Rezept dünner Mürbeteigboden für Torten

Dieser Mürbteigboden ist die perfekte Grundlage für Torten aller Art. Egal ob Obsttorte, Tarte oder Omas Puddingkuchen: Mürbeteigboden geht immer.

Zutaten (für eine Springform Ø 26 cm)

  • 250 g Mehl (oder 150 g je nach Variante)
  • 75-100 g Zucker (je nach Rezeptvariante)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • 125 g Butter oder Margarine (weich) bzw. 100-125 g Butter in anderen Varianten
  • Optional: Vanillezucker, Zitronenabrieb, Vanillemark, Dr. Oetker Backin oder Backpulver nach Rezept

Kurzüberblick: Warum dieser Mürbteig?

Der Mürbeteigboden wird als Unterlage für Creme-Torten verwendet, damit die Torte fest steht und der Boden nicht weich wird. Mürbe­teig liebt schwere Torten, brillante Blechkuchen, knuspriges Kleingebäck und krümelige Kekse: Ohne ihn geht in der Backstube gar nichts!

Foto: dünn ausgerollter Mürbteig auf Backpapier

Vorbereitung

Zuerst die gewünschte Backform einfetten und bemehlen. Die Springform mit Backpapier auslegen und einfetten. Du erleichterst dir das spätere Herauslösen aus der Form, wenn du auch einen Streifen Backpapier auf den eingefetteten Springformrand gibst.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die Butter mit dem Zucker, Salz, dem Zitronenabrieb und dem Vanillemark verkneten. Kalte Butter mit Puderzucker verkneten, Vanillezucker zufügen und mit einer Prise Salz und einigen Tropfen Zitronenaroma würzen.
  2. Das Ei hinzugeben und weiter verkneten. Das Weizenmehl unter die Masse heben und gut verkneten. Mehl, Zucker, Salz, Ei und Butter in Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren.
  3. Die Krümel auf einer Ablage mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Mürbeteig mit den Händen glatt verkneten. Den Ei in einer Tasse leicht verrühren und etwa die Hälfte mit den restlichen Zutaten entweder mit dem Knethaken oder den Händen verkneten.
  4. Wichtig: Alle Zutaten sollten die gleiche Temperatur haben und das ist "Zimmertemperatur". Dann kann normalerweise bei dem Teig nix schief gehen.
  5. Wenn alle Zutaten gut verknetet wurden, den Teig noch in Klarsichtfolie einpacken und an einem kühlen Ort eine Stunde liegen lassen damit sich die Zutaten gut miteinander vermengen. Mürbe­teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Unser Tipp: Kühle den Mürbeteig nicht als Kugel, sondern als Platte.
  6. Den Teig nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf 2-5 mm Stärke ausrollen, dabei den Teig ein-zweimal drehen und immer schauen, dass die Fläche darunter leicht bemehlt ist damit nichts "anklebt". Wenn der Teig die gewünschte Größe hat, wird er mit einem Tortenring oder einer 26-cm-Ausstechform ausgestochen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt.
  7. Mit dem Backpapier in die Springform legen oder die Teigplatte mit dem Tortenring ausstechen: Mit dem Tortenring einen Kreis von 26 cm Ø ausstechen. Gut festdrücken - das geht sehr gut mit einem Esslöffel.
  8. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit der Teig beim Backen keine Blasen wirft. Die Teigplatte mehrmals mit einer Gabel einstechen und auf der mittleren Schiene etwa 8-15 Minuten hell bis goldbraun backen (je nach Rezept 8-10 Minuten bei Keksen oder ca. 15 Minuten bei Tortenböden).
  9. Unmittelbar nach dem Backen den Springformrand lösen und entfernen. Den Knetteig aus dem Ofen nehmen und auf ein Kuchengitter stellen. Nicht aus der Form lösen! Vorsichtig vom Blech ziehen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Infografik: richtige Temperatur & Kühlzeiten für Mürbeteig

Blindbacken (vorbacken)

Du kannst Mürbeteig auch ohne Füllung vorbacken - also blindbacken. Der Teig lässt sich problemlos einfrieren - am besten zu einer Platte ausgerollt in einem Gefrierbeutel. Saftiges Obst sollte nicht direkt auf den Teig gelegt werden, weil der Mürbeteig sonst schnell matschig wird. Am besten vorher mit gemahlenen Nüssen oder Paniermehl bestreuen oder erst ohne Füllung backen und dann mit geschmolzener Schokolade bestreichen.

Temperatur & Backzeit - Orientierung

Backart Temperatur (O/U) Umluft Backzeit
Tortenboden (Ø 26 cm) 175-180 °C 150-160 °C ca. 15 Minuten
Kekse 200 °C 175 °C 8-10 Minuten
Gefüllte Kuchen (mit Füllung) 175-180 °C 150-160 °C 30-60 Minuten (abhängig von Füllung)

Varianten & Tipps

  • Besonders fein wird der Mürbeteig, wenn du 50 g des Mehls durch Speisestärke oder gemahlene Mandeln ersetzt.
  • Beim Mehl kann man auch variieren, je nach Gusto Vollkorn oder Dinkelmehl, oder auch mischen. Dann kann es aber sein durch die unterschiedlichen Kleberanteile der Mehle, dass noch etwas mehr Butter oder etwas Ei zugegeben werden muss. Am Schluss muss der Teig geschmeidig sein und darf nicht "krümeln".
  • Der Teig klebt immer wieder am Nudelholz? Dann ist der Mürbeteigboden noch zu warm! Der Teig lässt sich beim Ausrollen überhaupt nicht in Form bekommen? Womöglich ist er noch zu kalt. Lasse ihn einfach kurz bei Zimmertemperatur temperieren.
  • Wenn ihr einen Tortenring besitzt, stellt diesen jetzt um den Boden; ansonsten könnt ihr den Springformrand verwenden.
  • Ihr seht die Leisten auf Bild 5: Damit der Teig auch gleichmäßig dick ausgerollt wird, kann man sich da eine schöne Hilfe selber basteln.
  • Wer es eilig hat: Als schnelle Alternative aus den Zutaten einen Streuselteig zubereiten. Streusel in die gefettete Springform geben und mit einem Löffel zu einem festen Tortenboden andrücken. Mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  • Wunderbar, wenn du den Mürbeteig mit Freude und Leidenschaft knetest. Allerdings sollte das Verkneten zügig ablaufen. Denn wird der Teig zu lange verarbeitet, verlieren die Zutaten ihre Bindung.
Video: Ausrollen und Blindbacken eines dünnen Mürbeteigbodens

Verarbeitung nach dem Backen

Das Gelee in einem kleinen Schüsselchen mit etwas heißem Wasser glattrühren und auf dem Boden verstreichen. Das geht sehr gut mit einem Backpinsel. Darauf den vorbereiteten Biskuitteig verteilen und in den Backofen zurückstellen. Der Boden schmeckt so schon sehr gut und kann jetzt belegt werden. Wenn er aber abgedeckt über Nacht ruhen kann, wird der Mürbeteig etwas weicher und der Biskuit entspannter. Ihr kennt das ja schon. Gebt den Dingen etwas Zeit und sie werden noch besser.

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Tipps zur Haltbarkeit und Vorbereitung

  • Ihr könnt dieses Rezept auch gut mit der doppelten Menge nutzen und dann die Hälfte des Teigs einfrieren.
  • Im Kühlschrank hält sich der fertig geknetete Teig mindestens 30-60 Minuten; länger ist unproblematisch.
  • Zum Ausrollen braucht es etwas Mehl - aber nicht zu viel, ansonsten wird er bröselig und lässt sich nicht mehr gut verarbeiten.

Ernährungs-Infos (Beispiel)

Nährwerte-Beispiel für eine Portion Gesamt: 2170 kcal, 33 g Eiweiß, 112 g Fett, 257 g Kohlenhydrate (für das gesamte Rezept).

Rezept von Lutricia mit Liebe verfasst, entwickelt und gebacken. Rezeptautor:in und Varianten sind mehrfach erprobt und geben hilfreiche Tipps & Tricks für den Knetteig.

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