Donauwelle Rezept mit Sahne und Pudding

Donauwellen vom Blech, ein absoluter Kuchenklassiker, kommen immer gut an. Kein Wunder: Schon die Basis - eine Art saftiger Marmorkuchen - hat viele Fans. Und wird dann auch noch getoppt von einer köstlichen Vanillecreme, fruchtigen Kirschen und etwas Schokolade.

Warum die Donauwelle ein Klassiker ist

Mit einem Stück Donauwelle bringst du kulinarische Nostalgie und Backtradition auf den Kuchenteller. Der süße Klassiker setzte sich in den 1960er- bis 1970er-Jahren so richtig durch - Er ist praktisch ein Blechkuchen aus der Zeit des Wirtschaftswunders. Das Prinzip des Schichtens hat die moderne Backkultur geprägt: Rührteig, Obst, Creme, Glasur.

Zutaten (für ein tiefes Backblech / 32×24-35×25 cm)

  • Für den Rührteig: Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier, Weizenmehl, Backpulver, Salz, Milch, Kakaopulver, 1 Glas Sauerkirschen (abgetropft)
  • Für die Buttercreme / Puddingfüllung: Vollmilch, Puddingpulver oder Stärke (je nach Variante), Zucker, Vanille (Mark oder Vanillezucker), sehr weiche Butter
  • Für die Glasur: Zartbitter-Kuvertüre und etwas neutrales Pflanzenöl oder Kokosfett

Beispiele aus den verwendeten Rezeptvarianten: 500 g Mehl, 375 ml Milch (geteilt), 300 g sehr weiche Butter oder Margarine, 250 g Zucker, 5 Eier, 2 Gläser Sauerkirschen, 3 EL Backkakao, 900 ml Milch für die Puddingzubereitung, 250 g sehr weiche Butter für die Creme, 400 g Zartbitterkuvertüre und 2 EL Kokosöl für die Glasur.

Vorbereitung und allgemeine Tipps

Den Backofen auf 175-180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen; ein tiefes Blech oder eine eckige Backform fetten oder mit Backpapier auslegen. Die Butter für die Buttercreme aus dem Kühlschrank nehmen und beiseite stellen. Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die Frischhaltefolie sorgt dafür, dass der Pudding keine Haut bekommt.

Die perfekte Buttercreme, ohne Gerinnen: Wenn die Butter und der Vanillepudding keine stabile Verbindung bilden, kann die Buttercreme gerinnen. Damit das nicht passiert, solltest du darauf achten, dass Butter und Pudding beim Verrühren die gleiche Temperatur haben - am besten Zimmertemperatur. Den Pudding gibst du löffelweise zur weichen Butter.

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Teig zubereiten (Schritt-für-Schritt, Sorgfalt ist wichtig)

Für den Teig die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schön schaumig schlagen, die Eier nach und nach einzeln unterrühren. Das Mehl mit Backpulver und Salz mischen und im Wechsel mit der Milch unter die Butter-Eier-Masse rühren. Der Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen - evtl. benötigt ihr etwas mehr oder weniger Milch. Die Hälfte des Teigs auf dem Backblech verstreichen.

Zum restlichen Teig Kakaopulver und 1-2 Esslöffel Milch geben, gut verrühren. Den dunklen Teig auf den hellen Teig streichen. Entweder mit einer Gabel durchziehen, sodass ein Marmormuster entsteht, und dann mit Kirschen belegen. Oder die Kirschen direkt mit einem Löffelrücken oder Teigschaber in den Teig drücken, damit eine Art Wellenmuster entsteht.

Eine wichtige Konsistenzregel: Der Teig darf keinesfalls zu luftig oder zu locker werden. Was dann passiert ist, dass die Kirschen bis zum Boden durchsinken und der dunkle Teig sich eben nicht so schön um die Kirschen legt. So wunderbar ein fluffiger Marmorkuchen ist, bei der Donauwelle brauchen wir einen festeren Teig!

Die Kirschen dürfen abtropfen, und wer Angst hat, dass die Kirschen zu tief in den Teig sinken, kann die Kirschen vor dem Aufsetzen auf den Teig in etwas Mehl dippen. Das Blech im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C / Umluft: 150-160 °C) 30-35 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Das Blech aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Donauwelle auf dem Blech mit Kirschen und Schokoglasur

Pudding / Sahnefüllung zubereiten

Für die klassische Variante Puddingpulver, Zucker und etwas Milch glatt rühren. Übrige Milch aufkochen, das angerührte Puddingpulver einrühren und unter Rühren etwa 1 Minute köcheln lassen. In eine Schüssel füllen, Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen und abkühlen lassen. Wer ohne Puddingpulver arbeitet, kocht einen Vanillepudding mit Speisestärke: Hälfte der Milch mit Zucker und Vanille aufkochen, restliche Milch mit Stärke glatt rühren, einrühren, nochmals aufkochen lassen, abkühlen.

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Für Varianten mit Sahne: Sahne mit Vanillezucker steif schlagen, Gelatine einweichen und auflösen, etwas Sahne in die Gelatine rühren und dann unterheben. Kalten Pudding gut durchrühren und die Sahne unterheben. Pudding halbieren und auf den Böden verteilen und glatt streichen. 2-3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Buttercreme-Fertigstellung

Die Buttercreme mache ich z.B. Ich persönlich bereite die Buttercreme immer schon vor, sobald der Rührteigboden im Ofen ist. Als erstes muss ja der Pudding gekocht werden und abkühlen, damit er dieselbe Temperatur wie die Butter hat. Dann gelingt die Buttercreme bestimmt, versprochen! Die Butter mindestens 1-2 Stunden vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und in Würfel schneiden. So kommt die Butter schneller auf Zimmertemperatur.

Schlagt zunächst die Butter mit dem Puderzucker schaumig und rührt den Pudding dann langsam esslöffelweise unter. Den kalten Pudding rührst du esslöffelweise bei niedriger Geschwindigkeit unter die Butter. Zwischen jedem Löffel 20-30 Sekunden weiter rühren. Die Butter-Pudding-Creme verstreichst du gleichmäßig auf dem Kuchen und stellst ihn für mindestens 60 Minuten in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird. Da bei uns in den nächsten Jahren sicher noch viele Kindergartenfeste, Schulfeiern, Geburtstage und Co anstehen, für die ich leckere Blechkuchen brauche, würde ich mich über ein paar Inspirationen von euch freuen.

Pudding und buttercreme in Schüssel, aufgeschlagene Butter

Schokoguss und Wellenmuster

Für den Guss die Schokolade grob hacken und mit dem Fett im heißen Wasserbad schmelzen. Empfehlung: Zartbitterkuvertüre mit etwas Kokosöl oder neutralem Pflanzenöl mischen. Durch das Öl härtet die Schokolade nicht wieder komplett aus und lässt sich besser schneiden. Außerdem ist kein Temperieren nötig, sondern die Schokolade hat einen wunderbaren Glanz.

Die Kuvertüre lässt du unter Rühren fast abkühlen, sie sollte also flüssig und leicht lauwarm. Wenn sie nämlich zu warm ist, bleibt das Wellenmuster nicht so stabil, wenn du es formst. Auf der Butter-Pudding-Creme verstreichst du die Kuvertüre gleichmäßig mit einem Teigschaber und verzierst die Oberfläche mit zum Beispiel einem gezackten Teigschaber, der macht die schönen Wellen. Das Wellenmuster kannst du ganz einfach mit Hilfe eines gezackten Teigschabers in die Schokoglasur zeichnen. Wichtig ist, dass die Kuvertüre nicht ganz ausgekühlt, aber noch weich ist. Das bedarf ein wenig Fingerspitzengefühl, ist aber nicht so schwer, wie es vielleicht aussieht.

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Wellenmuster auf Schokoglasur mit gezackter Teigkarte

Kühlzeiten und Anschneiden

Es ist 2 mal 60 Minuten Kühlzeit notwendig. Die Buttercreme sollte richtig fest werden; dafür muss der Kuchen für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank. Über Nacht geht aber auch. Warte mit dem Anschneiden der Donauwelle so lange, bis die Schokoglasur aus Kuvertüre vollständig ausgehärtet ist. Dann erwärmst du ein Messer unter heißem Wasser und trocknest es kurz ab. Damit kannst du besser durch die Kuvertüren-Decke schneiden, ohne dass sie bricht.

Varianten: mit Sahne, Quark oder Gelatine

Ich persönlich stehe ja auf die klassische Donauwelle mit Pudding-Buttercreme, auch wenn es inzwischen zahlreiche Varianten etwa mit Sahne, Quark oder Beeren gibt. Die Donauwellen aus saftigem Marmorkuchen und Kirschen aus dem Glas sind mit Sahnefüllung easy und schnell selbstgemacht.

Für die Sahne-Variante: 400 g Schlagsahne mit Vanillezucker und Sahnefestiger steif schlagen, kalten Pudding unterheben und Gelatine nach Packungsanleitung verwenden, damit die Creme stabil wird. Pudding halbieren, auf die Böden verteilen und 2-3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Gelingtipps & Troubleshooting

  • Schlag die Butter lieber 5-7 Minuten länger auf, als es sein muss und erst dann rührst du langsam und löffelweise den Pudding unter.
  • Kleinen Klümpchen kannst du außerdem schon vorab vorbeugen, indem du den Pudding mit Frischhaltefolie bedeckt abkühlen lässt.
  • Sollte die Buttercreme doch einmal beginnen, auszuflocken, dann füll die Masse in eine Metallschüssel und setz sie über ein Wasserbad. Bei kräftigem Schlagen der Masse, während des Aufwärmens, streicht sich die Creme wieder glatt.
  • Der Teig sollte fest aber saftig sein; wenn er zu luftig ist, sinken die Kirschen durch.
  • Den Guss nicht zu warm auftragen und testen: er sollte sich neutral am Finger anfühlen.

Lagerung und Vorausbacken

Backst du die Donauwelle einen Tag im Voraus, ist das der perfekte Zeitpunkt. Im Kühlschrank ziehen über Nacht die Aromen der Sauerkirschen in den Teig und die Buttercreme wird stabil und schnittfest. Sind nach deiner Kaffeerunde noch Kuchenreste übrig, kannst du diese noch zwei Tage nach dem Backen genießen. Die Kirschen sorgen dafür, dass der Kuchen nicht austrocknet.

Schritt-für-Schritt: Donauwelle backen und glasieren

Häufige Fragen

  1. Sind Donauwelle und Schneewittchenkuchen das Gleiche? Beide Kuchennamen beschreiben dasselbe Gebäckstück. Die Bezeichnung „Schneewittchen“ bezieht sich auf die Beschreibung, die auch auf die Märchenfigur zutrifft: „Schwarz wie Ebenholz“, „Weiß wie Schnee“, „Rot wie Blut“.
  2. Wie vermeide ich, dass die Buttercreme gerinnt? Pudding und Butter müssen dieselbe Temperatur haben, am besten Zimmertemperatur, und der Pudding löffelweise eingerührt werden.

Kurzanleitung (kompakt)

  1. Backofen vorheizen, Backblech vorbereiten.
  2. Teig rühren, helle Hälfte auf Blech verstreichen, dunkle Hälfte mit Kakao und Milch anrühren und daraufgeben, Kirschen verteilen.
  3. 30-35 Minuten backen, auskühlen lassen.
  4. Pudding kochen, mit Frischhaltefolie abdecken, vollständig abkühlen lassen.
  5. Butter aufschlagen und Pudding löffelweise einrühren, Creme auf Kuchen streichen, kalt stellen.
  6. Kuvertüre mit Öl schmelzen, lauwarm aufstreichen, Wellenmuster ziehen, fest werden lassen.

Probiert das Rezept unbedingt aus und wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch gerne! Ich wünsche dir einen süßen Appetit.

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