Einfaches Biskuitrezept mit 2 Eiern: fluffiger Boden, vielseitig einsetzbar

Ein Biskuit ist ein sehr luftiger Teig, der mit vielen Eiern, Mehl, Zucker und Salz gemacht wird. Meist wird dafür kein Fett verwendet, mit Ausnahme beim Wiener Boden. Der Teig ist also sehr locker und fluffig und eignet sich somit perfekt für leichte, sommerliche Kuchen und Torten. Am besten füllt man ihn mit Obst und Quark- oder Sahnecremes.

Der Biskuitboden für ein Backblech ist ein super Basic-Rezept für etliche Back-Kreationen. Der Biskuitboden ist außerdem von Biskuitrolle über Törtchen bis Obst-Schnitten vielfältig einsetzbar. Rezept entwickelt und gebacken von Susann. Mit Liebe verfasst von Anna.

Schritt-für-Schritt-Infografik: 2-Eier-Biskuit - Trennen, Aufschlagen, Unterheben, Backen

Zutaten und Grundausstattung

  • Zucker65 Gramm
  • Vanillinzucker1 Päckchen
  • Mehl50 Gramm
  • Speisestärke50 Gramm
  • Backpulver1 TL (gestrichen)
  • Salz1 Prise
  • Eier Freiland2
  • Wasser heiß2 EL

Damit die Masse besonders voluminös wird, sollten alle Zutaten etwa dieselbe Temperatur haben. Nehme die Eier also rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur bekommen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Dann die Eier sauber trennen und mit dem Schneebesen des Handrührgerätes das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
  2. Achte unbedingt darauf, die Eier sauber zu trennen! Nur ein wenig Eigelb im Eiweiß ruiniert dir den Eischnee. Außerdem muss die Schüssel komplett fettfrei sein.
  3. Eier mit Zucker 5 Min. schaumig schlagen. Dadurch sollte sich das Volumen gut verdoppeln. Die Masse wird mit der Zeit schön dickflüssig.
  4. Das Eigelb ist fertig aufgeschlagen, wenn es seine Farbe deutlich verändert hat. Es muss hell-cremig aussehen und der Zucker muss sich aufgelöst haben.
  5. Besonders feiner Zucker macht den Eischaum noch cremiger. Viel Aufschlagen heißt viel Luft. Wir möchten schließlich einen leichten und lockeren Biskuit backen.
  6. Mehl mit Salz und Backpulver vermischen und zur Eiermasse sieben, damit keine Klümpchen entstehen.
  7. Nach und nach vorsichtig unterheben, damit nicht zu viel Luft entweicht.
  8. Zum Schluss das heiße Wasser unterrühren.

Der Biskuitteig muss schnell weiter verarbeitet werden, da er sonst deutlich an Volumen verliert. Hier lohnt es sich also, den Ofen rechtzeitig vorzuheizen und dein Backblech schon vorbereitet zu haben.

Backen: Zeiten, Formen, Größen

  • Den Biskuitboden für ein Backblech nur im vorgeheizten Backofen backen. Ansonsten fällt er in sich zusammen.
  • Den Biskuitboden auf mittlerer Schiene ca. 17 bis 20 Minuten backen.
  • Der Biskuitboden sollte nicht länger als nötig gebacken werden, damit er später nicht zu trocken wird. Führe dafür die erste Stäbchenprobe bereits nach 15 Minuten durch.

Hinweis: Unser Backblech hat eine Größe von 42 x 35 cm. Bitte beachte beim Backen unseres Biskuitbodens, dass das Ergebnis bei einer abweichenden Backblechgröße anders ausfallen kann.

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Springformboden (Ø 26 cm) einfetten. Teig einfüllen und im vorgeheizten Ofen ca. 20 Min. backen.

Videoanleitung: 2-Eier-Biskuit - Eischnee, Eigelb-Zucker-Masse, Unterheben, Backprobe

Vorbereiten von Form und Blech

  • Die Springform grundsätzlich mit Backpapier auskleiden.
  • Das Backblech oder den Backrahmen auf keinen Fall einfetten! Das würde verhindern, dass der Biskuitteig nach oben steigen kann. Am fettigen Rand würde der Teig abrutschen und nicht hochklettern können.
  • Nutze einen Backrahmen, wenn du die Ränder deines Biskuitbodens besonders ebenmäßig haben möchtest. Ohne Backrahmen verlaufen die Teigkanten oft und werden etwas trocken.

Perfekte Luftigkeit: Profi-Kniffe

Rührbecher und Handmixer müssen völlig fettfrei sein! Das Schwierigste am Biskuit ist die Luftigkeit im Teig beizubehalten. Dafür gibt es allerdings ein paar einfache Tipps und Tricks, die wir dir im Folgenden erklären.

  • Damit der Biskuitboden schön fluffig wird, musst du das Eiweiß sehr steif schlagen.
  • So sollte der gut aufgeschlagene Schaum aus Eigelb und Zucker aussehen - hell und fluffig. Wenn du ihn zwischen den Fingern reibst, solltest du keine Zuckerkristalle mehr fühlen können.
  • Den Biskuitboden für ein Backblech nur im vorgeheizten Backofen backen.

Wir sind uns sicher, wenn du dich daran hältst, kann so gut wie nichts mehr schief gehen. Mit unseren 10 Back-Tipps wirst du zum Profi in Sachen Biskuitboden.

Nach dem Backen: Lösen, Kühlen, Weiterverarbeiten

  • Mit einem Messer zwischen Teig und Springformrand entlang gehen und somit den Rand lösen.
  • Stürze den Biskuitboden nach dem Backen und befeuchte das Backpapier ganz leicht mit Wasser. So lässt es sich einfacher wieder vom Boden lösen.
  • Die Creme solltest du erst aufstreichen, wenn der Biskuitboden vollständig abgekühlt ist.
Biskuit abkühlen, stürzen und Backpapier lösen - bebilderte Schrittfolge

Biskuitrolle: so reißt nichts

Gerollt macht der Biskuitboden wirklich was her. Der Biskuitboden sollte nicht länger als nötig gebacken werden, damit er später nicht zu trocken wird. Denn so wird er schnell rissig.

  • Als Hilfe zum Aufrollen kannst du ebenfalls Frischhaltefolie nutzen. So kannst du die Rolle gleich nach dem Aufrollen straff einpacken und im Kühlschrank festigen lassen.

Tortenböden teilen: saubere Schnitte

Ich weiß, es nervt, hilft aber, wenn du da genau bist. Ich habe inzwischen ein spezielles Messer dafür. Es hat Abstandhalter und damit läßt sich die Höhe des Bodens genau einstellen.

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  • Methode 1: Nimm ein spitzes Küchenmesser und schneide den Boden rundherum 1cm tief in der gewünschten Höhe ein, nimm das Brotmesser und teile den Biskuit mittels dieser Führungsrille.
  • Methode 2: Zahnseide oder Küchengarn in gewünschter Höhe um den Biskuit legen und die Enden über Kreuz langsam durchziehen. Ist nicht ganz so professionell, aber wenn du die Füllung dazwischen gibst, verschwinden kleine Unebenheiten in der Creme.

Varianten und Ideen: vom Blech zur Torte

Der Biskuitboden für ein Backblech ist ein super Basic-Rezept für etliche Back-Kreationen. Wir stellen dir unsere liebsten Ideen dazu vor.

  • Wir alle lieben die wunderbar bunten Obstkuchen vom Bäcker. Mit unserem Biskuitboden für ein Backblech kannst du diese selber machen. Ob Mandarinen, Kiwi, Ananas, Blaubeeren, Himbeeren oder Erdbeeren - du hast die Qual der Wahl. Am schönsten sieht es natürlich aus, wenn es kunterbunt wird. Für die Creme empfehlen wir dir, dich am Rezept für unseren Obstkuchen mit Pudding zu orientieren.
  • Aus dem Biskuitboden für ein Backblech kannst du wunderbar Formen jeglicher Art schnitzen. Ob Buchstaben, Zahlen oder spezifische Formen, wie eine Schultüte - deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
  • Nach etwa demselben Prinzip wie bei den kreativen Kuchen kannst du den Biskuitboden vom Backblech auch für Mini-Törtchen nutzen. Dafür stichst du entweder mit einem Ausstecher oder einem Glas Kreise aus dem Biskuit. Diese kannst du dann mit einer standfesten Tortencreme, wie unserer festen Quarkcreme oder unserer französischen Buttercreme in 2 Ebenen schichten. Je nach Lust und Laune kannst du die Mini-Törtchen mit Früchten oder Süßigkeiten bedecken und kreierst somit kleine Naked Cakes.
  • Wem eine Torte einfach zu groß und mächtig ist, kann diese auch mithilfe unseres Biskuitboden-Rezepts in Schnittchen verwandeln. Dazu nimmst du einfach eine Torte mit Biskuitboden deiner Wahl und machst aus ihr einen Blechkuchen. Wie das am besten gelingt, haben wir dir im Rezept für unsere Erdbeer-Yogurette-Torte erklärt.
Ideen-Collage: Obstkuchen, Biskuitrolle, Mini-Törtchen, Buchstaben-Kuchen

Haltbarkeit, Aufbewahrung und Vorbereitung

Der Biskuitboden für ein Backblech ist bis zu 3 Tage haltbar. Damit er nicht austrocknet solltest du ihn gut mit Frischhaltefolie einwickeln und an einem kühlen Ort lagern. Somit lässt sich der Biskuitboden für ein Backblech bestens vorbereiten.

Du kannst den Boden aber auch problemlos einfrieren. Alle Tipps dazu, insbesondere wie du ihn wieder auftaust, findest du im Magazinbeitrag „Biskuitboden einfrieren„.

Backpraxis und Gelingsicherheit

Gelernt habe ich das Backen beim Tun. Eigentlich bin ich eher die Köchin, da ich mich selten und nur ungern an vorgegebene Rezepte halte. Beim Backen ist das nicht immer gelingsicher… habe ich schnell heraus gefunden… es gibt da chemische Gesetze, die sich nicht überrumpeln lassen.

Wenn ich mich also bei den Böden so genau wie möglich an die Vorgaben halte, kann ich mich bei den Füllungen und den Toppings auslassen. Wir sind uns sicher, wenn du dich daran hältst, kann so gut wie nichts mehr schief gehen.

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Backzeiten und Formgrößen im Überblick

Form/Größe Vorbereitung Backzeit Hinweise
Blech 42 x 35 cm Nicht einfetten 17-20 Min. Stäbchenprobe ab 15 Min.; nur vorgeheizt backen
Springform Ø 26 cm Backpapier, Rand fetten ca. 20 Min. Rand nach dem Backen mit Messer lösen

Aktualisiert am 6.

Tabellarische Backzeiten: Vergleich Blech vs. Springform

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