Wer produziert gut und günstig Lebkuchen? Marken hinter Discounter-Eigenmarken und wie du clever sparst
Naschen gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu! Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsterne - rund ein Kilo Weihnachtssüßigkeiten verputzt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Doch die Preise steigen und steigen. Seit 2021 sind Plätzchen, Lebkuchen und Co. im Schnitt 64 Prozent teurer geworden. Zum Vergleich: Lebensmittel insgesamt stiegen nur um etwa 29 Prozent. Da kann ein Einkauf schnell auch teuer werden.
Wer clever einkauft, kann sich die Adventszeit trotzdem versüßen - und dabei kaum auf Geschmack verzichten. Denn viele der günstigen Naschereien stammen aus denselben Produktionsstätten wie bekannte Markenprodukte. Was im Supermarkt als Billigmarke verkauft wird, kommt erstaunlich häufig aus den gleichen Fabriken wie teure Markenprodukte.
Bekannte Marken hinter günstigen Eigenmarken
Viele greifen deshalb lieber zu den günstigeren Produkten vom Discounter - oft ohne zu wissen, dass hinter den Eigenmarken bekannte Markenhersteller stecken. Auf den Verpackungen der Eigenmarken finden sich häufig Hinweise auf große, etablierte Hersteller - allerdings gut versteckt hinter Tochterfirmen oder neutralen Produktionsangaben.
- Die Spekulatius der Rewe-Eigenmarke kommen von der Firma Wiese - und kosten rund einen Euro weniger als das Markenpendant.
- Auch Zentis stellt nicht nur Premium-Marzipan her, sondern produziert auch die Marzipankartoffeln für Aldi.
- Ähnlich bei Lidl: Auf der Packung der Dominosteine steht ein Herstellername, der kaum jemandem etwas sagt. Ein Blick auf die Adresse verrät jedoch - sie stammen vom Traditionsunternehmen Schulte.
- Auch beim Christstollen lohnt sich das genauere Hinsehen: Der Markenhersteller Kuchenmeister produziert seine Stollen ebenfalls für Aldi, Penny und Kaufland - dort sind sie bis zu 50 Prozent günstiger.
- Und die Edel-Marzipanhappen von Lidl? Die kommen direkt aus der Lübecker Manufaktur Carstens, deren Originalprodukte im Fachhandel rund 70 Cent mehr kosten.
- So werden etwa die Nürnberger Oblatenlebkuchen und Lebkuchenmischungen der Lidl-Eigenmarke Favorina unter anderem von Unternehmen gefertigt, die auch für Marken wie Lebkuchen-Schmidt oder Weiss Lebkuchen produzieren.
- Auch Aldi lässt seine Wintertraum-Lebkuchen und den Butterspekulatius von etablierten Marken wie Weiss und Henry Lambertz herstellen.
So groß können die Preisunterschiede sein
Ähnliche Zutaten, großer Preisunterschied. Ähnlich bei Lidl: Dessen eigene Dominosteine im Markenregal sind fast einen Euro teurer. Genau hier zeigt sich, warum Weihnachts-Eigenmarken so interessant sind: Sie bieten in vielen Fällen vergleichbare Qualität, kosten aber bis zu 50% weniger.
Hier sind einige der spannendsten Beispiele aus unserem aktuellen Check:
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- Edeka Gut&Günstig: Dominosteine - Markenprodukt: Lambertz Dominosteine Vollmilch - Packungsgröße: 250 g (Eigenmarke) vs. 150 g (Marke) - Preis: 3,49 € (Eigenmarke) vs. 4,39 € (Marke) - Ähnlichkeit: identisch.
- Rewe Beste Wahl: Fondant Baumbehang - Markenprodukt: Friedel Fondant Baumbehang - Packungsgröße: 150 g - Preis: 1,19 € (Eigenmarke) vs. 1,99 € (Marke) - Ähnlichkeit: identisch.
- Aldi Wintertraum: Nürnberger Elisen Lebkuchen Scheiben - Markenprodukt: Weiss Weissella Nürnberger Elisen-Lebkuchen - Packungsgröße: 300 g - Preis: 4,99 € (Eigenmarke) vs. 8,99 € (Marke) - Ähnlichkeit: sehr ähnlich.
- Kaufland K-Winter Edition: Mini Butterstollen - Markenprodukt: Kuchenmeister Butterstollen - Packungsgröße: 200 g - Preis: 1,79 € (Eigenmarke) vs. 2,69 € (Marke) - Ähnlichkeit: identisch.
- Penny NaturGut: Bio Mini-Spekulatius - Markenprodukt: Sommer Dinkel Spekulatius Butter - Packungsgröße: 150 g (NoName) vs. 125 g (Marke) - Preis: 2,19 € (NoName) vs. 2,49 € (Marke) - Ähnlichkeit: 1:1 identisch.
- Lidl Favorina: Vanillekipferl - Markenprodukt: Schulte Vanille-Kipferl - Packungsgröße: 150 g - Preis: 2,69 € (NoName) vs. 3,29 € (Marke) - Ähnlichkeit: sehr ähnlich.
Bis zu 50 Prozent günstiger
Bis zu 50 Prozent günstiger. Wer beim Einkaufen auf NoName-Produkte setzt, kann durchschnittlich über alle Warengruppen hinweg 35 % sparen - und das ohne spürbare Abstriche bei Qualität oder Geschmack. Der große Preisunterschied entsteht also nicht, wie häufig vermutet, durch schlechtere Zutaten. Sondern vor allem durch große Abnahmemengen und den Wegfall von Marketing- und Logistikkosten.
Lebkuchen im Test: Wie gut sind Aldi, Lidl & Co.?
Sie dürfen in der Advents- und Weihnachtszeit auf keinem Plätzchenteller fehlen: Lebkuchen! Entsprechend bieten auch die gängigen Supermärkte und Discounter rund um Aldi, Lidl & Co. reihenweise „Feine Nürnberger Oblaten-Lebkuchen“ an, oftmals auch als preiswerte Eigenmarken-Variante. Im Rahmen der WDR-Sendung „Markt“ haben Experten einige Supermarkt-Lebkuchen getestet - und das Ergebnis dürfte einigen Verbrauchern nicht besonders gut gefallen.
Die Experten testeten für die ARD verschiedene Lebkuchen der unterschiedlichen Supermärkte und Discounter. Konditormeisterin und Patissiers prüften Optik, Konsistenz und Geschmack. Parallel untersuchte ein Labor die Produkte auf Schadstoffe. Seitens des Labors gibt die ARD Entwarnung: Alle getesteten Produkte sind unbedenklich und enthalten kein Acrylamid oder Schimmelpilzgifte. Alle Richt- und Warnwerte wurden eingehalten.
- Die Jury aus Konditormeisterin Theresa Knipschild und den Patissiers Fabian Scheithe und Liv Schlüter.
- Die Eigenmarken von Aldi und Lidl fielen im Geschmackstest durch. Beide Lebkuchen seien viel zu trocken, kritisierten die Experten.
- Edekas „Gut & Günstig“-Lebkuchen kommt feuchter und fruchtiger daher.
- Am meisten überzeugte der Rewe Bio Oblaten-Lebkuchen. Laut Experten löst er sich im Mund leicht auf, schmeckt würzig und ist soft.
- Das Markenprodukt von „Weiss“ (gehört zum Weltmarktführer Lambertz) kommt bei den Testern am besten an.
- Überraschend: Die Lebkuchen von „Wicklein“ - immerhin Deutschlands ältester originaler Nürnberger-Lebkuchen-Hersteller - können die Jury kaum überzeugen.
Beispielhafte Testübersicht
| Produkt | Preis/200 g | Testerurteil kurz |
|---|---|---|
| Aldi „Wintertraum“ | 2,29 € | Zu trocken |
| Lidl „Favorina“ | 2,33 € | Trocken, wenig Schoko |
| Edeka „Gut & Günstig“ | 2,49 € | Feuchter, fruchtiger |
| Rewe Bio | 4,99 € | Würzig, soft |
| Weiss (Lambertz) | 3,29 € | Viele Nüsse, harmonisch |
| Wicklein „Meistersinger“ | 3,99 € | Enttäuschend |
Warum produzieren Marken für Discounter?
Es klingt zunächst paradox: Warum sollte ein bekannter Hersteller, der viel Geld in Werbung und Image investiert, sein Produkt plötzlich günstig im Discounter anbieten? Doch die Antwort ist simpel: Wirtschaftlichkeit. Stillstand kostet immer Geld. Um Leerlauf zu vermeiden, produzieren diese Unternehmen oft „nebenbei“ für die Eigenmarken des Handels. Bei unseren Analysen für MarkenDetektive stellen wir fest, dass über 50% der Eigenmarkenprodukte identisch oder sehr ähnlich zu ihren Markenzwillingen sind.
Besonders bei saisonalen Süßwaren stammen viele Produkte aus den Backstuben bekannter Traditionshäuser. Die Rezepturen, Zutaten und Herstellungsweisen unterscheiden sich dabei jedoch je nach Marke und Handelsunternehmen. Der hohe Preis ist nicht unbedingt ein Garant für bessere Qualität.
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Praktische Einkaufstipps: So erkennst du die „Markenzwillinge“
- Ein Blick auf die Adresse verrät jedoch - sie stammen vom Traditionsunternehmen Schulte.
- Auf den Verpackungen der Eigenmarken finden sich häufig Hinweise auf große, etablierte Hersteller - allerdings gut versteckt hinter Tochterfirmen oder neutralen Produktionsangaben.
- Wer genauer hinschaut, stellt fest: Der hohe Preis ist nicht unbedingt ein Garant für bessere Qualität.
Mit der App MarkenDetektive ist es übrigens kinderleicht, den wahren Hersteller eines Produktes zu identifizieren. Mit ihr entlarvst du ganz einfach die wahren Hersteller hinter den günstigeren Alternativen. Übrigens: Du kannst in der MarkenDetektive App auch das Markenprodukt scannen, wenn du eine günstige NoName-Alternative zu deinem Lieblingsprodukt finden möchtest.
Wichtige Hinweise zu Zutaten, Allergenen und Gesundheit
Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Das Produkt kann Spuren von Eiern, Erdnüssen, Milch, Schalenfrüchten, Sesam und Lupinen enthalten.
- Sie sind häufig in Backpulver enthalten und regulieren den pH-Wert von Lebensmitteln, damit sie nicht zu sauer oder zu alkalisch werden.
- Diese Salze können Schlagsahne stabilisieren und sind auch in pulverförmigen Produkten enthalten, um deren Fließeigenschaften zu erhalten.
- Ein übermäßiger Phosphatkonsum wird mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht, wie z. B. einer beeinträchtigten Nierenfunktion und einer geschwächten Knochengesundheit.
Mandeln (Amygdalus communis L.) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, Haselnüsse (Corylus avellana) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, Weizen sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, Schalenfrüchte, d. h. Mandeln, div. Nüsse, Pistazien und daraus hergestellte Erzeugnisse, Glutenhaltige Getreide sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, Walnüsse (Juglans regia) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, Kaschunüsse (Anacardium occidentale) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, Milch und daraus hergestellte Erzeugnisse (einschließlich Laktose), Eier und daraus hergestellte Erzeugnisse.
Kann folgende Spuren enthalten Sesamsamen und daraus hergestellte Erzeugnisse, Erdnüsse und daraus hergestellte Erzeugnisse, Sojabohnen und daraus hergestellte Erzeugnisse, Schalenfrüchte, d. h. Mandeln, div.
Kurzfazit für den schnellen Einkauf
Teure Marken zu Weihnachten? Unnötig! Viele No-Name-Produkte stammen aus denselben Fabriken wie die Originale. Eigenmarken sind nicht nur günstig, sondern oft auch richtig gut.
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Also: Augen auf beim Weihnachtseinkauf!
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