Frau Honig rettet ein bisschen die Welt – Zusammenfassung und Analyse
„Frau Honig rettet ein bisschen die Welt“ ist Band 5 aus der beliebten Kinderbuchreihe von Sabine Bohlmann. Die warmherzige Geschichte begeistert nicht nur junge Leser, sondern auch Erwachsene, die beim (Vor-)Lesen gleichermaßen berührt und inspiriert werden. Dieses Buch ist ein weiteres magisches Abenteuer um das liebenswerte Kindermädchen Elsa Honig, die mit ihrer besonderen Art und einer Prise Magie das Leben der Kinder verbessert und verändert.
Handlung und Zusammenfassung
An einem schönen Tag, welcher das Sommerende und den Herbstanfang verkündet, ist Elsa Honig auf dem Weg in die Waisenhausstraße 13. Unter dieser Adresse findet man ein Waisenhaus, welches von Schwester Ambrosia geführt wird. Elsa Honig wiederum ist vom VFKDOEA (Vermittlungsstelle für Kinder, die ohne Erwachsene aufwachsen) entsandt worden, um Schwester Ambrosia bei der Betreuung der Waisenkinder zu unterstützen. Der Empfang gestaltet sich sehr schwierig, denn man will sie nicht hereinlassen. Als sie sich den Zutritt mit einer kleinen Schummelei verschafft hat, und sie einen kleinen Einblick erhaschen kann, wird klar, dass die Kinder ohne eine Kinderbetreuung im Waisenheim leben. Denn Schwester Ambrosia wurde vor Monaten wegbeordert.
Diesmal wird Frau Honig, das zauberhafte Kindermädchen, in einem Waisenhaus gebraucht, denn die Kinder halten von Erwachsenen nicht viel. Die hören ihnen nicht zu oder wollen sich einmischen. Zum Glück ist Frau Honig meist nicht sehr erwachsen und verspricht, sich nicht einzumischen. Dass sie sich an der einen oder anderen Stelle dann doch auf ihre Frau-Honig-Art einmischt, stört die Kinder am Ende gar nicht, im Gegenteil: Frau Honig nimmt den großen Kindern etwas von ihrer Verantwortung für die Kleineren ab, kümmert sich mit Hilfe von Magie um die Küche, lässt den Hof erblühen und bringt den Wind dazu, endlich die vielen selbstgebauten Windräder anzutreiben und damit Strom für das Haus zu erzeugen.
In der Adventszeit sorgt das Kindermädchen mit einem "Adventskalender der guten Taten" dafür, dass die Waisenkinder und die Bewohner der Straße sich besser kennenlernen und gegenseitig durch gute Taten unterstützen. Am Ende findet sich sogar für alle neun Kinder zusammen eine Familie oder anders gesagt: Das ganze Waisenhaus wird adoptiert. Frau Honig soll sich darin auch um Weihnachten kümmern müssen, damit der Zauber dieser magischen Zeit den Weg zurück zu den Waisenhauskindern findet.
Magie, Fantasie und Themenvielfalt
Mit magischer Unterstützung von fliegenden Teppichen, schwebenden Breilöffeln, Wäschekorb-Achterbahnen, magischen Waschmaschinen und Feder-Schneegestöber ist Frau Honig mehr als ein normales Kindermädchen. Ein Schwarm Bienen sind die ständige Begleitung von Elsa Honig. Und hier vermittelt die Autorin parallel zur Geschichte Wissenswertes zum Thema Bienen. Eine zahme Hausgans komplettiert die Bewohner des Waisenhauses.
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In der Geschichte werden viele wichtige Themen behandelt, denen trotz ihrer Anzahl genug Raum in der Geschichte eingeräumt wird: Rettung der Welt, Überforderung von Kindern, Vertrauen, Einsamkeit, Traurigkeit, Misstrauen, Verletzlichkeit, Vorurteile. Sie regen sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Nachdenken an. Sabine Bohlmanns Hauptprotagonistin ist empathisch und einfühlsam. Sie kann sich gut in jedes einzelne Waisenhauskind hineinversetzen, denn in ihrem Inneren hat sie sich einen Teil ihrer Kindheit bewahrt.
- Rettung der Welt im Kleinen
- Magische und fantasievolle Lösungen
- Stärkung von Zusammenhalt, Mitgefühl und Verantwortung
- Kindgerechte Darstellung von Diversität und Emotionen
Charaktere und Entwicklung
Frau Honig nimmt den großen Kindern etwas von ihrer Verantwortung für die Kleineren ab. Mit ihrer freundlichen und verständnisvollen Art macht sie den Kindern Mut und zeigt Verständnis für all ihre Probleme und Anliegen. Alle Kinder sind etwas Besonderes, mit all ihren Ecken und Kanten. Denn die machen sie zu dem, was sie sind. Wärme, Geborgenheit und Gemütlichkeit ziehen mit Elsa Honig in das ehemals kalte und ungemütliche Waisenhaus ein.
In ihrer Geschichte gelingt es Sabine Bohlmann ganz wunderbar, den Charakter jedes einzelnen Waisenkindes hervorzuheben. Auch die Räumlichkeiten des Waisenhauses werden so detailreich und lebendig beschrieben, dass man augenblicklich ein Teil der Geschichte ist.
Vergleich & Besonderheiten der Frau Honig-Reihe
Gelber Rock, gelber Mantel, gelber Hut, gelbe Schuhe - das ist Elsa Honig. Die Illustratorin Joelle Tourlonias lässt den Hintergrund des Bucheinbandes sowie Frau Honig selbst freundlich gelb erstrahlen. Die von Sabine Bohlmann entworfene Elsa Honig ist eine quasi neuzeitliche Mary Poppins, die mit viel Einfühlungsvermögen und Spiel die Beziehung zu Kindern (und Erwachsenen) aufbaut und gemeinsam mit ihren Bienen und einer Prise Magie Familiensysteme (und mehr!) wieder in Balance bringt. Oder wie es meine Jüngste formuliert: „Frau Honig ist ähnlich wie Mary Poppins. Sie hilft immer allen, aber sie ist nicht so strikt wie Mary Poppins. Und sie ist näher bei der Natur, mit ihren Bienen und den Bäumen und so. Da lernt man viel und das gefällt mir!“
Die Frau-Honig-Serie spricht Kinder auf einer großen Altersspanne an und kann wunderbar zum Vorlesen in Kindergärten und Grundschulen genutzt werden, denn die Kapitel sind nicht sehr lang. Alle erschienenen Bände der Reihe können zudem unabhängig voneinander gelesen werden, da jeder Band die Geschichte einer neuen Familie erzählt. Wer „Mary Poppins" oder „Eine zauberhafte Nanny" mag, für den ist diese zauberhafte und herzerwärmende Geschichte eine gute und richtige Wahl.
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| Band | Handlungsschwerpunkt | Zielgruppe |
|---|---|---|
| Und plötzlich war Frau Honig da (1) | Neue Familie Sommerfeld, Umgang mit Verlust | 5-12 Jahre |
| Frau Honig und das Glück der kleinen Dinge (2) | Familie Kramer, Herausforderungen und Unterstützung | 6-13 Jahre |
| Frau Honig - Wenn der Wind weht (3) | Reiche Familie Degenhardt, Wiederentdeckung des Kindseins | 8-14 Jahre |
| Frau Honig und die Magie der Worte (4) | Buchhandlung und Leseförderung | 9-15 Jahre |
| Frau Honig rettet ein bisschen die Welt (5) | Waisenhaus, Zusammenhalt, Magie und Weihnachten | 7-14 Jahre |
Die Bücher sind voller wunderbarer Worte, fantasiereichen Geschichten und Parallelen zum Alltäglichen. Viele Dinge aus den Büchern nutzen wir jetzt im Alltag. Große Freude beim Lesen und Vorlesen GARANTIERT! Liebevoll erzählte Geschichten, mit vielen Details, Wissenswertes zum Thema Bienen und alle Teile können auch einzeln gelesen werden.
Schreibstil und Didaktik
Der Schreibstil der Autorin ist gut verständlich, kurzweilig und humorvoll. Das Buch kann wunderbar zum Vorlesen verwendet werden, da die Kapitel nicht sehr lang sind und sich daher auch für jüngere Kinder eignen. Auch für Erwachsene zu empfehlen, da die stets gelb gekleidete Frau Honig die Menschen ins Zentrum rückt und auf die Kraft der Fantasie und des Spiels vertraut.
Sabine Bohlmann gibt uns viele wichtige Botschaften mit auf den Weg: Wenn jeder nur ein bisschen was dafür tut, würde aus ein bisschen Weltretten eine Riesen-Weltretterei werden, die niemand mehr stoppen könnte. Unsere Ecken und Kanten sind, die uns ausmachen. Frau Honig lehrt, an sich selbst und an positive Veränderungen zu glauben.
Fazit zu Band 5 - Ein echtes Schätzchen der Kinderliteratur
Mit dem fünften Teil der Frau Honig-Serie ist die Reihe schon längst eine richtige Herzensreihe geworden. Dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Sabine Bohlmann beweist einmal mehr, dass sie ein Garant für großartige Kinderbücher ist. In Frau Honigs Geschichten warten Lebensweisheiten und magische Momente auf kleine und große Leser. Dank der fantasievollen und empathischen Hauptfigur wird es einfach nie langweilig.
Eine warmherzige Geschichte zum Lesen und Vorlesen mit vielen wichtigen Botschaften, die zum Nachdenken anregen. Dank Sabine Bohlmanns Sprache und den atmosphärischen Illustrationen von Joelle Tourlonias entsteht ein magisches Leseerlebnis für die ganze Familie.
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