Asbach Pralinen Flaschen: Herstellung und Besonderheiten
Die Geschichte der Asbach Pralinen ist untrennbar mit dem Namen Hugo Asbach verbunden, einem visionären Firmengründer und Weinbrandfabrikanten. Schon seit 1892 steht der Name Asbach für hochwertigen deutschen Weinbrand - und seit 1924 auch für raffinierte Genussmomente in Form gefüllter Schokoladenpralinen. Die berühmten Asbach Pralinen Flaschen, auch Asbach Fläschchen genannt, sind längst zu einer Kultspezialität avanciert. Sie verbinden edlen Weinbrand mit zarter Schokolade und verkörpern eine Symbiose aus Tradition, Innovation und regionaler Identität.
Ursprung und Erfindung der Asbach Pralinen
Erfinder dieser hochprozentigen Köstlichkeiten ist der Firmengründer und Weinbrandfabrikant Hugo Asbach (1868 - 1935) selbst. Die Erfindung der Asbach Pralinen geht auf die Tatsache zurück, dass es in den 1920er Jahren gesellschaftlich Tabu war, dass Damen in der Öffentlichkeit Alkohol genossen haben. Aus diesem Grund entwickelte Hugo Asbach 1924 eine mit Asbach Weinbrand gefüllte Praline, so dass die Damen in der Öffentlichkeit seinen Weinbrand konsumieren konnten, ohne dass es auffallen konnte.
Asbach entwickelte Krustenpralinen mit Asbach Uralt. Allerdings lieferte die traditionelle Herstellungsweise von Krustenpralinen, bei denen zunächst Stempel in ein Bett aus Stärkemehl gedrückt werden und die Vertiefungen dann mit einer Zucker-Alkohol-Mischung aufgefüllt wird, die dann außen aushärtet, innen aber flüssig bleibt, nicht die von Asbach gewünschte Qualität. Also erfand er ein eigenes sogenanntes Kaltgussverfahren, mit dem es möglich war, die Kruste besonders dünn zu halten. Das Ergebnis wurde dann wie gehabt mit Schokolade überzogen. Das Ergebnis eroberte die Frauenwelt der 1920er und 30er Jahre im Sturm.
Das Geheimnis der Herstellung: Weinbrand trifft Schokolade
Die Basis für den unvergleichlichen Geschmack der Asbach Pralinen Flaschen ist der berühmte Asbach Uralt, dessen Geschichte auf den Unternehmensgründer Hugo Asbach zurückgeht, der 1892 in Rüdesheim am Rhein eine „Export-Compagnie für deutschen Cognac“ gründete. Hugo Asbach war von Beruf Destillateur und hatte einige Zeit in Frankreich gelebt und dort die Herstellung des Cognacs gelernt. Sein Ziel war es, deutschen Cognac herzustellen, der den französischen Produkten gleichwertig ist.
Die Produktion von Weinbrand „Asbach Uralt“ ist in Rüdesheim an nahezu jeder Ecke präsent. Noch vor dem Ersten Weltkrieg war in Anzeigen von „altem deutschem Cognac“ die Rede, doch nach dem Krieg untersagte der Versailler Vertrag den deutschen Herstellern ausdrücklich, weiterhin die Bezeichnung Cognac zu verwenden. Damit wurde Weinbrand in Deutschland zum allgemeinen Begriff.
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Das Asbach Kaltgussverfahren
Eine der wichtigsten Innovationen war das sogenannte Kaltgussverfahren, das erlaubt, die Zuckerkruste hauchdünn und somit besonders dezent in Geschmack und Textur zu halten. Genau diese Technik macht das unverwechselbare Geschmackserlebnis der Asbach Fläschchen aus.
| Herstellungsschritt | Besonderheit |
|---|---|
| Kaltgussverfahren | Sehr dünne, knackige Zuckerkruste, die Weinbrand im Innern behält |
| Ummantelung | Feinschmelzende Zartbitterschokolade - meist mit 60 % Kakaoanteil |
| Füllung | Flüssiger Original-Asbach-Weinbrand |
Produktvielfalt der Asbach Pralinen
Derzeit gibt es die Asbach Pralinen in folgenden Variationen: Asbach Fläschchen (Krustenpralinen in Flaschenform mit Weinbrand gefüllt), Asbach Kirschen (Gefüllte Pralinen in Kirschform ohne Kruste), Asbach Bohnen (Gefüllte Pralinen in Bohnenform ohne Kruste), Asbach Minis (Kleine Pralinen mit Kruste und Weinbrandfüllung), Asbach Pralinenmischungen (Sortiment verschiedener Asbach Pralinen) und Asbach Trüffel (Klassische Trüffelpralinen mit Weinbrandfüllung). Außerdem bietet Asbach noch ein Sortiment mit saisonalen Produkten (Weihnachten, Ostern, Jahreswechsel) an. Die neueste Kreation aus dem Hause Asbach sind die Asbach-Cream Minis, kleine Pralinen ohne Kruste mit einer Füllung aus Sahne und Weinbrand.
- Asbach Fläschchen: Krustenpralinen in Flaschenform mit flüssiger Weinbrandfüllung.
- Asbach Kirschen: Pralinen in Kirschform ohne Kruste, gefüllt mit Weinbrand.
- Asbach Bohnen: Pralinen in Bohnenform ohne Kruste und Weinbrandfüllung.
- Asbach Minis: Kleine, krustierte Pralinen mit Weinbrand.
- Trüffel und Mischpackungen: Unterschiedliche Pralinenformen mit und ohne Kruste, auch als saisonale Editionen.
- Cream Minis: Neueste Entwicklung: Cream-Füllung aus Sahne und Weinbrand, ohne Kruste.
Asbach Pralinen Flaschen: Herstellung heute
Die Asbach Pralinen werden heute nicht mehr von der Firma Asbach selbst, sondern in Lizenz vom Familienunternehmen Reber bei der Rüdesheimer Confiserie-Pralinen GmbH & Co. hergestellt. Der Spirituosen-Konzern Underberg füllt in Rüdesheim nicht nur den Weinbrand Asbach Uralt, sondern etwa auch St. Das Traditionsunternehmen Underberg hält die Verbindung von Standort und Marke lebendig: Die Weinbrand-Produktion bleibt in Rüdesheim. Aktuell zählt Underberg 105 Beschäftigte in Rüdesheim.
In der Stadt am Rhein gab es einst zwei Asbach-Betriebsstätten. Zunächst wichtigster Standort war ein Gelände nahe dem Bahnhof, wo heute unter anderem in der Rüdesheimer Confiserie das Familienunternehmen Reber („Mozartkugeln“) in Lizenz die „Asbach-Pralinen“ herstellt. Auf dem weiteren Gelände etwas oberhalb des Rheins sind inzwischen unter anderem die Brennerei und ein Besucherzentrum untergebracht. Hier wird der Weinbrand auch veredelt, bevor er in die Flasche kommt.
Zutaten und besondere Hinweise
Die ikonischen Asbach Zartbitter-Fläschchen verbinden edlen Weinbrand mit feinschmelzender Zartbitterschokolade (60 % Kakao). Die flüssig gefüllte Praline wird von einer hauchdünnen Zuckerkruste umhüllt - ein unverwechselbares Geschmackserlebnis. Mit ihrer vollendeten flüssigen Füllung aus Asbach Uralt werden diese Pralinen zu einer wahren Spezialität. Die Zuckerkruste hält für jeden Naschmoment die richtige Portion Weinbrand bereit.
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| Zutat | Details |
|---|---|
| Zucker | Basis der Kruste |
| Kakaomasse, Kakaobutter | Feine Zartbitterschokolade |
| Weinbrandanteil | 19%-24% in der Likörfüllung |
| Emulgatoren | Sojalecithin, Sonnenblumenlecithin |
| Allergene | Enthält Soja |
Lagerung und Konsumhinweise
- Kühl und trocken lagern.
- Enthält Alkohol: Nicht für Kinder geeignet.
- Ideal für Liebhaber feiner Spirituosen und Kenner von Pralinespezialitäten.
Asbach Pralinen als Kultur- und Genussprodukt
Die Marke Asbach uralt ist in Deutschland so bekannt, dass die Bezeichnung „Asbach“ in der Umgangssprache häufig in der Art eines Synonyms für „uralt“ verwendet wird. Ob in der Praline, im Rüdesheimer Kaffee oder pur im bauchigen Glas: Der Weinbrand „Asbach Uralt“ ist in Rüdesheim ein Stück Alltagskultur. Die Stadt am Rhein und die Spirituosen-Marke verbindet eine Symbiose, von der beide Seiten profitieren.
„Der Ort ist immens wichtig für uns, das ist unsere Heimat“, sagt der Geschäftsführer der Asbach GmbH, Christopher Dellee. Auch Bürgermeister Volker Mosler betont: „Rüdesheim und Asbach gehören zusammen.“ Der Begriff „Uralt“ bezieht sich auf die Reifezeit des Weinbrandes. Mindestens drei Jahre liegt das Destillat, der sogenannte Feinbrand, auf dem Eichenfass im großen Asbach-Lager im fernen Schwarzwald.
Traditionspflege und aktuelle Entwicklungen
Nach dem 2. Weltkrieg erlebten die Asbach Pralinen eine erneute Blütezeit bis sie nach den Wirtschaftswunderjahren als „spießig“ und „bürgerlich“ angesehen wurden und der Absatz stagnierte. Allerdings haben die Asbach Pralinen in den letzten Jahren so etwas wie eine Renaissance erlebt, was sich auch in der Entwicklung neuer Produkte und Variationen niederschlägt. Seit 2022 nutzt Asbach Festivals gezielt für die Markenaktivierung. Im April 2019 wurde Asbach Uralt, das langjährige Aushängeschild, einem „Relaunch“ unterzogen und kommt jetzt in einer moderneren und zeitgemäßeren Ausstattung.
Wer Weinbrand mag, wird diese Pralinen lieben. Ein einzigartiger Pralinengenuss für Liebhaber feiner Spirituosen: Die ikonischen Asbach Zartbitter-Fläschchen verbinden edlen Weinbrand mit feinschmelzender Zartbitterschokolade und schreiben deutsche Genussgeschichte weiter fort.
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