 6 Esslöffel Haferflocken oder ein Ei, ein bis zwei Hände voll Nüsse.
Woher kommt das Eiweiß in High-Protein-Puddings?
In allen drei Puddings stammt das Protein vor allem aus zugesetztem Milcheiweiß. Verschiedene Eiweiße lassen sich unterschiedlich gut vom Körper verwerten. Die biologische Wertigkeit ist ein Maß dafür, wie gut der Körper ein Nahrungseiweiß in körpereigenes Protein umwandeln kann. Milcheiweiß stellt diesbezüglich eine gute Quelle dar.
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Noch besser ist jedoch die Kombination verschiedener Proteinquellen, in denen sich Aminosäureprofile (Bausteine des Proteins) optimal ergänzen. Ein prominentes Beispiel sind Ei und Kartoffeln oder Hülsenfrüchte und Getreide - wie Bohnen und Mais oder Linsen und Reis. Sie müssen also nicht immer auf tierische Produkte zurückgreifen.
Außerdem ist Mehr nicht immer besser - isolierte Proteine versorgen nur bedingt.
Zusatzstoffe: Süßungsmittel, Verdickungsmittel, Aromen
Gerade bei High-Protein-Produkten finden sich oft jede Menge Zusatzstoffe. Auch in den drei untersuchten Puddings sind eine Reihe an Süßungsmitteln (Acesulfam K, Sucralose, Cyclamat, Saccharin), Verdickungsmitteln (Natrium-Carboxy-methylcellulose, Carrageen), Stabilisatoren (Natriumphosphat) und Aromen zu finden. Sie verleihen dem Produkt die typische Konsistenz, den Geruch und Geschmack.
Unverzichtbar sind vor allem Aromen überall dort, wo Produzenten sensorisch unbefriedigende Rohstoffe oder Verfahren einsetzen. Essen Sie häufig aromahaltige Produkte, gewöhnen Sie sich möglicherweise an diesem Geschmack und natürliche Produkte schmecken zunehmend fad.
Auch Süßungsmittel sind nicht unbedingt eine gesündere Alternative. Sie enthalten zwar keine Kalorien, doch Studien zeigen: Künstliche Süßstoffe sind aufgrund ungünstiger Auswirkungen auf Stoffwechsel und Appetit zur Gewichtsreduktion eher ungeeignet. Ebenso sollten Sie Lebensmittel mit künstlich zugesetzten Phosphaten nicht übermäßig essen. Zu viel davon kann die Nieren schädigen.
Nutri-Score und seine Grenzen
Alle drei Produkte tragen den Nutri-Score A: Sie müssten doch super gesund sein? Der Nutri-Score ist ein sehr vereinfachtes Bewertungssystem. Zahlreiche Zusatzstoffe wie Süßstoffe oder Aromen berücksichtigt er bei festen Lebensmitteln nicht. Unternehmen können den Nutri-Score auf ihren Produkten durch Tricksen kostengünstig verbessern.
Sie setzen mehr Zusatzstoffe ein, um beispielsweise den Fettanteil zu verringern oder den Zuckergehalt mit Süßstoffen auszugleichen. Die entsprechenden Produkte sind dadurch aber nicht als gesünder zu bewerten. Bei unseren getesteten Produkten sind der Fettgehalt (1,5 -1,6 Gramm pro 100 Gramm) und der Zuckergehalt (4,0-4,3 Gramm pro 100 Gramm) recht geringgehalten. Hier werden also kaum Negativ-Punkte gesammelt.
Auch die verhältnismäßig hohe Proteinmenge pro 100 Gramm lassen den Nutri-Score günstig aussehen. Ausgeglichen wird das cremige Mundgefühl allerdings zum Beispiel mit Verdickungsmitteln oder modifizierter Stärke. Und die umstrittenen Süßstoffe ersetzen den Zucker.
Gesundheitlicher Nutzen: Lohnt sich High-Protein-Pudding?
Proteinreiche Fertigprodukte versprechen oft Vorteile, doch High-Protein-Puddings lohnen sich nicht. Sie bieten keinen gesundheitlichen Vorteil und kosten nur mehr Geld. Die Puddings enthalten jede Menge Zusatzstoffe wie Süßungsmittel, Verdickungsmittel, Stabilisatoren oder Aromen. In der Regel wird der hohe Eiweißgehalt durch isolierte, künstlich hinzugefügte Proteine erreicht.
Ernährst du dich abwechslungsreich, deckst du deinen Eiweißbedarf problemlos über natürliche Eiweißquellen.
Tipps für eine gesündere, selbstgemachte Alternative
- Verwende Vollmilch oder pflanzliche Drinks je nach Bedarf, um Cremigkeit zu erreichen.
- Süße mit Honig, pürierter Banane oder wenig Zucker: Vanillepudding mit Honig ist eine Variante mit langsamerem Blutzuckeranstieg und zusätzlichen Nährstoffen.
- Erhöhe den Proteingehalt auf natürliche Weise durch Zugabe von Joghurt, Quark oder ungesüßtem Protein-Joghurt statt isolierter Proteinpulver.
- Setze auf ballaststoffreiche Varianten wie Pudding Oats oder Leinsamenpudding fürs Frühstück.
- Lesen Sie bei Fertigprodukten die Zutatenliste und meiden Sie unnötige Zusatzstoffe.
Vanillepudding - Cremig, lecker, ohne raffinierten Zucker! Im Vergleich zum Klassiker ist der Vanillepudding mit Honig gesüßt. Im Vergleich zu herkömmlichem Zucker lässt dieser den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen und enthält Vitamine, Mineralstoffe und auch Antioxidantien.
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