Coppenrath Verlag — Der kleine Lord: Informationen, Inhalt und Bedeutung des Klassikers
Weihnachten steht kurz bevor, die ersten Weihnachtsartikel stehen schon zum Verkauf, da darf so ein Klassiker wie "Der kleine Lord" nicht fehlen. Die anrührende Geschichte um den hartherzigen Earl of Dorincourt und Cedric ist mehr als hundert Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung noch immer herzerweichend. Ein Klassiker, der in keinem Bücherregal fehlen darf!
Handlung in Kürze
Der kleine Cedric Errol, ein ganz normaler amerikanischer Junge, erhält erschreckende Neuigkeiten: Er soll der zukünftige Earl von Dorincourt werden und ist fortan Lord Fauntleroy. Cedric Errol ist ein kleiner Junge aus New York. Seine Mutter ist Amerikanerin, aber was er bis dahin nicht wusste, ist, dass sein verstorbener Vater ein Sohn des kaltherzigen englischen Earl of Dorincourt ist. Seine beiden Onkel väterlicherseits sind kinderlos gestorben, somit ist Cedric der einzige noch lebende Nachfolger. Er soll nun den Grafentitel erben, muss dafür aber nach England ziehen.
Schweren Herzens verlässt der kleine Cedric seine Freunde und macht die lange Schiffsreise quer über das grosse Wasser nach England. Dort angekommen, wohnt er im Schloss, wo hingegen seine Mutter angeblich "standesgemäß" im Ort wohnt. Der Großvater wünscht keinen Kontakt zu ihr, aber Cedric darf sie jederzeit dort besuchen. Nachdem der erste Schreck überwunden ist, macht Cedric sich mit seiner Mutter an seiner Seite auf die Reise nach England, um sein Erbe anzutreten. Dort erwartet ihn, neben vielen Erlebnissen und einem schönen Schloss, sein Großvater, der aktuelle Earl von Dorincourt, welcher seine ganz eigenen Vorstellungen von der Erziehung und Zukunft seines Enkels hat.
Wesentliche Ereignisse und Wendungen
- Nach und nach gelingt es dem zukünftigen Lord Fauntleroy mit seiner offenherzigen und liebenswerten Art das Herz des alten Lords zu erweichen.
- Der Großvater erkennt die herrschenden Missstände und lässt sie gleich beseitigen, indem er neue Hütten bauen lässt und die Arbeiten persönlich kontrolliert - sehr zur freudigen Überraschung aller Mitmenschen des alten Grafen.
- Schließlich schafft es Cedric, dass sein Großvater dessen Mutter doch noch voll und ganz anerkennt, akzeptiert und sogar lieben lernt.
- Aber inzwischen spielt eine mutmaßliche Betrügerin mit, die versucht, ihren Sohn als den rechtmäßigen Erben des Titels durchzusetzen. Minna, so die Betrügerin, wird mit Hilfe von Cedrics alten Freunden aus Amerika entlarvt.
- Die Geschichte endet mit einem gemeinsamen, "klassenübergreifenden" Fest auf Schloss Dorincourt, mit dem Cedrics achter Geburtstag gefeiert wird.
Figuren und Charakterzeichnung
Die Charaktere überzeugen und sind auch in dieser Neuversion herzerwärmend dargestellt und klar herausgearbeitet. Der alte Lord schaut nicht nur anfangs stets zornig, seine Körperhaltung, seine Skepsis und seine Verbitterung sind in Wort und Bild klar herausgearbeitet, ebenso wie sein "Gegenspieler" der kleine Lord, der wohl jedes Herz öffnet und erfreut - und wie es sich für ein Märchen gehört, ist der kleine Lord schon zu perfekt, als dass er aus dem wahren Leben entstammen könnte. Cedric kümmert sich um die Vernachlässigten, ebenso wie seine Mutter, die im Ort unweit des Schlosses lebt, die er aber nach Belieben besuchen darf.
Text und Illustration in der Coppenrath-Ausgabe
Diese anrührende Geschichte von Frances H. Burnett (Ersterscheinung 1886) wird von Urs Umsand modern und sensibel nacherzählt und von Betina Gotzen-Beek liebevoll illustriert. Textnah begleitet wird die Geschichte von den Illustrationen von Betina Gotzen-Beek. Mit ihrer Liebe zum Detail und zu graphischen Mustern gibt sie die typische aristokratisch-englisch Atmosphäre wieder, so fällt es jedem Leser und Zuhörer leicht, sich in die damalige Zeit zu versetzen. Die Mimik und die Gestik der Figuren sind klar und deutlich herausgearbeitet.
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Sprachlich ist die vorliegende Geschichte jedoch feinfühlig, knapp ausschmückend und atmosphärisch wunderbar und leicht verständlich nacherzählt. Der schöne Spannungsbogen, die Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere sowie ein mit Spannung erwartetes Ende mit einem wahren Happy End, haben trotz der Verkürzung zur Originalgeschichte nichts eingebüßt. Die modernen Übersetzungen in deutscher Sprache sind fast durchweg gekürzt, häufig um ein Fünftel, um das Buch auch für Kinder der heutigen Zeit lesbar zu gestalten.
Historischer Hintergrund und Rezeption
Der kleine Lord war der erste Kinderroman von Frances H. Burnett. Sie verfasste ihn zur Unterhaltung ihres eigenen Sohnes Vivian, der offensichtlich auch die Züge des charmanten kleinen Helden prägte. Der Abdruck in einer Kinderzeitschrift (1885) rief so große Begeisterung hervor, dass das Buch gleich danach erschien. Die erste Übersetzung in deutscher Sprache wurde 1888 von Emmy Becher angefertigt. In deutscher Sprache sind bis heute etwa dreißig Ausgaben erschienen, die sich im Laufe der Zeit in Übersetzung, Bearbeitung und/oder Illustration entsprechend voneinander unterscheiden.
Mit dem durchgängigen Gegensatz von amerikanisch-demokratischer und britisch-aristokratischer Lebensweise und deren Werte ist die Geschichte auch heute noch reizvoll. Hinzu kommt die Beschreibung der damaligen sozialen Missstände und dem idealisierten Kind. Trotz der längst vergangenen Zeit, in der sie spielt, ist ihre Aussage zu Freundschaft, Mitgefühl und Liebe absolut zeitlos. Aber auch heute noch werden große und kleine Leser seinem Zauber kaum widerstehen können.
Adaptionen: Film, Fernsehen und Musical
Er wurde nach der Erstausgabe im Jahr 1886 als Kinderbuch in vielen Sprachen sehr erfolgreich und ist mehrfach verfilmt worden. Die gleichnamige Verfilmung von 1980 mit Ricky Schroder als dem kleinen Lord Fauntleroy, Alec Guinness als Earl of Dorincourt, Connie Booth als Cedrics Mutter sowie Eric Porter als Mr. Havisham hat sich zu einem Klassiker entwickelt, der seit 1982 jährlich zu Weihnachten im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Schwindlerin Minna wird mit Hilfe von Cedrics alten Freunden aus Amerika entlarvt, und die Geschichte endet mit einem gemeinsamen Fest auf Schloss Dorincourt, mit dem Cedrics achter Geburtstag gefeiert wird.
1936 entstand ein Schwarz-Weiß-Tonfilm aus den USA unter Regie von John Cromwell mit Freddie Bartholomew, Dolores Costello und Mickey Rooney. Weitere Fernseh- und Hörspielbearbeitungen folgten in den 1950er-Jahren (NDR, SDR, WDR). 2007 adaptierten Konstantin Wecker und Christian Berg den Stoff als Musical für die Bühne; am 4. Dezember 2007 wurde ihr Musical im Deutschen Theater in München uraufgeführt. Im Juni 2026 wurde bekannt, dass der kleine Lord in einer weiteren Musical-Fassung auf die Bühne kommen soll. Das Buch/Libretto verfasste Constanze Behrends, die Kompositionen stammen aus der Feder von Marian Lux, die Liedtexte von Stephan Kanyar. Die Uraufführung des Musicals Der kleine Lord soll am 17.
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Coppenrath-Ausgabe als Geschenk und Sammlerstück
Der beliebte Weihnachtsklassiker von Frances Hodgson Burnett erzählt liebevoll die Geschichte des kleinen Lord Fauntleroys, seiner Mutter und seines Großvaters. Eingerahmt von den wunderschönen Originalillustrationen von Reginald Birch aus dem Erscheinungsjahr 1886 und weiteren Stichen, ist diese prunkvolle Schmuckausgabe das perfekte Weihnachtsgeschenk. Durch die aufwendig gestalteten Extras können die Leserinnen und Leser noch tiefer in die Welt des kleinen Lords eintauchen und ihn auf seiner Reise nach England begleiten. nostalgischer Weihnachtsklassiker mit 11 aufwendig gestalteten Extras.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Autor | Frances H. Burnett |
| Ersterscheinung | 1886 (Abdruck 1885 in Zeitschrift) |
| Erste deutsche Übersetzung | Emmy Becher, 1888 |
| Illustrationen (Coppenrath) | Betina Gotzen-Beek |
| Neubearbeitung | Urs Umsand (Nacherzählung) |
| Bekannte Verfilmung | 1980 mit Ricky Schroder, Alec Guinness |
Warum diese Ausgabe lohnt
Die anrührende Geschichte um den hartherzigen Earl of Dorincourt und Cedric ist mehr als 100 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung ungebrochen beliebt. Sie gilt nach wie vor als Klassiker in der internationalen Kinderliteratur. Die Buchvorlage zum Weihnachtsklassiker! Nie hätte Cedric geglaubt, dass ausgerechnet ihm so etwas passieren könnte. Solche Geschichten gab es doch nur im Märchen! Aber das hier geschah tatsächlich: Buchstäblich über Nacht wird er zum Lord ...
Fazit: Eine Weihnachtsgeschichte, die kaum anrührender sein kann und die man alle Jahre wieder gerne zur Hand nehmen und aufs Neue erleben möchte. Trotz der längst vergangenen Zeit, in der sie spielt, ist ihre Aussage zu Freundschaft, Mitgefühl und Liebe absolut zeitlos.
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