Fructosearme Marmelade bei Rewe kaufen: Alles Wichtige rund um Fructoseintoleranz und sichere Auswahl
Ob süße Beeren oder knackige Salatgurken: Obst und Gemüse sind gesund und stecken voller wichtiger Nährstoffe. Doch nicht jeder verträgt Fruchtzucker gleichermaßen. Besonders bei Marmelade stellt sich für Menschen mit Fructoseintoleranz die Frage: Gibt es fructosearme Alternativen im Supermarkt, wie zum Beispiel bei Rewe? In diesem Artikel erfährst Du alles über Fructoseintoleranz, Symptome, diagnostische Tests, Empfehlungen zur Ernährung sowie Tipps zur Auswahl und zum Kauf fructosearmer Marmelade und Fruchtaufstriche bei Rewe.
Was ist Fructoseintoleranz?
Fructose ist nichts anderes als Fruchtzucker und Bestandteil fast aller Obst- und Gemüsesorten. Trockenfrüchte wie Rosinen und Datteln haben einen besonders hohen Fruchtzuckeranteil, Zitronen wiederum sind das einzige Obst ohne Fructose. Auch in Bier, Honig und Süßigkeiten kommt sie in unterschiedlich hohen Konzentrationen vor. Bei einer Fructoseunverträglichkeit wird der in Lebensmitteln enthaltene Fruchtzucker vom Körper nur schwer oder gar nicht weiterverarbeitet. Daraus resultieren starke Magen-Darm-Probleme wie Bauch- und Magenkrämpfe, Durchfall und Übelkeit.
Gut 15- bis 25 Prozent der Deutschen sind von der Unverträglichkeit betroffen. Es gibt zwei Formen der Fructoseintoleranz: die angeborene und die erworbene. Bei der erworbenen Form entsteht die Unverträglichkeit meist ohne einen konkreten Auslöser der Umwelt. Der Körper produziert zu wenig GLUT-5-Transportproteine, um den Fruchtzucker aus der Nahrung im Dünndarm vollständig abzubauen. Häufig können Betroffene kleinere Mengen an Fruchtzucker zu sich nehmen, ohne nennenswerte Beschwerden zu bekommen. Problematisch wird es, wenn zu viel Fructose auf einmal aufgenommen wird und diese nicht im Dünndarm gespalten werden kann. Diese Form tritt öfter bei Menschen mit Laktoseintoleranz oder einem Reizdarm-Syndrom auf.
Bei der seltenen hereditären Fructoseunverträglichkeit ist das anders: Es handelt sich um eine angeborene Stoffwechselkrankheit. Dabei darf keine Fructose über die Nahrung aufgenommen werden, da das Enzym zur Weiterverarbeitung von Fructose (Aldolase) komplett fehlt. Der Fruchtzucker reichert sich in den Nieren, der Leber sowie der Darmwand des Dünndarms an und kann zu schweren Nieren- sowie Leberfunktionsstörungen führen.
Gut zu wissen: Diese erblich bedingte Unverträglichkeit tritt meist schon bei Babys auf und lässt sich durch einen speziellen Bluttest ermitteln.
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Symptome bei Fructoseintoleranz
Fructoseintoleranz betrifft in erster Linie den Magen-Darm-Trakt. Zu den am häufigsten auftretenden Beschwerden zählen Durchfall und Blähungen. Weitere Symptome sind:
- Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
- Übelkeit
- Aufgeblähter Bauch
- Völlegefühl
- Magengrummeln
- Verstopfung
Betroffene berichten im Zusammenhang mit Fructoseintoleranz auch von Müdigkeit und Muskelbeschwerden. Die Beschwerden müssen nicht zusammen auftreten und äußern sich bei jedem Betroffenen unterschiedlich stark. Nach einer gewissen Zeit ohne Therapie kann es zu sogenannten sekundären Symptomen kommen, wie extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, geschwächtes Immunsystem, Depressionen oder Nährstoffmangel.
Die Ursache ist der Fruchtzucker, der im Dünndarm mangelhaft oder gar nicht verarbeitet wird. Der Zucker gelangt in den Dickdarm, wird dort von Bakterien abgebaut und verursacht Gase, die die Verdauung aus dem Lot bringen.
Diagnose und Behandlung der Fructoseintoleranz
Wie wird Fruchtzuckerunverträglichkeit getestet?
Nur ein Arzt/eine Ärztin kann die Diagnose Fructoseintoleranz sicher stellen. Mit einem H2-Atemtest kann ein:e Allergolog:in oder Gastroenterolog:in die Atemluft auf ihren Wasserstoffgehalt untersuchen und so den Grad der Fructoseunverträglichkeit bestimmen. Besteht bei Kindern der Verdacht auf eine hereditäre Fructoseintoleranz, kann diese durch ein Blutbild nachgewiesen werden.
Wie wird Fruchtzuckerunverträglichkeit behandelt?
Es gibt keine Medikamente, die bei Unverträglichkeit von Fruchtzucker eingesetzt werden können. Die Behandlung besteht daher aus einer Ernährungsumstellung. Stark fruchtzuckerhaltige Lebensmittel werden vermieden bzw. es muss geschaut werden, was und in welchen Mengen gut vertragen wird. Bei der einfachen Fruchtzuckerunverträglichkeit sollte auf keinen Fall komplett auf Fructose verzichtet werden. Die Ernährungsumstellung sollte von einem Ernährungsberater begleitet werden, dieser erstellt Speisepläne für die ersten Wochen und Monate und bittet Betroffene um das Führen eines sogenannten Ernährungstagebuchs.
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Fructosegehalt von Lebensmitteln: Was darf man essen?
Lebensmittel mit hohem Fructosegehalt
- Kernobst wie Äpfel, Nektarinen und Birnen
- Exotische Früchte wie Mango oder Kaki
- Honig und Haushaltszucker
- Trockenfrüchte
- Fruchtsäfte
- Marmelade
- Fertigsoßen
- Limonaden
- Industriell gesüßte Nahrungsmittel
Lebensmittel mit wenig Fructose
Fruchtzuckerarm sind beispielsweise:
- Rhabarber
- Mandarinen
- Grapefruits
- Wassermelonen
- Aprikosen
- Avocado
- Zitronen
- Beeren
Auch viele Gemüsesorten enthalten nur wenig Fructose, dazu zählen:
- Kohlgemüse (Weiß-, Grünkohl, Rotkohl, Blumenkohl, Brokkoli)
- Blattspinat
- Spargel
- Champignons
- Blattsalate
- Chicorée
- Grüne Bohnen
Brot, Getreide und Milchprodukte
Getreide enthält keinen Fruchtzucker, entsprechend gibt es hier keine Verbote. Alles darf gegessen werden, sofern es gut vertragen wird. Sehr geringe Mengen stecken in Getreideprodukten wie Reis, Weizen oder Hafer, genau wie in den Pseudogetreiden Quinoa, Amaranth und Buchweizen. Reine Milchprodukte wie Naturjoghurt, Magerquark oder Käse enthalten ebenfalls nur wenig Fruchtzucker.
Fructosefreie Süßungsmittel und Alternativen
Fruchtzuckerfrei sind Traubenzucker, Stevia, Reissirup sowie Zuckeralkohole wie Erythrit. Auch Süßungsmittel wie Aspartam, Sucralose oder Cyclamat sind frei von Fruchtzucker.
Tabelle: Verträgliche Lebensmittel bei Fructoseintoleranz
| Lebensmittelgruppe | Empfohlene Lebensmittel |
|---|---|
| Obst | Kiwi, Rhabarber, Mandarinen, Wassermelone, Grapefruit |
| Gemüse | Bohnen, Paprika, Spinat, Spargel, Kohlgemüse, Blumenkohl, Brokkoli, Pilze |
| Stärkehaltige Beilagen | Süßkartoffeln, Reis, Linsen, Kichererbsen, Nudeln, Kartoffeln |
| Fleisch/Fisch | Hähnchenfilet, Schweinefilet, Hackfleisch, Rinderfilet, unverarbeitet |
| Brot/Getreide | Haferflocken, Dinkelflocken, Weizenbrot, Dinkelbrot, Roggenbrot, Brötchen |
| Milchprodukte | Milch, Naturjoghurt, Quark, Käse (ohne Zusätze) |
| Süßigkeiten | Fructosefreie Kekse, Fruchtgummis, Bonbons |
Marmelade und Fruchtaufstriche: Fructosearme Auswahl bei Rewe
Marmelade und Fruchtaufstriche sind aus deutschen Haushalten kaum wegzudenken. Standardprodukte enthalten meist hohe Mengen an Fruchtzucker. Insbesondere Fertigprodukte oder Marmeladen enthalten nicht nur den natürlichen Fruchtzucker aus den Früchten, sondern häufig auch zugesetzten Zucker oder Fructose-Glucose-Sirup. Wer von Fructoseintoleranz betroffen ist, sollte deswegen bei verarbeiteten Lebensmitteln immer ganz genau auf die Zutatenliste schauen.
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Im Handel findest du jedoch auch extra Süßigkeiten und Marmeladen ohne Fructose. Die Marke REWE Bio soll dazu beitragen, Ressourcen wie Wasser und Boden zu schonen und Verbrauchern eine Orientierung beim Kauf von Bio-Lebensmitteln geben. REWE Bio ist eine Eigenmarke, unter der Produkte aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft in den REWE-Märkten verkauft werden. Die Produkte tragen das EU-Bio-Logo und das deutsche Bio-Siegel, teilweise auch das Label des Anbauverbandes Naturland. Es handelt sich um eine anspruchsvolle Marke, die wesentlich zu ökologischen Verbesserungen im Anbau und bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln beiträgt.
Vorsicht bei Rückrufen!
Wer dieses beliebte Rewe-Produkt zu Hause im Schrank stehen hat, sollte nun aufmerksam werden: Vorsorglich wird aktuell ein Fruchtaufstrich von Rewe zurückgerufen. Wie Rewe in einer Pressemitteilung mitteilt, ruft die Firma ODW Lebensmittel GmbH das Produkt „Rewe Bio Sauerkirsch 75% Frucht 250g“ zurück. Dies erfolgt aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, da nicht ausgeschlossen werden könne, „dass sich in den Gläsern kleine transparente Glasstückchen“ befinden. Daher wird vom Verzehr des betroffenen Produkts dringend abgeraten.
Auf Inhaltstoffe achten
Neben Fructose selbst können auch Stoffe wie Sorbit, Xylit oder Maltit Beschwerden auslösen, da sie die Aufnahme von Fructose im Darm hemmen. Die folgenden Zutaten weisen ebenfalls auf Fruchtzucker hin: Zucker, Fructose, Fructose-Glucose-Sirup, Mais-Sirup, Birnendicksaft, Honig, Apfelkraut. Besonders industriell gesüßte Marmeladen enthalten oft diese Zusätze. Kein Fruchtzucker enthalten beispielsweise unverarbeitetes Fleisch, Fisch, Eier, Öle oder Hartkäse. Speziell für Fructoseintolerante gibt es Marmeladen, die entweder mit Traubenzucker oder Stevia gesüßt werden.
Tipps zum Kauf fructosearmer Marmelade bei Rewe
- Schau auf der Zutatenliste nach „Fructose“, „Fructose-Glucose-Sirup“, „Birnendicksaft“, „Honig“, „Apfelkraut“ und wähle Produkte, die diese Zutaten nicht enthalten.
- Bevorzuge Marmeladen mit niedrigem Fruchtanteil oder solche, die mit Traubenzucker oder Stevia gesüßt sind.
- Suche nach speziellen Bio- oder „Zuckerfrei“-Produkten im REGAL, insbesondere von REWE Bio, die teilweise auf zugesetzte Fructose verzichten.
- Greife zur Zitronenmarmelade oder Rhabarbermarmelade - diese Sorten haben einen sehr niedrigen Fructosegehalt.
- Wenn möglich, bereite Marmelade selbst zu und verwende fructosefreie Alternativ-Süßungsmittel.
- Im Zweifel wende dich an das Fachpersonal im Markt oder prüfe die Produktinformationen online auf den Seiten von Rewe. Relevant sind immer nur die Angaben auf dem Etikett des Produkts.
Fructosearme Marmelade - beliebte Sorten bei Rewe
Fructosearme Sorten sind beispielsweise:
- Rhabarbermarmelade
- Zitronenmarmelade
- Fruchtaufstriche mit Stevia oder Traubenzucker
- Speziell deklarierte „fructosefrei“ Produkte, meist im Diät-Regal
Die Tiefkühlvarianten aus dem REWE Sortiment können teilweise noch besser verträglich sein. Hier lohnt sich das Ausprobieren. Marmelade und Fruchtaufstriche gibt es in vielen Varianten, somit ist für jeden Geschmack etwas dabei - auch bei Fructoseintoleranz.
Marmelade bei Rewe: Auf Bio-Zertifikate und Inhaltsstoffe achten
Die Einhaltung der Kriterien wird nach der EG-Öko-Verordnung von unabhängigen, staatlich zugelassenen Kontrollstellen überprüft. Dass die Kontrollen stattgefunden haben, ist an der auf den Produkten aufgedruckten EG-Kontrollnummer zu erkennen. Wenn die Produkte aus Betrieben eines ökologischen Anbauverbandes stammen, kontrolliert dieser zusätzlich. Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt, der Vergabeprozess ist transparent. Verstößt ein Labelnehmer gegen die Vergabekriterien, so werden ihm Sanktionen auferlegt.
Für Menschen mit Fructoseintoleranz empfiehlt es sich, auf glutenfreie und laktosefreie Produkte zu achten. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind glutenfrei. Laktose, auch Milchzucker, ist Bestandteil aller Produkte, die aus Milch hergestellt werden. Veganismus und Vegetarismus sind ebenfalls Lebens- und Ernährungsweisen, die sich positiv auswirken können - besonders im Hinblick auf ethische Überzeugung und Umweltschutz.
Zusatzstoffe in Marmelade: Pektin und Calciumcitrate
Pektin (E 440) ist eine der wichtigen Gerüstsubstanzen in den Zellwänden aller Landpflanzen. Als Lebensmittelzusatzstoff wird es vor allem wegen seiner Fähigkeit, Flüssigkeiten gelartig fest zu machen, eingesetzt. Je nach Struktur und Veresterung entstehen unterschiedliche Gelierwirkungen. Am besten gilt: Marmeladen ohne künstliche Zusätze und mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen sind besser verträglich bei Fructoseintoleranz.
Relevant sind immer die Angaben auf der Etikette des Produktes. Bei Unsicherheit können Fragen zum Klima Score, zur veganen oder glutenfreien Herstellung und zur Herkunft der Rohstoffe geklärt werden.
Empfehlungen für den Alltag und Rezepte
Kekse und Kuchen kannst du mit alternativen Süßungsmitteln auch gut selber backen. Bei einer Fructoseunverträglichkeit hängt die Verträglichkeit stark von den individuellen Mengen ab. Kombination von kleinen Obstportionen mit eiweiß- und fettreichen Produkten, wie beispielsweise Quark, hilft, dass Obst besser vertragen wird.
Stärkehaltige Beilagen wie Reis, Süßkartoffeln oder Linsen sind sehr gut verträglich. Milchprodukte ohne Zusätze, insbesondere Naturjoghurt und Quark, können gut konsumiert werden.
Niemand muss auf Obst und Gemüse verzichten, nur weil er von Fructoseintoleranz betroffen ist. Die auf dieser Seite stehenden Empfehlungen und Tipps zur Fructoseintoleranz beziehen sich auf die erworbene Fructoseunverträglichkeit.
Teste am besten aus, wie viel und was du gut verträgst. Das Führen eines Ernährungstagebuchs kann dir dabei helfen.
Die Produkte von REWE bieten eine breite Auswahl an fructosearmen und -freien Marmeladen und Fruchtaufstrichen. Wichtig: Kontrollen auf Zertifikate, Gluten-, Laktose- und Veganstatus sowie genaue Prüfung der Zutatenliste und der Angaben auf dem Etikett.
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