Rezept: Burger mit Waffeln als Brötchen (Chaffles & Smashburger)
Entdecke eine kreative Fusion aus knusprigen Waffeln als Burgerbrötchen (Chaffles) und saftigen Smashburger-Patties. In diesem Beitrag findest du detaillierte Anleitungen für Chaffles als „Brötchen“, eine passende Burgersauce (neue Mayonnaise-Variante), ein Low-Carb-Ketchup als Empfehlung, Tipps für Smashburger-Technik, Toppings und Zubereitungsschritte. Wir lassen es uns heute aber so richtig krachen.
Warum Chaffles als Burgerbrötchen?
Chaffles machen sich wunderbar als Burgerfesthaltegerät. Sie suppen so viel oder wenig durch, wie jede andere Art „Sandwichbrot“ und sie schmecken echt gut. Chaffles als Burgerbrötchen sind super-keto, lecker und schnell gemacht. Die Chaffles sind am heutigen Beitrag tatsächlich der uninteressanteste Teil - das ist eigentlich nicht langweilig, nicht mal wirklich unspektakulär - außer du isst seit Wochen nur noch Chaffles. Wir haben heute noch ein kleines bisschen mit zusätzlichen Gewürzen gepimped, aber das ist schwer optional.
Grundrezept Chaffle (für 2 Brötchen: Deckel und Boden)
- 50 g Mozzarella (gerieben, nicht frisch)
- 1 Ei
- Salz
- Pfeffer
- Knoblauchpulver
- Pizzagewürz (oder Oregano)
Chaffle nach Grundrezept zubereiten: alle Zutaten gut verrühren und im Waffeleisen ausbacken. Die Menge reicht für zwei Stück, Deckel und Boden. Chaffles nach persönlichen Wünschen mit Toppings und Saucen belegen und bestreichen.
Die neue Burgersauce (Mayonnaise-Variante)
Wir haben ja schon ein Rezept für selbstgemachte Mayonnaise. Machen immer mal wieder - mit verschiedenen Ölen und zu meinem Leidwesen muss ich gestehen, dass sie mir mit Raps- oder Sonnenblumenöl am besten schmeckt. Nur sprechen wir uns ja oft und mit wachsender Begeisterung gegen beides aus. Trotzdem machen wir die manchmal mit einem der beiden. Das Problem mit der Olivenöl-Mayonnaise ist nämlich (für mich!), dass sie bitter bis scharf schmeckt.
Mein heutiger Versuch besteht aus:
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- 1 Eigelb (kein Vollei)
- 50 g Leinöl
- 50 g Olivenöl
- 50 g Frischkäse
- Rest wie gehabt: 0,5 TL Senf (zuckerfrei), 0,5 TL Zitronensaft, Salz, Pfeffer, 1 EL sehr fein geschnittene rote Zwiebel
Burgersauce zubereiten wie unsere Mayonnaise: Eigelb und alle anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren, bis eine feste Emulsion entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, optional gern auch Cayennepfeffer. Leinöl ist fast pures Omega 3. Olivenöl ist eine gute Mischung aus einer moderaten bis kleinen Menge Omega 6 und viel Omega 9 Fettsäure, in diesem Fall Ölsäure - einer einfach ungesättigten Fettsäure. Und trotzdem muss ich mich fragen: ist es eine Mayonnaise? Eigentlich ja nicht so richtig.
Low Carb Ketchup-Empfehlung
Wir waren ja vor ein paar Wochen bei Panifactum zu Gast, beim Chef im Partykeller. Zusammen mit noch ca. Sabine hat bei diesem Low Carb Treffen unter anderem ein paar ihrer Saucen mitgebracht - auch scharfes Ketchup. Jedenfalls kam heute ein kleines Carepaket von ihr bei uns an, unter anderem mit dem scharfen Ketchup. Als Topping empfehlen wir 2 EL Rhabarber-Ketchup (lowcarb-leckereien.de oder anderer Ketchup ohne Zucker).
Smashburger: Technik & Tipps
Normalerweise formt man Burgerpatties ja zu… Patties. Scheiben aus Rinderhackfleisch mit etwas Pfeffer, die je nach persönlichem Geschmack mal etwas mehr oder weniger dicht gepackt in eine heiße Pfanne oder auf den Grill kommen. Der optimale Burger ist locker und saftig, außen dagegen eher ein bisschen knusprig. Das ist gar nicht SO einfach hinzubekommen.
Wenn du nicht heiß und schnell genug brätst, auf dem Grill die Fleischsäfte und das Fett wegtropfen lässt oder den Burger zu dicht packst, dann wird leider recht schnell ein wenig geschmackvoller, grauer Fleischdiskus daraus. Optimal ist eine gußeiserne Pfanne ohne Beschichtung oder eine aus Edelstahl. Und um Gottes willen KEINE Grillpfanne - du brauchst glatten Boden.
Jetzt nimmst du dir eine handvoll ungewürztes Rinderhack, schön locker, machst einen luftigen Ball daraus und legst ihn mitten in die Pfanne. Mit einem Plattiereisen oder dem angesprochenen Bratwender drückst du das Hack jetzt mit Gewalt platt. Daher kommt auch der Name. Das englische Verb „to smash“ bedeutet etwa „zerdeppern“, „kaputtschlagen“ oder eben hier passend auch quasi plattklopfen oder zerquetschen. Das sollst du jetzt machen. Das Patty darf gerne unter 1 cm dünn werden, dafür relativ breit. Burger leiden sowieso oft an zu geringem Durchmesser, gemessen an den verwendeten Brötchen.
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Ein wenig Salz und Pfeffer drauf und bei größtmöglicher Hitze braten, bis auf der Oberfläche der Fleischsaft austritt. Das sollte nicht länger als 50-70 Sekunden dauern. Wenn es doch länger dauert, dann war das Fleisch noch zu dick oder die Pfanne zu kalt. Jetzt das Patty vom Pfannenboden lösen. Die gebratene Seite nochmal salzen und pfeffern und etwas fein geriebenen Käse darübergeben. Jetzt sind die Säfte und das geschmolzene Fett im Burger eingeschlossen, das Ding ist also saftig. Die hohe Hitze hat außerdem die Oberfläche leicht karamellisiert und richtig knusprig gemacht.
Normalerweise bin ich etwas skeptisch, was solche neuen Trends anbelangt. Aber die Idee des Smashburgers war für mich sofort logisch und sympathisch. Smashburger sind super-saftig und knusprig. Burger nach der Smashburger-Technik braten, steht nochmal im Blogtext ausführlich: Hack als lockeren Ball in eine sehr(!!) heiße Pfanne (KEINE Grillpfanne mit Rillen!) mit etwas Fett geben und plattdrücken (unter 1 cm dick).
Zutatenliste (Mengen für 1 Burger, Hinweise zu Portionen)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Rinderhackfleisch | 180 g |
| Cheddar (fein gerieben) | 30 g |
| Chaffle (Mozzarella + Ei) | Deckel + Boden (aus Rezept) |
| Burgersauce (siehe oben) | Gesamtmenge für 1 Burger / wir bereiten meist mehr zu |
| Rhabarber-Ketchup (low carb) | 2 EL |
| Toppings (Tomate, Zwiebel, Gurke, Salat) | je nach Geschmack |
| Frühstücksspeck | 4 Scheiben |
Schritt-für-Schritt Zubereitung
- Chaffle nach Grundrezept zubereiten: alle Zutaten gut verrühren und im Waffeleisen ausbacken. Die Menge reicht für zwei Stück, Deckel und Boden.
- Toppings vorbereiten: Tomaten-, Zwiebel- und Gurkenscheiben schneiden und Salat nach deiner Wahl schneiden (wir mögen feine Streifchen).
- Burgersauce: Eigelb und alle anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren, bis eine feste Emulsion entstanden ist.
- Bacon in einer Pfanne knusprig braten und herausnehmen, wenn er für dich knusprig genug ist. Wenn du möchtest, kannst du die Zwiebelscheiben auch mitbraten (wir mögen das).
- Burger nach der Smashburger-Technik braten: Hack als lockeren Ball in eine sehr heiße Pfanne (KEINE Grillpfanne mit Rillen!) mit etwas Fett geben und plattdrücken (unter 1 cm dick). Von oben salzen und pfeffern. Braten bis oben Fleischsaft austritt, ca. 50-70 Sekunden.
- Sofort mit einem für diese Pfanne geeigneten Bratwender vom Pfannenboden lösen und umdrehen. Andere Seite salzen und pfeffern und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Wenn vorhanden: Deckel auf die Pfanne bis der Käse geschmolzen ist.
- Jetzt aus der Pfanne nehmen und den Burger fertig zusammenbauen: Chaffle-Boden, Burgersauce, Salat, Patty (mit Käse), Sauce, Bacon, Tomaten-/Zwiebel-/Gurkenscheiben, Chaffle-Deckel.
- Sofort servieren, aber bitte nur dir selber.
Varianten & Tipps
- Wenn die Waffeln zu knusprig sind, kannst du nur unten eine Waffel nehmen und diese richtig schön belegen - dadurch wird der Burger handlicher.
- Für vegane Varianten: Bohnen-Tofu-Patty oder pflanzliche Patties, vegane Cheddarscheiben und vegane Mayonnaise nutzen (siehe Monster Mac-Ansatz aus dem Blog).
- Für Brisket-Waffel-Burger: Saftige Brisket-Patties, knuspriger Bacon, geschmolzener Cheddar und aromatische Waffeln ergeben ein besonderes Geschmackserlebnis; Brisket vorher wolfen und Patties formen.
- Deckel auf die Pfanne kann helfen, Käse zu schmelzen - alternativ kurz in den Grill oder unter den Salamander legen.
- Für die Mayo-Ölwahl: Kombinationen aus verschiedenen Ölen (z. B. Leinöl, Olivenöl, Raps-/Sonnenblumenöl, MCT) liefern unterschiedliche Geschmacksprofile; 4 Öle sind möglich, aber komplizierter als nötig.
- Die angezeigten Nährwertangaben sind nur eine Schätzung und können je nach den tatsächlich verwendeten Zutaten und Marken sowie den genauen Mengen variieren.
Warum selbst Patties formen?
Du hast Bock auf richtig geile Burger? Dann musst du deine Patties unbedingt selber machen! Wie das genau geht und welches Fleisch wir dazu empfehlen, erfährst du alles im Detail in diesem Beitrag. Saftige, selbstgeformte Patties (z. B. aus Rinderhack oder Brisket) geben dir Kontrolle über Fettanteil, Textur und Durchmesser - wichtig für den perfekten Kontakt mit den Chaffle-Brötchen.
Kurze Serviervorschläge
- Serviere den Burger sofort heiß - Smashburger und geschmolzener Käse verlieren schnell an Textur, wenn sie abkühlen.
- Belege Chaffles großzügig mit Burgersauce und Low-Carb-Ketchup, dann Salat, Patty, Käse, Bacon und frische Gemüsescheiben.
- Für ein besonderes Aroma: gebratene Zwiebeln oder eingelegte Gurken hinzufügen.
Smashburger sind super-saftig und knusprig, Chaffles als Burgerbrötchen sind super-keto, lecker und schnell gemacht. Gehts noch besser?
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