Ist Schokolade für Hunde giftig?

Schokolade ist für Menschen ein Genuss - für Hunde jedoch potenziell tödlich. Der gefährliche Inhaltsstoff Theobromin, ein Alkaloid aus der Kakaopflanze, kann von Tieren nur sehr langsam abgebaut werden. Theobromin ist ein natürlicher Pflanzenstoff, der in Kakaobohnen vorkommt - also in Schokolade, Kakao und manchen Backwaren. Theobromin ist ein Inhaltsstoff aus der Gruppe der so genannten Methylxanthine, die in Kakaobohnen, aber auch in Kaffee oder Tee enthalten sind.

Kakaobohnen und Schokolade

Warum ist Schokolade für Hunde (und Katzen) giftig?

Schokolade enthält Theobromin, das das Herz, das Nervensystem und die Nieren belastet. Theobromin ist ein koffeinähnlicher Stoff, den Menschen aufgrund eines in ihrem Organismus enthaltenen Enzyms schnell abbauen und ausscheiden können - Hunden jedoch fehlt dieses Enzym. Die Folge: Theobromin kann bei Hunden nur sehr langsam abgebaut werden und durch seine lange Verweildauer im Körper für verschiedene Symptome verantwortlich sein. Zudem ist in manchen Schokoladensorten in geringen Mengen Koffein enthalten. Schokolade enthält zwei ähnliche Chemikalien, die von Hunden nicht gut verstoffwechselt werden können: Theobromin und Koffein.

Welche Schokolade ist besonders gefährlich?

Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten. Die größte Menge Theobromin ist in Kakaopulver zum Backen enthalten (14-26 mg/g). Dunkle Schokolade mit 90 % Kakao enthält 26 mg/g, Zartbitter-Schokolade 5-8 mg/g und Milchschokolade nur 1,5-2 mg/g. Die größte Gefahr geht daher vom Backkakao im Haushalt aus. Je nach Art des Produktes ist Theobromin in unterschiedlicher Menge enthalten. Kakaobohnen sind die Grundlage für Kakaopulver und Schokoladen und je nach Art des Produktes ist Theobromin in unterschiedlicher Menge enthalten.

Wie viel Theobromin/Schokolade ist gefährlich?

Bereits 20 mg Theobromin/kg Körpergewicht können Symptome verursachen, ab 100 mg/kg kann es lebensgefährlich werden. Vergiftungserscheinungen ergeben sich beim Hund bereits nach Aufnahme von 250-500 mg/kg Körpermasse, bei der Katze bei 200 mg/kg Körpermasse. Ab rund 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht äußern sich die Vergiftungserscheinungen durch Durchfall, Erbrechen oder starken Durst; über 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht leiden viele Hunde an Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen. Dennoch: Die oben genannten Werte dienen lediglich als Richtwerte und zur groben Einschätzung. Jeder Hund kann unterschiedlich sensibel reagieren.

Tabelle: Richtwerte für Theobromin-Gehalte (mg/g) in Schokoladenprodukten

Produkt Theobromin (mg/g)
Kakaopulver (Backkakao) 14-26
Dunkle Schokolade (90 %) 26
Zartbitter 5-8
Milchschokolade 1,5-2

Symptome einer Theobromin-Vergiftung

Symptome einer Theobromin-Vergiftung treten meist innerhalb von 2-12 Stunden auf und reichen von Unruhe, Erbrechen, Zittern und erhöhter Herzfrequenz bis hin zu Krämpfen, Atemnot und Herzversagen. Bereits kurz nach dem Verzehr von Schokolade durch den Hund können sich verschiedene Symptome zeigen: Verdauungsprobleme, Erbrechen und Durchfall können die Folge sein; ebenso eine erhöhte Herzfrequenz, Krämpfe, Muskelzittern bis hin zu inneren Blutungen und Atemstillstand. Viele Hunde können nach dem übermäßigen Verzehr von Schokolade zudem blind werden. In schweren Fällen kann es bei Hunden auch zu Muskelzittern, Krampfanfällen und Herzversagen kommen.

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Symptome: Unruhe, Erbrechen, Zittern

Wie schnell treten Symptome auf und wie lange halten sie an?

Symptome fangen in der Regel einige Stunden nach der Aufnahme der Schokolade an und klingen innerhalb von 24 Stunden wieder ab. Klinische Anzeichen einer Schokoladenvergiftung treten normalerweise innerhalb von 6-12 Stunden nach der Aufnahme auf und können je nach verzehrter Menge tagelang anhalten. Theobromin kann durch seine lange Verweildauer im Körper für verschiedene Symptome verantwortlich sein.

Was tun, wenn mein Hund Schokolade gefressen hat?

Im Verdachtsfall gilt: Nicht abwarten! Ermitteln Sie mithilfe des Schokoladen-Rechners, ob Ihr Tier gefährdet ist, und kontaktieren Sie sofort Ihren Tierarzt oder eine Tierklinik. Mit unserem Schokoladenrechner können Sie in ein paar Klicks berechnen, ob Ihr Hund eine giftige Menge an Schokolade gefressen hat. Geben Sie dazu das Gewicht des Tiers sowie Art und ungefähre Menge der Schokolade ein. Die Berechnung ersetzt keine tierärztliche Untersuchung und basiert auf Schätzwerten, die je nach Produkt abweichen können.

Bitte beachten Sie, dass Kakaobohnen ein Naturprodukt sind und die Menge der für Tiere giftigen Inhaltsstoffe (Theobromin und Koffein) auch in gleichartigen Schokoladenprodukten variiert. Zudem gibt es von Tier zu Tier individuelle Unterschiede in der Empfindlichkeit. Im Zweifelsfall ist es immer besser, die aufgenommene Schokolade vor dem Auftreten von Vergiftungserscheinungen aus dem Körper zu eliminieren, also sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Bitte setzen Sie sich schnell mit einem Tierarzt in Ihrer Nähe in Verbindung. Sie sollten dringend mit Ihrem Hund bei einem qualifizierten Tierarzt oder einer Tierklinik vorstellig werden. Bitte setzen Sie sich mit einem Tierarzt in Verbindung.

Erste Hilfe und tierärztliche Behandlung

Es gibt kein spezielles Gegengift. Die Behandlung erfolgt symptomatisch (z. B. Infusion, Aktivkohle, Herzmedikamente). Die Behandlung einer Schokoladenvergiftung hängt von verschiedenen Faktoren ab und besteht darin, die weitere Aufnahme der toxischen Substanzen zu verhindern. Hierzu setzt der Tierarzt in der Regel spezielle Medikamente ein, um das Erbrechen herbeizuführen, und beginnt eine orale Therapie mit Aktivkohle. Parallel leitet er meist erste Maßnahmen ein, das Gift aus dem Organismus des Hundes auszuscheiden. Achtung: Tierhalter sollten auf keinen Fall versuchen, bei Vergiftungserscheinungen den Hund selbst zum Erbrechen zu bringen.

Anleitung: Wann zum Tierarzt bei Schokoladenaufnahme

Vorbeugung: Wie kann ich eine Vergiftung verhindern?

  • Am effektivsten ist es, Schokolade und andere Süßigkeiten außer Reichweite von Haustieren aufzubewahren.
  • Daher gilt: Tierhalter sollten dem Hund keine Schokolade geben, auch nicht als Belohnung oder kleine Nascherei vom Esstisch.
  • Besonders während Advents- und Weihnachtszeit, Valentinstag oder Ostern sollte Schokolade gut verstaut werden.
  • Seien Sie besonders vorsichtig mit Backkakao und dunkler Schokolade (hoher Kakaoanteil).

Besondere Hinweise

Es ist erwähnenswert, dass einige Tiere möglicherweise nicht mit der aufgenommenen Menge an Theobromin oder Koffein Probleme haben, sondern mit anderen in der Schokolade enthaltenen Bestandteilen wie Zucker und Fetten. Ein Sonderfall ist Schokolade, die den Süßstoff Xylit oder Xylitol enthält. Xylit kann beim Hund zu schwerwiegenden Unterzuckerungen und Leberschäden führen und ist daher ebenfalls hochgefährlich.

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Wann ist der Tierarzt das Maximum?

Wenn beobachtet wurde, wie der Hund Schokolade gefressen hat oder erste Vergiftungserscheinungen auftreten, sollte der Hund umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden - vorsichtshalber auch bei dem Verzehr kleiner Mengen Schokolade. Im Zweifelsfall ist es aber immer besser, einen Tierarzt hinzuziehen.

Realität! Ja, Schokolade ist tatsächlich giftig für Hunde und kann katastrophale Folgen für ihre Gesundheit haben oder sogar ihr Leben gefährden. Aufgrund des starken Geruchssinns von Hunden besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Haustier Ihre Valentinstags- oder Ostergeschenke schnell entdeckt und beschließt, sie vom Tisch oder aus dem Vorratsschrank zu stehlen.

Hund neben geöffnetem Schokoladenpaket (Gefahr zu Hause)

Die Zahl der Hunde, die jedes Jahr durch den Verzehr von Schokolade sterben, ist gering, dennoch ist Vorsicht geboten: Schon in geringen Mengen kann Schokolade toxisch für Hunde sein. Wie so oft macht die Dosis das Gift - bereits kleinste Mengen können ausreichen, dass die oben genannten Symptome bei Hunden auftreten. Das Risiko hängt jedoch nicht nur von der Menge an Schokolade ab, sondern auch davon, welche Schokoladenart der Hund gefressen hat und wie groß und schwer der Hund ist.

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