Linzer Torte Rezept klassisch

Ich finde, die Linzer Torte wird zu oft in die Winterzeit gedrängt. Vielleicht liegt das an Gewürzen wie Nelke und Zimt. Denn auch bei uns gibt es den Kuchen meist zur Weihnachtszeit und steht bei Treffen mit alten Freunden oft auf der Kuchentafel. Doch dieses Jahr hab ich es mal gewagt und hab den Kuchen auch im Mai gebacken.

Warum die Linzer Torte ganzjährig passt

Eine Linzertorte ist so ein leckerer Klassiker, der passt immer, egal ob Herbst, Winter oder Sommer (dann vielleicht mit Blümchen :).)

Ich finde ja, Sterne sind der perfekte Weihnachtsschmuck… Egal ob als selbst gebastelte Papiersterne, Holzsterne, Sternen-Teelichter, Herrenhuther Sterne… Ein Stern als Deko geht immer! Ich muss auch gestehen, dass es in meinem Weihnachts-Deko-Vorrat an Sternen nur so wimmelt. Ich hoffe, Ihr mögt auch Sterne, ansonsten könnt Ihr ja auch Herzen, Blätter oder den Streifenlook verwenden.

Normalerweise wird die Linzer Torte gerne mit einem Teiggitter verziert. Ich mag allerdings eine Version mit ausgestochenen Sternen oder anderen Formen lieber. Ihr könnt kleine Tannenbäume ausstechen, ein Hohoho oder auch einfach verschiedene Größen Sterne, so wie hier bei mir.

Linzer Torte mit Sternen auf Kuchenplatte

Zutaten (klassisch, Springform Ø 26-28 cm)

  • 300 g Weizenmehl (Type 405) bzw. Varianten mit 200-250 g Mehl je nach Rezept
  • 100-170 g Butter / 150 g Butter in klassischen Varianten
  • 100-170 g Zucker (weiß oder Mischung aus weiß und braun)
  • 100-160 g gemahlene Nüsse (Haselnüsse, Mandeln oder Mischung)
  • 1 Ei + 1 Eigelb (ein Ei zum Verarbeiten, Eigelb zum Bestreichen)
  • 1 TL Backpulver (manche Rezepte ohne)
  • 1 TL Zimt, 1 Prise Nelke, 1 Prise Kardamom (nach Geschmack)
  • 250-400 g Marmelade (Himbeer-, Johannisbeere, Sauerkirsche oder Zwetschenmus)
  • evtl. 1-2 EL Rum oder Kirschwasser für die Fülle
  • etwas Milch zum Verquirlen mit Eigelb

Vorbereitung und Teig

Mehl mit Salz und dem Backpulver mischen. Nüsse, Zucker und Gewürze zugeben. Eines der Eier trennen, Eigelb für später beiseite stellen. Das übrige Eiweiß, Ei und die Butter in Stücken hinzufügen und alles kurz zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie verpackt 30 Minuten kaltstellen.

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Alle Teigzutaten mit den Knethaken des Handrührers verkneten. Sollte der Teig kleben, einfach eine Weile in den Kühlschrank stellen. In Frischhaltefolie gewickelt mind. 3 Std. oder 30-60 Minuten kaltstellen (je nach Rezept).

Für den Teig in einer Schüssel Butter, Puder- und Vanillezucker schaumig rühren. Haselnüsse, Ei, Nelken und Zimt zugeben und verkneten. Mehl portionsweise zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Form auslegen und Füllung

Die Form gut fetten und bemehlen. Springformboden (Ø 26 cm) fetten. Zwei Drittel bzw. etwa 3/4 des Teiges auf einer gut gemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Die Springform damit auslegen, Teig am Rand ca. 2 cm hoch stehen lassen. Die glatt gerührte Konfitüre darauf verstreichen, dabei einen ca. 1 cm dünnen Rand frei lassen.

Die Marmelade cremig verrühren, ggf. etwas erhitzen, sodass sie streichfähig ist. Für die Füllung nehme ich gerne eine Mischung aus Himbeer- und Johannisbeermarmelade. Die Marmelade auf den gekühlten Boden geben, gleichmäßig verteilen.

Gitter, Sterne oder Spritztülle - Dekorationsvarianten

Knapp die Hälfte des Teiges auf Formgröße ausrollen und in Streifen schneiden. Rest des Teiges ohne Rand auf Bodengröße ausrollen. Die restlichen Teigstreifen gitterartig darauflegen. Restlichen Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 4 mm dick ausrollen, in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden und als Gitter auf die Marmelade und den Rand legen. Am Rand leicht festdrücken.

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Mit einem Ausstecher die Sterne (oder was immer Ihr mögt) ausstechen. Die Johannisbeermarmelade auf dem Teig verteilen und anschließend die Sterne darauf verteilen. Nach Belieben kann der ausgerollte Teig auch einfach mit Ausstechern ausgestochen werden und auf die Marmelade aufgelegt werden.

Für die Spritzbeutel-Variante: Verrühre den zur Seite gelegten Teig mit etwa 1-2 EL Milch, sodass er etwas weicher wird. Fülle den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und spritze ein Gitter auf die Oberfläche der Marmelade. Spritze nach Belieben auch einen Teigrand.

Eigelb bestreichen und backen

Das halbe Eigelb mit 1 TL Milch verrühren und das Gitter damit bestreichen. Beiseite gestelltes Eigelb mit Milch verquirlen und die Teigstreifen dann bestreichen. Eigelb mit 2 TL Wasser verquirlen und Teig-Gitter damit einstreichen.

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160-170 °C) vorheizen. Die Torte auf der zweiten Schiebeleiste von unten 35-45 Minuten backen; manche Rezepte geben 40-45 Minuten bei 160 °C Umluft oder 30-40 Minuten bei 170 °C Umluft an. Im vorgeheizten Ofen ca. 25-40 Min. backen, je nach Größe und Rezept. Im vorgeheizten Ofen (Mitte) ca. 40 Min backen oder bis die Oberfläche goldbraun ist.

Linzer Torte im Ofen, goldbraun

Abkühlen, Durchziehen und Haltbarkeit

Auf einem Kuchenrost erkalten lassen. Nimm die Tarte aus dem Ofen und lasse sie vollständig in der Form abkühlen. Löse sie dann mit Hilfe des Hebebodens aus der Form. Die Linzertorte hält sich nicht nur gute 4 Tage, sondern schmeckt auch mit jedem Tag besser! Die Torte hält leicht gekühlt mindestens 4 Tage und schmeckt mit jedem Tag besser. Besonders lange Haltbarkeit: Die Linzertorte ist ein Dauergebäck. Das heißt sie hält sich hervorragend mind. 2 Wochen luftdicht verpackt und kann wunderbar als Geschenk z. B.

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Varianten, Tipps und Anpassungen

  • Teig mit Nüssen: Den Teig backe ich am liebsten aus einer Mischung aus Mandeln, Haselnüssen und Mehl. Wer möchte, kann die Nüsse auch vorab ein wenig rösten, das intensiviert den Geschmack noch einmal.
  • Ohne Nüsse: Kann man, ist dann natürlich keine klassische Linzer Torte, aber wer eine Nussallergie hat, kann den Teig ohne Haselnüsse und Mandeln backen. Anstelle dessen nehmt 350 g Mehl und keine Nüsse. Das Ei zum Bepinseln lasst Ihr weg. Und schon ist die Linzer Torte vegan.
  • Alkohol optional: Füge nach Belieben auch jeweils einen Esslöffel Rum, Kirschwasser und Amaretto hinzu. Diese verleihen dem Teig nochmals ein besonderes Aroma.
  • Formen: Nach Belieben kann die Linzertorte auch in einem Backring, Backrahmen, einer Springform oder auch in Burger-Ringen gebacken werden.
  • Frühzeitig backen: Gerne bereits einen Tag vor dem Servieren backen, dann kann der Kuchen durchziehen.
Verschiedene Linzer Torten-Varianten (Gitter, Sterne)

Kurzanleitung (Schritt-für-Schritt)

  1. Mehl, Nüsse, Zucker, Gewürze mischen. Butter, Ei und ggf. Backpulver hinzufügen und zu einem glatten Mürbteig verarbeiten.
  2. Teig in Frischhaltefolie ca. 30-60 Minuten kaltstellen.
  3. Form fetten, 2/3-3/4 des Teigs ausrollen und Boden + Rand auskleiden.
  4. Marmelade glatt rühren und auf dem Boden verteilen, ca. 1 cm Rand frei lassen.
  5. Restlichen Teig in Streifen schneiden oder ausstechen und Gitter/Sterne legen.
  6. Eigelb mit etwas Milch/Wasser verquirlen und Gitter bestreichen.
  7. Bei 170-180 °C (O/U) bzw. 160-170 °C Umluft 30-45 Minuten backen, auskühlen lassen und durchziehen lassen.

Rezepttabelle (Kurzüberblick)

ZutatMenge (ca.)
Mehl200-300 g
Butter100-170 g
Zucker80-170 g
Gemahlene Nüsse80-160 g
Eier1 Ei + 1 Eigelb
Marmelade250-400 g
GewürzeZimt, Nelke, ggf. Kardamom
Wie man Linzer Torte mit Gitter oder Sternen dekoriert

Persönliche Anmerkung

Wer mich kennt, der weiß, na logisch bring ich einen Kuchen mit. Da die Hochzeit allerdings nicht in München war, sondern im schönen Rheinland-Pfalz musste etwas her, was a) für 2 Tage nicht unbedingt gekühlt werden muss und b) einen Transport im Auto gut übersteht. Dafür ist die Linzer Torte quasi prädestiniert. Und so hab ich auch im Mai eine Linzer Torte gebacken und hatte dabei überhaupt nicht einen Gedanken an Weihnachten.

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