Lindt 75 Jahre Jubiläum: Geschichte und Meilensteine der LINDOR Schokolade
Die weltberühmte Lindor Schokolade wird 75! Wir gehen hier gerne auf die Historie der Lindor Tafelschokolade ein. Haben Sie nun Lust auf eine Lindorschokolade bekommen? Die LINDOR Tafel existiert bereits seit 1949 und die berühmten Kugeln erschienen eigentlich nur als Weihnachts-Marketing-Gag im Jahre 1969, in dem man die Rezeptur der Lindorschokolade einfach als eine Art Weihnachtskugel formte, die man an den Baum hängen konnte.
Die Ursprünge: Rodolphe Lindt und die Conchier-Revolution
Rodolphe Lindt, der Sohn eines Apothekers, hatte 1879 in Bern eine kleine Konditorei eröffnet. Kurz danach, im Jahr 1879, produzierte die Schokoladenfirma Rod. Lindt & Söhne nur harte, bittere Schokolade. Doch Lindt liess sich nicht beirren und experimentierte weiter, bis er an einem Freitagabend nach monatelangen Tests seine Fabrik verliess, ohne die Conchiermaschine auszuschalten. Die Maschine rührte die ganze Nacht und das ganze Wochenende über weiter. Die Schokolade, die Lindt schliesslich am Montag vorfand, war köstlich zart und schmeckte wie nie zuvor. Die Schokolade war für immer verändert, was den Beginn einer unvergleichlich cremigen, weltberühmten Lindt Schokolade darstellte.
Das Geheimnis dieser cremigen Schokolade lag im von ihm entwickelten Conchierprozess, der durch die gleichmässige Kombination von Kakaomasse und Kakaobutter mit anderen Zutaten wie Zucker und Milch über einen längeren Zeitraum hinweg eine fein schmelzende Textur erzeugte. Lindts Conchier-Technik kreierte eine „schmelzende Schokolade", die so fein und geschmacksintensiv war, dass ihr niemand widerstehen konnte. Dies war der Beginn einer Schokoladenrevolution.
Fusion und Wachstum: Lindt & Sprüngli
Das Geheimnis behielt er 20 Jahre für sich und verkaufte es dann an Sprüngli in Zürich, woraufhin Lindt & Sprüngli entstand. Die Ursprünge von Lindt & Sprüngli liegen in den beiden Schokoladenmanufakturen von Rudolf Sprüngli in Horgen und Zürich sowie von Rodolphe Lindt in Bern. Sprünglis Sohn Rudolf Sprüngli-Schifferli (1847-1926) übernahm die Firma seines Vaters 1891. Im Jahre 1899 baute Rudolf Sprüngli die Fabrik in Kilchberg und wandelte die Firma im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft um. Die Chocolat Sprüngli AG übernahm bald darauf die Berner Schokoladenmanufaktur von Rodolphe Lindt mitsamt dem Patent für dessen Conchierverfahren. Die Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli war geboren.
In Deutschland wurde 1935 mit der Leonard Monheim AG, Berlin, ein Lizenzvertrag für die Fertigung geschlossen. 1988 übernahm Lindt & Sprüngli die Fertigung dort selbst und produziert seitdem einen Grossteil der international vertriebenen Artikel in Aachen nahe dem Westbahnhof.
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Die Entstehung von LINDOR (1949) und der Name
Die Entstehungsgeschichte von LINDOR 1949 begann für die Lindt Maître Chocolatiers die Reise zu einem völlig neuen Genusserlebnis. 1949 erschufen die Lindt Maîtres Chocolatiers eine Kreation für ein ganz neues Genusserlebnis. Nach zahlreichen Experimenten entwickelten sie eine Schokolade, die so edel und cremig war, dass sie oft mit flüssigem Gold verglichen wurde. Deshalb setzt sich der Name "LINDOR" aus dem Markennamen "Lindt" und dem französischen Wort "or" für Gold zusammen, um den luxuriösen Genussmoment widerzuspiegeln.
Zunächst erschien LINDOR als eine Tafel, deren knackige Hülle mit zartschmelzender Schokolade gefüllt war. Zunächst als Tafel mit einer knackigen Hülle und zartschmelzender Füllung bekannt, sollte es noch 20 Jahre dauern, bis die heute legendäre LINDOR Kugel geboren wurde. Die ursprüngliche Rezeptur ist bis heute unverändert. Und selbstverständlich streng geheim!
Meilenstein 1969: Die LINDOR Kugel als Weihnachtsidee
Zu Weihnachten 1969 wurde die LINDOR erstmals in Kugelform für den Weihnachtsbaum angeboten. Als saisonale Freude im Jahr 1969 und fast 20 Jahre nach der Erfindung des Rezepts begannen wir, unsere berühmte Schokolade als runde Trüffel in Folie zu verkaufen, um an Christbaumkugeln erinnern. Die Lindor Kugeln wurden schnell zu einem neuen Favoriten und die Kunden ließen sich von ihrem Weihnachtszauber packen - doch als die Feierlichkeiten vorbei waren, verschwanden die Kugeln spurlos. Die Lindor Kugeln wurden so sehr vermisst, dass wir sie nur kurz nachdem wir sie aus den Regalen genommen hatten, zu einem festen Bestandteil unseres Schokoladensortiments machten. Die gefüllten Kugeln waren einen Volltreffer, so dass diese schon bald dauerhaft im Standardsortiment aufgenommen wurden.
Gegen Ende der 1970er Jahre begann auch der internationale Durchbruch der LINDOR-Kugeln, welche sich schliesslich zum wichtigsten Produkt der Chocoladenfabriken von Lindt & Sprüngli entwickelten. Heute produziert Lindt über eine Milliarde LINDOR Kugeln jährlich und verkauft diese in fast 100 Ländern.
Design, Markenbild und Produktevolution
Zwei Elemente des Lindor Markenauftritts bestehen seit den Anfängen und stärken die Markenidentität: das typische Rot und die St. Galler Spitze im Logo, das saisonal um Herzen oder weihnachtliche Sterne ergänzt wird. 1962 wurde das charakteristische Spitzenmuster auf der Vorderseite der Lindor Verpackung eingeführt. Inspiriert von der berühmten St. Galler Stickerei steht das Muster für Luxus, Handwerk und Raffinesse und bleibt dabei dem Schweizer Erbe treu. Das Spitzenmuster ist bis heute ein Markenzeichen und drückt auch visuell unser Versprechen aus, dass wir bei allem, was wir kreieren, die höchste Qualität bieten wollen.
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Die Vielfalt an Darreichungsformen von Lindor ist über die Jahre gewachsen. Den Anfang machte 1949 die klassische Schokoladentafel. 20 Jahre später sorgte die Lindor Kugel für den Durchbruch der Marke. Heute ist Lindor ausserdem als Carrées und Schokoladenriegel erhältlich, saisonal auch in Form von Ostereiern, Weihnachtsbaumschmuck oder Schokoladenherzen. Die ausgeprägte Kultur des Schenkens, die mit Lindor verbunden ist, manifestiert sich in einer kontinuierlichen Entwicklung neuer Geschenkideen.
Sorten, saisonale Innovationen und Limited Editions
Die Vielfalt an Sorten - von klassischer Milchschokolade über LINDOR Weiß bis hin zu saisonalen Varianten wie Kokosnuss oder Erdbeer-Sahne - findet jeder seinen Favoriten. 1984 erweiterte Lindt das Lindor Kugelsortiment um Lindor Feinherb, eine dunklen Schokoladenkugel mit einer bittersüßen, cremigen Füllung. Im Jahr 1985 folgte Lindor Weiß und 1994 Lindor Haselnuss. Diese drei Geschmacksrichtungen sind zu wahren Lindor Klassikern geworden und gesellen sich zu unserer Nummer eins: Lindor Milch.
Bis heute ist die klassische Lindor Milch Schokolade die weltweit beliebteste und macht jedes Jahr mehr als 50 % des Gesamtumsatzes von Lindor aus. Jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Freuden. Im Frühjahr stehen Lindor Stracciatella Kugeln (in einigen Ländern auch als Cookies and Cream bekannt) im Mittelpunkt. Der Herbst ist bekannt für unsere Kugeln mit knuspriger Haselnussfüllung. Im Winter bringen wir eine Lindor Sorte mit einer wärmenden Mischung aus Gewürzen wie Zimt und Koriander auf den Markt.
Exklusiv zum Jubiläum: LINDOR Cheesecake und viele Aktionen. Zum 75. Jubiläum bringt LINDOR eine besondere Limited Edition auf den Markt: LINDOR Cheesecake. Die weißen Schokoladenkugeln sind mit einer verführerischen Cheesecake-Creme gefüllt und erinnern an den beliebten Klassiker, der auf keiner Familienfeier fehlen darf.
Jubiläumsjahr 2024: Aktionen, Pop-up und Gewinnspiel
LINDOR feiert das Jubiläum über das ganze Jahr 2024 mit zahlreichen Aktionen. Dazu zählen auch die Jubiläumswochen, die im März und Oktober im Handel stattfinden. Ein besonderes Highlight ist das Gewinnspiel zum Ende des Jahres. Kunden haben beim Kauf einer Aktionspackung die Chance, 75 mal jeweils 1.000 € zu gewinnen. Außerdem dürfen sich LINDOR Liebhaber:innen auf verschiedene Aktionen wie dem LINDOR Cube und ein Jubiläums-Gewinnspiel freuen.
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Im mobilen Pop Up Store bereiten Maîtres Chocolatiers handgemachte LINDOR Kugeln zu, und an einer großen Pick&Mix Bar warten zahlreiche LINDOR Sorten. Ab Mitte Dezember wird der LINDOR Cube im Europapark zu finden sein. Als Dezember-Highlight bietet das große Jubiläums-Gewinnspiel die Chance, beim Kauf eines Aktionsbeutels oder einer Aktionstafel 75 mal 1.000 EUR zu gewinnen.
Markenführung, Shops und Kundenerlebnis
Das Markenerlebnis hat Lindt & Sprüngli über Jahrzehnte aufgebaut, stets gepflegt und an den Bedürfnissen der Konsumenten ausgerichtet. Die Qualität des Markenerlebnisses ist massgebend dafür, dass die Konsumenten einer Marke treu bleiben oder - wie im Fall von Lindor - gar zu Fans werden. Die Bindung ist umso stärker, je stimmiger die Erlebnisse der Konsumenten an all den Punkten sind, an denen sie mit der Marke in Berührung kommen oder von der Marke berührt werden - ob in der Werbung, beim Einkauf im Geschäft wie beim Online-Shopping, beim Schenken oder Beschenktwerden genauso wie beim Genuss der Lindor Köstlichkeiten.
Der Besuch in einem der weltweit rund 520 Shops macht die Marken Lindt, Caffarel, Ghirardelli oder Russell Stover für die Konsumentinnen und Konsumenten weit über die einzelnen Produkte hinaus erlebbar. In ihrer edlen Anmutung erinnern die Shops an den Auftritt, wie es Konsumentinnen und Konsumenten von Luxusmarken aus den Bereichen Kosmetik oder Uhren kennen. Die Verfügbarkeit des gesamten Markensortiments an einem Ort, die kompetente Beratung durch die Chocolate Advisors, der Einblick in die Welt der Maîtres Chocolatiers und der Geschenkservice verbinden sich in den Shops zu einem einzigartigen Kauferlebnis.
Emotionen, Schenken und die Bedeutung von LINDOR im Alltag
Seit 75 Jahren steht LINDOR für unvergleichliche Genussmomente, die für jeden Menschen etwas ganz Besonderes bedeuten können. Ob eine kurze Auszeit vom hektischen Alltag mit der Lieblingssorte oder das Schenken einer speziellen Sorte, um einem geliebten Menschen eine Freude zu machen - LINDOR feiert diese besonderen Augenblicke. Die erlesenen Schokoladenkreationen sind zu einem festen Bestandteil von Feiern im Familien- und Freundeskreis geworden.
Wahrer Genuss berührt die Seele. Es beginnt mit dem Knistern, wenn die Kugel ausgewickelt wird. Dabei wird der fantastische Schokoladenduft freigesetzt, der zu einem tiefen Einatmen animiert. Es folgt der Biss in die knackige Schokoladenhülle, die sich durch ihren feinen Glanz auszeichnet. Daraufhin offenbart sich eine sensorische Erfahrung der unvergleichlichen Art: Die unendlich zartschmelzende Füllung überrascht und begeistert Schokoladengeniesserinnen und -geniesser auf der ganzen Welt immer wieder aufs Neue. Der einzigartige Schmelz sorgt für den charakteristisch langanhaltenden Abgang.
Unternehmen, Wachstum und Verantwortung
Seit 1994 werden alle Gruppenfirmen, darunter auch das bisherige Schweizer Stammhaus Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli (Schweiz) AG, als hundertprozentige Tochterfirmen von einer internationalen Konzernleitung im Rahmen der Holding-Gesellschaft Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli Aktiengesellschaft geführt. Im Jahre 2021 konnte Lindt einen Umsatz von 4,6 Milliarden Franken erzielen, ein Anstieg von 14,2 Prozent zum Vorjahr. Lindt & Sprüngli stellt neben einer Vielzahl von verschiedensten Tafelschokoladen auch Pralinen her. Dazu kommen saisonale Produkte wie Weihnachtsmänner oder Osterartikel.
Mit Russell Stover, das auch die Marke Whitman’s besitzt und in den USA einen Marktanteil bei Pralinés von 60 % hat, wurde Lindt & Sprüngli zum drittgrössten Unternehmen der Schokoladenbranche in Nordamerika und ist dort nun auch mit seinen anderen Marken flächendeckend präsent. Die Anteilsscheine der Gesellschaft gehören zu den teuersten Aktien der Welt.
Mit dem Farming Program, welches 2008 startete, will Lindt & Sprüngli laut eigener Aussage die Lebensgrundlage von Kleinbauern verbessern, indem die Lieferkette der Kakaobohnen verfolgbar ist. Weiterhin erhalten die Bauern Schulungen um „den Kakaoanbau nachhaltig zu intensivieren“. Bis 2021 wurden laut eigener Aussage 82 Millionen Euro in solche Initiativen investiert. Kritik gibt es an den Initiativen jedoch auch. So sei laut Friedl Hütz-Adams vom Südwind-Institut das in den Schulungen vermittelte Wissen bereits vorhanden, dieses umzusetzen wäre jedoch zu teuer für die Bauern.
Meilensteintabelle: Wichtige Daten im Überblick
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 1879 | Rodolphe Lindt entwickelt den Conchierprozess und die zartschmelzende Schokolade |
| 1899 | Gründung der Aktiengesellschaft durch Rudolf Sprüngli; Übernahme Lindts Patent |
| 1949 | Einführung der LINDOR Tafel (Namensbildung aus Lindt + or = Gold) |
| 1962 | Einführung des St. Galler Spitzenmusters auf der Verpackung |
| 1969 | Erste LINDOR Kugeln als Weihnachtsbaumkugeln |
| Ende 1970er | Internationaler Durchbruch der LINDOR-Kugeln |
| 1984-1994 | Erweiterung der Sorten (Feinherb 1984, Weiß 1985, Haselnuss 1994) |
| 2009 | Erstes Lindor Festival; mehr Kundenbeteiligung bei Kreationen |
| 2024 | 75-jähriges Jubiläum LINDOR; Limited Edition Cheesecake und zahlreiche Aktionen |
75 Jahre voller Glücksmomente
Seit 75 Jahren steht LINDOR für unvergleichliche Genussmomente, die für jeden Menschen etwas ganz Besonderes bedeuten können. Ob es nun um den unvergleichlichen Genuss geht oder das persönliche Glücksempfinden: Beides zaubert ein Schokoladenlächeln auf die Gesichter der Menschen. Die Zeit scheint kurz stillzustehen. Es waren wohl genau solche Augenblicke der Glückseligkeit, die die Lindt Maîtres Chocolatiers vor Augen hatten, als sie die bis heute geheime und nahezu unveränderte Lindor Rezeptur kreierten.
Die Vielfalt an Sorten und Darreichungsformen, das starke Markenbild mit typischem Rot und St. Galler Spitze sowie die emotionalen Anknüpfungspunkte beim Schenken und Genießen erklären, warum LINDOR zu einer der führenden Marken von Lindt & Sprüngli aufgestiegen ist. LINDOR gehört zweifellos in den Kreis jener Marken, die generationenübergreifend begeistern und uns regelmäßig aus dem Alltag entführen.
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