Malwina Erdbeeren Marmelade Rezept

Was gibt es im Sommer Schöneres, als ein entspanntes Frühstück im Garten oder auf dem Balkon, mit selbstgemachter Erdbeermarmelade auf einem Brötchen? Das ist Kindheit pur für mich! Ich war als kleiner Stöpsel süchtig nach Mamas Erdbeermarmelade. Ich liebe Erdbeeren und ich liebe Marmeladen.

Warum Malwina-Erdbeeren?

Malwina Erdbeere ist die erfolgreiche Kreuzung aus den Erdbeersorten „Sofie“ und „Klon“ (1998). Charakteristisch für die Erdbeerpflanze Malwina sind die großen, glatten, glänzenden, festen Beeren mit dunkelrot durchgefärbtem Fruchtfleisch. Malwina Erdbeeren punkten mit einer aromatisch-süßen Note. Am besten entfaltet die Früchte ihren Geschmack, wenn sie gut durch- bzw. ausgereift sind.

Die Erntemenge der Malwina Erdbeerpflanzen wird als hoch eingestuft. Der Anteil großer Früchte liegt bei ca. 85 % (strohverspätet ca. 77 %). Das bedeutet, dass der Anteil vermarktungsfähiger Klasse-I-Früchte höher ist als bei der Elsanta Erdbeere. Malwina präsentiert sich für die Direktvermarktung appetitlich in Korb oder Schale, denn ein bisschen erinnern die Beeren an Erdbeeren aus dem Schrebergarten.

Der Anbau der Malwina Erdbeerpflanze ist einfach. Auch bei eher schlechten Bodenverhältnissen ist sie gut anbaubar. Malwina Erdbeerpflanzen sind starkwüchsig, kräftig und sehr robust. Malwina Erdbeerpflanzen sind verträglich gegenüber Verticillium und weniger anfällig für Fruchtfäule und Mehltau. Pflanze und Frucht trotzen intensivem Regen und sind sehr selten von Sonnenbrand betroffen.

Malwina Erdbeeren auf einem Feld

Zutaten (für ca. 8 kleine Gläser)

  • 1,5 kg Erdbeeren (wir empfehlen die Spätsorte Malwina)
  • 1 kg Gelierzucker (bei 2:1) oder Gelierzucker 3:1 nach Geschmack
  • 3 Stück Apfel (für natürliches Pektin) oder 14 g Apfelpektin alternativ
  • 2 Stück Vanilleschoten (Mark und Schote)
  • 150 ml trockener Weißwein (optional, hebt das Erdbeeraroma)
  • 60 ml frisch gepresster Zitronensaft einer Bio-Zitrone

Arbeitsgeräte

  • Großer Kochtopf
  • Holzlöffel und Schöpfkelle
  • Schnabelbecher oder Messbecher zum Einfüllen
  • Pürierstab oder Mixer
  • Schraubgläser und Deckel
  • Essigessenz zur Glasreinigung

Vorbereitung und Hygiene

Hygiene ist das A und O. Gläser gründlich reinigen, dann 2 bis 3 Esslöffel Essig einfüllen, Deckel aufschrauben, schütteln, damit sich die Säure innen verteilt, dann wegschütten. Spüle die Einmachgläser deshalb mit kochendem Wasser heiß aus. Auch die Deckel solltest du sterilisieren!

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Gläser gründlich reinigen und mit Essig ausspülen. Zum Befüllen einen Schnabelbecher verwenden, das vermeidet Kleckern am Glasrand. Die Gläser danach nicht innen berühren.

Schritt-für-Schritt Zubereitung

  1. Die Erdbeeren waschen, das Grün herausdrehen, danach abwiegen und in einen mittleren Topf geben. Tipp: Mit einem Löffel oder den Fingern das Grün der Früchte entfernen.
  2. Die Beeren unter fließendem Wasser gut waschen, danach das Grün entfernen und je nach Größe halbieren. Große Früchte halbieren oder vierteln.
  3. Den Apfel waschen, putzen und rundherum mit der Schale bis zum Kerngehäuse fein reiben. Äpfel klein schneiden oder reiben und mitkochen. Sie bringen natürliches Pektin und helfen beim Binden, ohne den Geschmack zu verändern.
  4. Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, die gelbe Schale fein abreiben und zu den Erdbeeren geben. Du brauchst in jedem Fall Zitronensaft.
  5. Die Vanilleschote ausschaben. Schote und Mark zu den Früchten geben. Das Mark der Vanillestangen ebenfalls zu den Erdbeeren geben.
  6. Die Erdbeeren mit dem Gelierzucker in einem großen Topf mischen. Die Beeren mit Apfelstücken, Vanilleschote und Mark, Gelierzucker und Weißwein in den Topf geben.
  7. Erdbeeren, Gelierzucker und Zitronensaft in einen großen Topf geben und ca. 10 Minuten ziehen lassen. So lösen sich Saft und Aroma besser.
  8. Alles bei mittlerer Hitze aufkochen lassen und gelegentlich umrühren. Alles erhitzen, zwischendurch umrühren, bis die Masse beginnt zu kochen. Die Zutaten aufkochen, dabei mit einem Pfannenwender stetig am Boden rühren, damit die Zubereitung nicht anbrennt.
  9. So lange sprudelnd kochen, wie auf deinem Gelierzucker angegeben ist. (Bei mir sind es 3 Minuten). Die Erdbeer-Marmelade fünf Minuten kochen lassen.
  10. Wenn du deine Erdbeermarmelade ohne Stückchen möchtest, alles mit einem Pürierstab fein pürieren. Die Vanilleschote heraus nehmen und die Früchte mit dem Stabmixer aufmixen.
  11. Gelierprobe: Gib nach der Kochzeit einen Teelöffel Marmelade auf einen Teller oder einen kalten Unterteller. Wenn die Marmelade beim Durchziehen mit dem Finger stehen bleibt, ist die Konsistenz richtig. Andernfalls mehr Gelierzucker ergänzen und erneut aufkochen.
  12. Mit einer großen Schöpfkelle und einem großen Trichter bis 1 cm unter den Rand in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen. Die kochende Marmelade mit einem Messbecher bzw. Schnabelbecher in die Gläser einfüllen. Vorsicht heiß!
  13. Die Ränder der Gläser reinigen. Alle Gläser befüllen und schnell verschließen, damit sich ein Vakuum bildet. Die Schraubdeckel fest verschließen und die Gläser für 5-10 Minuten auf den Kopf stellen.
Eingekochte Erdbeermarmelade in Gläsern

Tipps für das perfekte Ergebnis

  • Die richtige Erdbeerwahl: Um eine richtig leckere Erdbeermarmelade zu kochen, brauchst du möglichst reife, aromatische Früchte. Deutsche Erdbeeren vom Bauern schmecken wirklich am allerbesten.
  • Gelierzucker: Gelierzucker beinhaltet bereits Zitronensäure und Pektin, die beim Gelieren unterstützen. Es gibt Gelierzucker 1:1, 2:1 oder 3:1. Ich stelle meine Erdbeermarmelade mit Gelierzucker 3:1 her; dann habe ich dreimal so viel Frucht wie Zucker in der Masse.
  • Gelierprobe: Die Gelierprobe hilft dir dabei. Nimm einen kleinen Teller und streiche etwas von der gekochten Erdbeermarmelade darauf. Kipp den Teller, sodass er schräg ist. Die Marmelade sollte streichfähig erstarren.
  • Pektin-Alternativen: Agar Agar, Johannisbrotkernmehl, Lein- oder Chiasamen sowie Apfelpektin sind gute Möglichkeiten, um die Marmelade zuckerfrei zu gelieren. Allerdings wird die Erdbeermarmelade dadurch nicht haltbar gemacht und sollte dann innerhalb von 10 bis 14 Tagen verbraucht werden.
  • Wenn du gerade keine frischen Erdbeeren zur Hand hast, kannst du auch tiefgekühlte Erdbeeren verwenden. Abseits der Saison lässt sich Erdbeermarmelade aus gefrorenen Erdbeeren zubereiten.
  • Äpfel und Pektin: Äpfel klein schneiden oder reiben und mitkochen, sie enthalten natürliches Pektin und helfen beim Binden, ohne den Geschmack zu beeinflussen.
  • Wein: Ein trockener Weißwein hebt das Erdbeeraroma. Auf gute Qualität achten, billiger Wein bringt keinen guten Geschmack.
  • Schaum abschöpfen: Ggf. Schaum mit einem sauberen Löffel abschöpfen, damit die Marmelade später schön klar wird.
  • Einfülltrichter: Beim Einfüllen hilft ein Einfülltrichter mit großem Durchmesser. So kleckert man viel weniger.

Variationen und Verfeinerungen

  • Vanille-Traum: Die Kombi aus Vanille und Erdbeeren schmeckt unschlagbar gut.
  • Holunderblüten im Abgang: Ich mag Holunder sehr gerne. Aber für manche ist der Geschmack von Holunderblütengelee zu viel.
  • Verschärfung gesucht?: Ein Hauch frisch gemahlener schwarzer Pfeffer in der pürierten Erdmasse ist mein Geheimtipp für Experimentierfreudige.
  • Kräuterkick: Rühre kurz vor dem Abfüllen ein paar fein gehackte Blättchen Minze, Basilikum oder Zitronenmelisse ein.
  • Limetten-Twist: Tausche die Zitrone gegen eine Limette.
  • Sauer macht lecker: Erdbeer-Rhabarber-Marmelade: Der Rhabarber bringt eine säuerliche Note rein - das schmeckt fantastisch.
  • Zum Verfeinern: Um das Aroma der Erdbeeren zu heben, rührt man vor dem Abfüllen ein kleines Stamperl Himbeergeist ein.
  • Als Sauce: Erdbeermarmelade ist die Basis für eine schnell zubereitete Erdbeersauce: ½ Glas Erdbeermarmelade mit 2 EL Obers und 1 EL Cognac verrühren.
Demonstration: Gelierprobe und Marmelade abfüllen

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Heiß eingefüllt hält die verschlossene Marmelade etwa ein Jahr, nach einem halben Jahr lassen Farbe und Aroma langsam nach. Verschlossen hält sie ungefähr ein halbes Jahr, ehe beides langsam nachlässt. Ungeöffnet ist selbst gemachte Erdbeermarmelade je nach Gelierzucker-Verhältnis 6-12 Monate haltbar (bei 2:1 Gelierzucker 12 Monate, bei 3:1 Gelierzucker 6 Monate). Geöffnet solltest du sie am besten innerhalb einer Woche verzehren.

Im Gefrierfach kannst du die eingefrorene Erdbeermarmelade gut 1 Jahr aufbewahren. Danach verliert sie an Aroma und Farbkraft.

Häufige Fragen

  • Was ist der Unterschied zwischen Erdbeermarmelade und -konfitüre? Laut EU-Definition bestand Marmelade ausschließlich aus Zitrusfrüchten, alles andere war technisch gesehen eine Konfitüre. Im Sprachgebrauch ist Marmelade aber noch immer die bekannteste Bezeichnung für selbst eingekochten Fruchtaufstrich. (Hinweis: Die Verordnung hat sich geändert; inzwischen ist „Erdbeermarmelade“ offiziell zulässig.)
  • Warum kommt Zitronensaft in die Erdbeermarmelade? Die Zitrone ist eine Frucht mit hohem Pektingehalt und unterstützt das Gelieren beim Marmeladekochen. Pektin verstärkt außerdem das fruchtige Aroma der Erdbeeren.
  • Wie lange muss Erdbeermarmelade kochen? Wenn du den Erdbeeren genügend Zeit gibst, um Saft zu ziehen, liegt die reine Kochzeit der Erdbeermarmelade bei 3-5 Minuten. Um zu testen, ob die Erdbeermarmelade fertig ist, kannst du eine Gelierprobe machen.
  • Ist meine Marmelade zu fest oder zu flüssig? Ist die Erdbeermarmelade zu fest, hast du sie wahrscheinlich zu lange gekocht oder es war zu viel Gelierzucker drin. Dann vorsichtig erwärmen, etwas heißes Wasser oder Saft einrühren und kurz aufkochen. Ist sie zu flüssig, mehr Gelierzucker ergänzen und erneut aufkochen.

Serviervorschläge

  • Am liebsten auf einem Weizenbrötchen, aber auf dem Toastbrot schmeckt die Erdbeermarmelade natürlich auch gut.
  • Mein Sohn rührt sich gerne etwas davon in seinen Joghurt. Das schmeckt so viel besser, als gekaufter Erdbeerjoghurt.
  • Für Kuchenfüllungen eignet sich die Marmelade als feine Schicht zwischen zwei Tortenschichten oder auf einem Keksboden.
Nährwerte (pro Portion / Richtwert) Angaben
Kalorien ~443 kcal (je nach Rezept)
Kohlenhydrate / Zucker ~102 g / 95 g
Eiweiß ~5 g
Fett ~1 g

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