Halloren Schoko Becher: Geschichte und Herstellung

Die lange und bewegte Geschichte des Unternehmens geht bis auf das Jahr 1804 zurück. In Halle an der Saale gründete der Pfefferküchler Friedrich August Miethe eine kleine Konditorei und Honigkuchenbäckerei. Konditor Friedrich David kauft das Unternehmen und baut es kontinuierlich aus. Unter dem Namen "David und Söhne" gewann die Firma um die Jahrhundertwende einen erstklassigen Ruf als Hersteller hochwertiger Pralinés.

Vom 19. Jahrhundert bis zur Industriellen Produktion

Im 19. Jahrhundert wurde am Produktionsstandort Große Wallstraße in Halle die erste Dampfmaschine zur maschinellen Schokoladenherstellung in Betrieb genommen. David und Söhne AG Halle - in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts erwarb man das Grundstück in der Äußeren Delitzscher Straße und 1896 wurde hier die Produktion im neuen Fabrikgebäude aufgenommen. Nach dreijähriger Bauzeit wird die Davidsche Schokoladenfabrik in der "Aeußeren Delitzscher Straße" eröffnet. Dieser Standort ist bis heute der Firmensitz des Unternehmens.

Friedrich David eröffnet an der Alten Promenade (heute Universitätsring) das „Café David“ mit ca. 1.400 Sitzplätzen. Die damals bekannteste Produktpalette trug den Markennamen "Mignon" und war weit über die Grenzen Halles hinaus ein Begriff, auch heute noch ist die Marke DE1106836 "Mignon" eingetragen. Das Unternehmen zählt bald zu einem der wichtigsten deutschen Schokoladenproduzenten. Im Jahre 1912 werden die Pferdefuhrwerke im Unternehmen durch das erste Lieferauto ersetzt.

Krieg, Wandel und Neuanfang

Während des Zweiten Weltkriegs wurden in den Werkhallen Flugzeuge anstatt Schokolade gefertigt. Im Jahre 1943 wird die Fabrik per Stilllegungsbefehl geschlossen und die letzten Rohstoffe werden konfisziert. Wenige Monate später werden Teile des Betriebs als Außenstelle dem Flugzeughersteller Siebel zugeordnet. Nach Ende des 2. Weltkrieges werden für die Versorgung der Bevölkerung Kindernährmittel, Haferflocken, Trockenkartoffeln und Trockenmöhren hergestellt.

Im Jahr 1950 folgten die Enteignung und der Zusammenschluss mit den Firmen Most und Diamalt zum "Kombinat Süßwaren". Es erfolgt die Übernahme in die VVB (Vereinigung der Volkseigenen Betriebe) der Süß- und Dauerbackwarenindustrie. Der hallesche Betrieb wird in „VEB Schokoladenfabrik Halloren“ umbenannt. Der Name stammt von der traditionsreichen Salzwirkerbruderschaft „Halloren".

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Entstehung der Original Halloren Kugeln

Die großen runden Silberknöpfe an den Festkleidern der Halloren waren die Vorlage für einen Markenartikel, nämlich die bekannten, 1952 entstandenen "Halloren Kugeln". Bereits zwei Jahre später wurde hier eine Köstlichkeit geschaffen, deren Beliebtheit bis heute ungebrochen ist - die "Original Halloren Kugeln". Die Original Halloren Kugeln übernehmen die Form der Silberknöpfe am Festgewand der Halloren Salzwirkerbruderschaft.

Die Nachkriegszeit war geprägt von permanentem Rohstoffmangel. So suchte man aus der Not heraus zu Beginn der 50er Jahre nach einer einfachen „Volkspraline", um der Bevölkerung die schweren Zeiten etwas zu versüßen. Fondant diente als Grundstoff, welcher zu einem Teil mit Kakao angereichert wurde. Zu Ulbrichts und Honeckers Zeiten blieb die Kugel - halb aus Sahne, halb aus Cacao-Creme - eine begehrte "Bückware". Auch nach der Wende und Privatisierung des DDR-Kombinatsbetriebs blieben die "Halloren-Kugeln" ein erfolgreiches Produkt.

Halloren Kugeln historische Verpackung

Privatisierung, Modernisierung und Erweiterungen

Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wird das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt und von der Treuhand verwaltet. Der Hannoveraner Wirtschaftsprüfer Paul Morzynski übernimmt die Firma von der Treuhand und legt damit den Grundstein für den späteren wirtschaftlichen Erfolg. Im Stammsitz in Halle wird Dank der Übernahme der Confiserie Dreher erstmals auch eine Mozartkugel produziert.

Zuwachs erhielt Halloren 2001 durch die Integration der Confiserie Dreher, welche heute mit der Aktiengesellschaft verschmolzen ist. Dreher stellte 1931 die erste deutsche Mozart Kugel her. Die Halloren Gruppe wurde um ein zusätzliches Unternehmen erweitert. Auf über 3.500 m² entstand eine neue Produktionshalle mit modernsten Maschinen und Anlagen zur Fertigung von hochwertigen Confiserieartikeln.

Um dies alles bewältigen zu können, wurde in Halle kräftig gebaut. Bestehende Produktionsanlagen wurden erweitert und eine neue, eigens für die Produktion der Mozart Kugeln ist hinzugekommen. Das Fabrikgebäude erstrahlt in neuem Glanz und das große, neue Logistikzentrum ist fertig gestellt und erfüllt sämtliche Ansprüche eines reibungslosen Vertriebs der Halloren Produkte.

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Schokoladenmuseum und Erlebniswelt

Das Schokoladenmuseum (eröffnet 2002) sowie die gläserne Schauproduktion erfreuen sich sehr großer Beliebtheit und sind jedes Jahr aufs Neue ein Höhepunkt der Halleschen Museumsnacht. Im selben Jahr wird im Schokoladenmuseum das einzigartige Schokoladenzimmer eröffnet. 1400 kg Schokolade und 300 kg Marzipan werden im Schokoladenzimmer verarbeitet. Die Gestaltung im Stil der Biedermeierzeit schlägt eine Brücke zur Gründungsphase des Unternehmens im 19.

Ein Museum muss wachsen und lebt von permanenter Vervollkommnung. So wurde ein neuer Kinobereich geschaffen, in welchem man über die Geschichte der Schokolade und der Schokoladenfabrik informiert wird. Das Projekt „Reaktivierung Alte Schokoladenfabrik" wurde mit dem Nachwuchsförderpreis Süßwaren des Bundesverbandes des Süßwaren Groß- und Außenhandels und der Dr. Hans-Riegel-Stiftung ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung der „süßen" Branche.

Halloren Schokoladenmuseum Schokoladenzimmer

Moderne Produktion: Halloren Schoko Becher und Confiserie

Im September 2007 erfolgt die Einweihung einer neuen Produktionshalle, der Halloren Confiserie. Hier werden ab sofort Designpralinen, Pralinentöpfchen, Schokobecher und Trüffel produziert. Auf über 3.500 m² entstand eine neue Produktionshalle mit modernsten Maschinen und Anlagen zur Fertigung von hochwertigen Confiserieartikeln. Heute läuft der Betrieb auf einem technisch sehr hohen Niveau.

Auf Basis der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft Ende 2006 erfolgte am 11. Mai 2007 der Börsenstart der Halloren Aktie. Die Umwandlung in die Aktiengesellschaft „David Söhne AG" wird vollzogen. Das Unternehmen wird erneut in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Herstellungsschritte der Schokolade und der Halloren-Produkte

Alle süßen Köstlichkeiten von Halloren würden es ohne die Kakaobohne gar nicht geben. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, wie und wann die Schokolade zu uns nach Europa kam. Außerdem erfährst du, dass Kakao nicht gleich Kakao ist. Und zu guter Letzt geben wir dir noch einen Überblick über alle Stationen der Schokoladenproduktion von der Ernte der Kakaobohne bis hin zum Formen der leckeren Süßigkeit.

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  1. Ernte und Fermentation: Die reifen Früchte werden geerntet, geöffnet und die Bohnen samt Fruchtfleisch entnommen. Kakaobohnen haben noch einen Wassergehalt von über 50 Prozent und werden getrocknet, um sie haltbar zu machen.
  2. Rösten: Sind die getrockneten Bohnen angekommen, werden sie geröstet. Die Rösttemperaturen variieren je nach Sorte und gewünschtem Aromenprofil und legen den Grundstein für den Geschmack der fertigen Schokolade.
  3. Brechen und Mahlen: Nach dem Rösten werden die Bohnen gebrochen und die Nussteile (Nibs) gemahlen; so entsteht Kakaomasse, die jedoch noch nicht die gewünschte Textur hat.
  4. Conchieren und Verfeinern: Die Kakaomasse wird erwärmt und mit Zucker und Kakaobutter, ggf. Milchpulver, vermischt, um die Textur zu verbessern und den Geschmack zu entwickeln. 1879 wurde in der Schweiz das Conchieren entwickelt, bis heute ein wichtiger Schritt bei der Veredelung der Schokolade.
  5. Temperieren und Formen: Die Schokoladenmasse ist nach dem Conchieren noch ungefähr 50 °C heiß; bevor sie das berühmte Knacken bekommt, wird sie langsam und schonend abgekühlt. Anschließend kann sie in Formen wie Tafeln, Riegel, Pralinenformen oder Schokobecher gegossen werden.

Die Schokoladenherstellung kennt noch weitere Schritte; je nach Produkt (z. B. Halloren Schoko Becher, Pralinenmischung oder Trüffel) kommen noch spezifische Verarbeitungsschritte hinzu. In unserer Schokoladenwerkstatt kannst du selbst Pralinen und Schokoladentafeln herstellen. Schokoladenherstellung und kannst live dabei sein, wie an unserer Bean-to-bar Anlage flüssige Schokolade aus Kakaobohnen gewonnen wird.

Einblick in die Halloren Bean-to-bar Produktion

Besuchserlebnis und Attraktionen

Ein Besuch in Deutschlands ältester Schokoladenfabrik ist ein großartiges und genussvolles Erlebnis für Jung und Alt. Besuchen Sie unsere beeindruckende HALLOREN Schokoladenerlebniswelt mit seinem einzigartigen Schokoladenzimmer, und lernen Sie bei unserer Bean to Bar, wie aus Kakao leckere Schokolade entsteht. Aus dieser Schokolade kann man in der Schokoladenwerkstatt seine eigene Praline kreieren. Jetzt Ausflug buchen!

Die größte Halloren Kugel der Welt: Sie ist 200 Kilogramm schwer. Sahne-Cacao-Creme und 40 Kilogramm Zartbitterschokolade vollenden: die größte Halloren Kugel der Welt.

Weitere Meilensteine und Fakten

  • Die Halloren-Story: Köstliche Schokolade seit 1804!
  • Im Jahr 1950 wird die Familie David enteignet.
  • Wichtiger Meilenstein ist die Inbetriebnahme der neuen Produktionsstraße für Original Halloren Kugeln; die Anlage gilt 1995 als eine der modernsten Produktionsanlagen in Europa.
  • Im Jahr 2007 wurde das Halloren Schokoladenmuseum auf über 750 m² umfassend erweitert.
  • Heute ist die Halloren Schokoladenfabrik Deutschlands älteste Schokoladenfabrik.
Jahr / Ereignis Meilenstein
1804 Gründung der Konditorei durch Friedrich August Miethe
1896 Eröffnung der Produktion in der Äußeren Delitzscher Straße
1952 Entstehung der Original Halloren Kugeln
1995 Moderne Produktionsstraße für Halloren Kugeln in Betrieb
2002-2007 Eröffnung und Erweiterung des Schokoladenmuseums, Ausbau der Produktion

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