Rezept Glasur für Magenbrot: Schritt-für-Schritt-Anleitung für das perfekte Weihnachtsmarkt-Feeling

Magenbrot, das weiche, würzige Traditionsgebäck aus Süddeutschland und der Schweiz, ist untrennbar mit den Advents- und Weihnachtsmärkten verbunden. Das Besondere am Magenbrot ist der aromatische Teig, der mithilfe ausgesuchter Gewürze wohltuend für den Magen sein soll, aber vor allem durch die herrliche Glasur veredelt wird. Wie gelingt die perfekte Glasur, die das Magenbrot nicht nur schützt, sondern auch geschmacklich vollendet?

Magenbrotstücke mit glänzender Zuckerglasur auf Backpapier und Weihnachtsdeko

Herkunft und Tradition des Magenbrots

Bei uns im „Schwobaländle“ ist Magenbrot traditionell auf jedem Weihnachtsmarkt anzutreffen. Das Magenbrot kommt ursprünglich aus der Schweiz und aus dem Süden Deutschlands. Man sieht es ganz oft auf Weihnachtsmärkten und da scheint es viele Fans zu finden! Magenbrot ist eine süddeutsche und schweizerische Spezialität, die früher unter dem Begriff „Kräuterbrot“ bekannt war. Es enthält „magenfreundliche“ Gewürze wie Zimt, Nelken, Sternanis und Muskatblüte.

Der Name Magenbrot stammt also von den verwendeten Gewürzen, denen eine wohltuende Wirkung auf den Magen nachgesagt wird. All diese Gewürze stecken in einem einzigen Stückchen Magenbrot. Ich finde die Vorstellung niedlich, dass man früher dachte, sich etwas Gutes mit dem Magenbrot zu tun. Bei uns im Süden Deutschlands ein Traditionsgebäck, das es immer auf den Weihnachts- und Adventsmärkten zu kaufen gibt.

Das Geheimnis der perfekten Magenbrot Glasur

Das Markenzeichen von Magenbrot ist die aromatische, glänzende Glasur, die den köstlichen Kuchenwürfeln ihre typische Optik und den feinen Geschmack verleiht. Es gibt grundsätzlich zwei beliebte Varianten: die klassische Zuckerglasur (häufig mit Kakao und Zitrone) und die schokoladige Glasur. Beide Varianten sind gleichermaßen beliebt und haben jeweils ihre eigenen Fans. Wichtig ist, dass die Glasur nach dem Überziehen richtig trocknen darf, um einen matt-feinen Überzug zu bilden.

Zubereitung und Glasieren von frischem Magenbrot zuhause

Die klassische Zuckerglasur für Magenbrot

  • Zucker, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben und die Mischung unter ständigen Rühren aufkochen lassen.
  • Den Sirup für ca. 3-4 Minuten köcheln lassen, von der Platte nehmen und den Kakao mit einem Schneebesen unterrühren.
  • Die noch warmen, schräg geschnittenen Magenbrotrollen in etwa 2-3 cm große rautenförmige Stücke schneiden.
  • Portionsweise die Magenbrotstücke mit zwei Gabeln in die heiße Glasur geben, wenden, bis sie vollständig umhüllt sind.
  • Anschließend auf Backpapier ausbreiten, damit die Glasur trocknet und die Stücke nicht aneinanderkleben.

Mit dieser Methode entsteht die typische Zuckerglasur, wie man sie vom Weihnachtsmarkt kennt. Wichtig ist schnell zu arbeiten, da die Glasur rasch anzieht! Tipp: Wenn die Glasur zu kurz kocht, bleibt sie klebrig und glänzend. Lässt man sie aber lange genug kochen, wird sie schön matt und trocken.

Lesen Sie auch: Weihnachtliche Zimtsterne selber machen

Schokoladenglasur für Magenbrot

  • Schokolade und Butter mit Wasser langsam schmelzen lassen.
  • Puderzucker, Kakao, Lebkuchengewürz, Zimt und Nelke dazusieben und glatt rühren.
  • Die glasierte Masse über die Magenbrotstücke geben und mit einem Löffel vorsichtig wenden, sodass alle Stücke gleichmäßig überzogen sind.
  • Auf Backgitter legen und mindestens 1-2 Stunden trocknen lassen.

Eine schokoladige Glasur rundet das Magenbrot ab und sorgt für den perfekten Genuss. Du kannst die Glasur noch mit Birnbrotgewürz oder gemahlenem Muskat verfeinern.

Unterschiede zwischen Kakao-Zuckerglasur und Schokoladenglasur für Magenbrot

Alternative: Puderzucker-Kakaoglasur

  • 125 g Puderzucker, 1 EL Kakaopulver und ca. ¼ Liter Wasser in einem Topf anrühren, zum Kochen bringen und 20 Minuten offen köcheln lassen, bis ein leichter Sirup entsteht.
  • Die Magenbrotstücke darin wenden und zum Trocknen auf ein Kuchengitter legen.

So gelingt die Glasur garantiert: Tipps und Hinweise

  • Bereite das Glasieren portionsweise vor - der Sirup darf nicht zu sehr abkühlen, sonst wird er zäh.
  • Zum Glasieren am besten zwei Gabeln verwenden und schnell arbeiten.
  • Nach dem Glasieren die Stücke unbedingt auf Backpapier nebeneinander legen.
  • Die Glasur braucht etwa 12-24 Stunden zum vollständigen Trocknen an einem kühlen Ort. Zwischendurch einmal wenden.
  • Tipp: Das frisch glasierte Magenbrot muss mindestens einen Tag trocknen. Erst dann schichtet man es in Blechdosen und trennt die Lagen mit Backpapier.
  • Das Magenbrot schmeckt am allerbesten, wenn es anschließend noch 2-3 Tage in einer luftdichten Dose durchziehen konnte.

Kurz und knapp: Schritt-für-Schritt für die perfekte Glasur

  1. Honig, Zucker und Wasser in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nicht kochen lassen!
  2. Die trockenen Zutaten mischen: Mehl, Kakao, Gewürze, Orangenzucker/Orangeat hinzufügen.
  3. Milch mit Natron und Orangeat vermengen und in die warme Honigmasse einrühren.
  4. Alles rasch zu einem glatten Teig verarbeiten und über Nacht abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  5. Nächsten Tag Teig in 6 Portionen teilen, Rollen formen, auf Backblech legen und ca. 15-22 Minuten backen.
  6. Zuckerglasur aufkochen (Zucker, Wasser, Zitronensaft, Kakao), Magenbrotstücke in der heißen Glasur wenden, auf Backpapier trocknen lassen.
Arbeitsschritte: Magenbrotteig, Backen der Rollen, Glasur auftragen und Trocknen lassen

Zutaten für die klassische Magenbrot Glasur (für ca. 1 Backblech):

Zutat Menge
Zucker 200-250 g
Wasser 80-100 ml
Zitronensaft 1 TL
Kakaopulver 1 EL

Du kannst nach Geschmack auch Kirschwasser, Orangen- oder Zitronenabrieb hinzugeben - das verleiht dem Magenbrot zusätzlich Frische und Raffinesse.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Das Magenbrot hält sich gute 4 Wochen, wenn es gut verschlossen in einer Blechdose gelagert wird. Am besten schmeckt es, wenn es 2-3 Tage durchziehen durfte. Die Glasur schützt das Gebäck vor dem Austrocknen.

Luftdichte Aufbewahrung von Magenbrot in Dosen mit Backpapier

Warum das Glasieren so wichtig ist

Die Glasur ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern entscheidend für das traditionelle Geschmackserlebnis. Sie schützt das weiche Magenbrot vor dem Austrocknen, gibt den typischen schokoladig-zitrischen Kick und sorgt für das unwiderstehliche Aroma.

Nährwertangaben (geschätzt pro Portion):

Kalorien ca. 160
Kohlenhydrate 33 g
Fett 2,5 g
Eiweiß 2 g

Wenn du mein Rezept ausprobiert hast, freue ich mich über Rückmeldungen und Sterne-Bewertungen - so hilfst du auch anderen Lesern.

Lesen Sie auch: Frischetipps für Zitronenkuchen

Hausgemachtes Magenbrot auf Kuchengitter, daneben Zutaten wie Honig und Orangeat

Lesen Sie auch: Rezept für blaue Glasur: Einfach und wirkungsvoll

tags: #Rezept #Glasur #für #Magenbrot

Populäre Artikel: