Rezepte für Nachtisch mit Weihnachtskeksen
Es ist wie verhext. In der Adventszeit komme ich mit dem Kekse backen kaum hinterher, weil mir die Kinder die Leckereien schon vom Blech weg auffuttern. Da muss ich die Kekse sogar rationieren, damit mir für die Weihnachtstage überhaupt welche übrig bleiben. Aber sowie Weihnachten vorüber ist, schaut sie keiner mehr an. Naja, da ist jetzt Kreativität gefragt.
Denn auch wenn es nicht viele Kekse bis nach Weihnachten geschafft haben, ein paar sind noch da. Die dürfen jetzt mit einer Mascarponecreme und fruchtigem Apfel-Birnenkompott ins Glas. Wer schon einmal Tiramisu zubereitet hat, der weiß: eine wichtige Zutat ist die Zeit. Denn durch das Stehenlassen im Kühlschrank saugen sich die Keksbrösel mit Flüssigkeit voll und werden schön weich. Das perfekte Dessert also für Silvester und andere besondere Abende und Tage.
Warum Weihnachtskekse weiterverwerten?
Gerade im Weihnachtsgebäck stecken neben vielen leckeren Zutaten vor allem auch Zeit und Liebe. Alles wertvolle Ressourcen, weswegen ein Wegwerfen für mich nicht infrage kommt. Zum Glück sind die Weihnachtskekse bis zu 3 Monate haltbar. Manchmal sogar noch darüber hinaus.
Wenn sich nach Weihnachten die Weihnachtsplätzchen in allen Ecken des Vorratsschranks tummeln, aber nicht mal mehr meine Kinder Lust auf Kekse oder Spritzgebäck und Co. haben, stellt sich die Frage: Was machen wir damit? Wegschmeißen möchte man die liebevoll gebackenen Plätzchen natürlich nicht und Weiterverschenken ist nach Weihnachten auch keine Option mehr. Stattdessen kann man den Zuckerteilchen ganz leicht ein neues Leben einhauchen.
Grundideen für Keks-Reste-Desserts
- Trifle oder Tiramisu-Variation: Zerstoße die Kekse grob, schichte sie abwechselnd mit Creme und Fruchtkompott in Gläser.
- Kuchenboden oder No-Bake-Torte: Aus feinen Keksbröseln und Ganache entsteht ein Kuchenteig, der nicht in den Ofen muss.
- Crumble-Variation: In deinem liebsten Crumble-Rezept kannst du Mehl und Zucker ganz oder teilweise durch Keksbrösel ersetzen.
- Auflauf: Ein Spekulatius-Kirsch-Auflauf ist ein „One Pot“ Gericht, das deftiger daherkommt und Keks-Reste verwendet.
- Cake-Pops oder Muffins: Ausgehärtete, etwas festere Keksmasse kann zu Cake-Pops oder kleinen Kuchen verarbeitet werden.
Rezept 1: Apfel-Birnen-Tiramisu im Glas (mit Weihnachtskeksen)
Dieses Tiramisu kann man im Grunde mit allen beliebigen Keksen zubereiten. Am besten eignen sich dafür trockene Mürbteigkekse und Lebkuchen. Falls die Kekse mit Marmelade und/oder Nougatcreme gefüllt wurden, ist dies eigentlich auch kein Problem, solange sie trocken genug zum Zerkleinern sind. Am besten zerkleinert man die Kekse mit einem Multizerkleinerer. Keine selbst gemachten Kekse zuhause? Dann kann man natürlich auch gekaufte verwenden.
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Zutaten Apfel-Birnenkompott
- 500 g Äpfel und Birnen (gemischt)
- 250 ml Apfelsaft
- 50 ml Zitronensaft
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- 1/2 Pkg. Vanillepuddingpulver
Zutaten Creme
- 250 g Mascarpone
- 250 g Topfen
- 150 g Joghurt
- 1 Pkg. Vanillezucker
- 50 g Staubzucker
- Saft von einer halben Zitrone
Zubereitung Kompott
Für das Kompott die Äpfel und Birnen schälen, entkernen und klein würfeln. Diese mit 200 ml Apfelsaft, dem Zitronensaft, Zucker und Zimt ein paar Minuten köcheln lassen (die Fruchtwürfel sollen unbedingt bissfest bleiben, also nicht zu lange köcheln). Die restlichen 50 ml Saft mit dem Puddingpulver verrühren und in die kochende Flüssigkeit einrühren. Den Pudding köcheln lassen, bis er eindickt. Den Topf von der Herdplatte ziehen, zudecken und das Kompott vollständig auskühlen lassen.
Zubereitung Creme und Schichten
Für die Creme alle Zutaten miteinander verrühren und in einen Spritzsack mit glatter Tülle füllen. Die Gläser vorbereiten und zuerst den Boden mit zwei Esslöffel Keksbrösel bedecken. Danach zwei bis drei Esslöffel Kompott darauf geben und schließlich mit dem Spritzsack etwas Creme aufspritzen. Wer schon einmal Tiramisu zubereitet hat, der weiß: eine wichtige Zutat ist die Zeit. Denn durch das Stehenlassen im Kühlschrank saugen sich die Keksbrösel mit Flüssigkeit voll und werden schön weich.
Abgedeckt mit Frischhaltefolie kommt das Tiramisu in den Kühlschrank und kann so perfekt durchziehen. Dieses Dessert ist ideal für festliche Anlässe, Brunch oder einfach als raffinierte Resteverwertung.
Rezept 2: Tiramisu-Plätzchen (Keks-Sandwich im Tiramisu-Stil)
Tiramisu ist vermutlich das bekannteste Dessert der italienischen Küche. Sein Name - tira mi su bedeutet übersetzt so viel wie „zieh mich hoch“ - ist ein Hinweis auf eine der Hauptzutaten der Süßspeise, den Espresso. Dieser wird klassisch verwendet, um Löffelbiskuits zu tränken. Diese stapelt man dann mit Mascarponecreme und bedeckt alles mit einer großzügigen Schicht Kakaopulver.
Doch wie schmeckt das Ganze nun als Keks, als Tiramisu-Plätzchen? Kurzer Spoiler vorweg: absolut phänomenal.
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Zutaten Teig
- 150 g weiche Butter
- 120 g Zucker
- 1 Ei
- 1 EL Kakaopulver
- 1 TL Espressopulver
- 250 g Mehl
- 1/2 TL Backpulver
Zutaten Creme
- 200 g Mascarpone
- 50 g Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 2 TL Marsala oder Amaretto (optional)
Zubereitung
Schlage Butter und Zucker cremig auf und rühre das Ei ein. Hebe Kakao und Espressopulver unter. Mische Mehl und Backpulver und knete alles zu einem glatten Teig. Rolle den Teig aus und stich hübsche Formen daraus. Backe die Plätzchen nur kurz, damit sie außen knusprig, aber innen weich sind und kühle sie gut ab. Während sie langsam auskühlen, widmest du dich der Creme. Diese schlägst du aus Mascarpone, etwas Puderzucker, Vanille und einem Hauch Marsalawein (wenn keine Kinder mitessen) auf. Sobald die Plätzchen kühl und fest genug sind, setzt du jeweils einen Klecks Creme zwischen zwei Kekse und klappst diese zu wie ein Sandwich. Natürlich darf auch die feine Schicht Kakao nicht fehlen, denn ohne Kakao ist kein Tiramisu komplett.
Bestäube die fertigen Plätzchen leicht mit Kakaopulver. Lagere die Plätzchen im Kühlschrank und genieße sie am besten innerhalb von 1-2 Tagen.
Schnelle Abwandlungen und Tipps
- Kekse zerbröseln: grob mit Hilfe eines Glases oder fein mit der Küchenmaschine. (Thermomix: 8 Sek.)
- Aus feinen Keksbröseln (z. B. Spritzgebäck oder Butterkekse) und Ganache entsteht in ein paar Minuten (+ Kühlzeit) ein Kuchenteig, der nicht in den Ofen muss.
- Für festen Cake-Pop-Teig eignen sich normale Holzspieße als Stiele.
- Wenn dir eher nach etwas Frischerem, Cremigerem ist, empfehle ich einen Keks-Reste-Kuchenboden mit „Milch“-Schicht und Obst.
- Im Sommer friere ich diese Art von Ruck-Zuck-Torte gerne ein und serviere eine No-Bake-Eistorte.
- In deinem liebsten Crumble-Rezept kannst du Mehl und Zucker auch gegen Keksbrösel ersetzen - in Teilen oder komplett. Auch der benötigte Fett-Anteil wird etwas kleiner, da Weihnachtsplätzchen in der Regel viel Butter oder Margarine enthalten.
Weitere Rezeptideen mit Keks-Resten
- Spekulatius-Kirsch-Auflauf: ein „One Pot“ Auflauf mit Keks-Stückchen, schnell und herzhaft-süß.
- Keks-Kuchenboden mit Obst und süßer Sahne als einfache No-Bake-Alternative.
- Ruck-Zuck-Torte: Schichten aus Keksbröseln, Creme und Früchten, ideal zum Einfrieren.
- Mini-Desserts im Glas: Variiere mit Joghurt, Topfen, Mascarpone und saisonalem Kompott.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Damit du die Plätzchen auch nach Weihnachten noch essen oder weiterverwerten kannst, ist die richtige Aufbewahrung wichtig. Dafür empfehlen sich für die meisten Plätzchensorten Blechdosen. Neben dem richtigen Material des Behälters ist übrigens der richtige Ort entscheidend. Die Plätzchen-Dosen sind auch nach den Feiertagen noch gut gefüllt?! Dann findest du passende Keks-Reste Rezepte, um einfache und gute Alternativen daraus zu zaubern.
| Plätzchenart | Empfohlene Verwendung | Haltbarkeit (bei richtiger Lagerung) |
|---|---|---|
| Trockene Mürbteigkekse | Tiramisu, Keksboden, Crumble | bis zu 3 Monate |
| Lebkuchen | Zerbröseln für Trifle oder Kuchenboden | manchmal länger als 3 Monate |
| Gefüllte Kekse | Fein zerkleinert in Cremeschichten | abhängig von Füllung (kühl lagern) |
Praktische Küchenhelfer
- Multizerkleinerer oder Küchenmaschine: Für feine und gleichmäßige Keksbrösel.
- Spritzsack mit glatter Tülle: Für saubere Cremeschichten und Dekoration.
- Gläser oder Dessertschälchen: Für hübsche Schichtdesserts wie Trifle oder Tiramisu.
Die entstandenen Naschereien könnten sogar die Frage aufwerfen, ob die Resteverwertung oder das Original die bessere Wahl sind. In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Streitereien, welche Plätzchen denn dieses Jahr wieder im Ofen landen sollen. Engelsaugen oder doch lieber Spitzbuben, Spritzgebäck oder Anisplätzchen? Die Meinungen gehen auseinander - zumindest, bis du dieses Rezept für Tiramisu-Plätzchen auf den Tisch legst. Dann sind sich plötzlich alle einig, dass dieses die richtigen Kekse für dieses Jahr sind.
Und - in was verwandelst du deine Keks-Reste?
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