Coppenrath Verlag Prinzessin Lillifee: Produkte, Geschichten und Hintergrundinformationen
Der Coppenrath Verlag zählt heute zu den bedeutendsten Kinderbuchverlagen im deutschsprachigen Raum. Seit der Etablierung der Edition „Die Spiegelburg“ durch Wolfgang Hölker im Jahr 1992 entwickelte der Verlag neben innovativen Kinderbuchreihen ein umfangreiches und unverwechselbares Non-Book-Sortiment. Ein Highlight dieses universumsübergreifenden Markenauftritts ist die ab 2004 eingeführte Erfolgsmarke Prinzessin Lillifee, die für viele Mädchen ein Symbol für Fantasie, Freundschaft und Magie ist.
Geschichte und Entwicklung des Coppenrath Verlags
Wolfgang Hölker wusste bereits als Kind, dass er sich für besondere Dinge begeistern konnte. Schon als kleiner Junge wünschte er sich zu Weihnachten nicht irgendein Fernglas, sondern eines mit zehnfacher Vergrößerungsleistung von der Firma Zeiss. Erster Verlag mit 24 Jahren: Bereits als 20-Jähriger war Hölker Galeriebesitzer, mit 24 gründete er seinen ersten Verlag, den Hölker-Verlag, in dem er Kochbücher herausbrachte. Mit 29 Jahren kaufte er sich dann in einen weiteren kleinen, unbedeutenden Münsteraner Verlag ein. Den hat er heute noch, und die schönen Dinge, die stöbert er zwar immer noch gerne auf, doch er produziert längst auch selbst welche: Hölker ist Inhaber des für seine Kinderbücher berühmten Coppenrath Verlags.
Der Coppenrath Verlag war einer der ersten Verlage, der neben dem klassischen Buchprogramm ein eigenständiges Non-Book-Programm entwickelte. Non-Books sind charakterstark - und so waren die ersten Figuren, die die Autoren und Illustratoren zu ihren Kinderbüchern inspirierten, der Bär Charly und Sepp, die Maus: „Schlaf gut, kleiner Bär“ und „Ein Tag im Haus von Sepp, der Maus“. Beide Titel erschienen 1993.
Die Spiegelburg und das Merchandising-Konzept
Wolfgang Hölker schuf mit „Die Spiegelburg“, benannt nach seiner Ehefrau und Ideengeberin Siggi Spiegelburg, ein Label, das viele erfolgreiche Zusatzprodukte parallel zu den Kinderbüchern auf den Markt bringt. Dieses Zusatzgeschäft, das Markenartikler als Merchandising bezeichnen, baute Hölker 1992 als einer der ersten Kinderbuchverleger konsequent auf. Der Grafiker und Verlagskaufmann hat - wie der Disneykonzern - eine Warenwelt rund um seine Kinderbuchfiguren geschaffen, die in ihrer Omnipräsenz in deutschen Kinderzimmern wohl ziemlich einmalig sein dürfte. Allein Felix tummelt sich auf Butterbrotdosen, Linealen, Reisekoffern, Jeanskleidern, Kinderbrillen, Badetüchern, ja sogar auf Camping-Sesseln.
Prinzessin Lillifee - Entstehung einer Erfolgsmarke
2004 schrieb Monika Finsterbusch das erste Buch zur Fee mit Glitzerherzmund und rosa Tüllkleid. „Eine kleine Feenpuppe, mein Spaß an frechen, liebevollen Wesen und Tieren, kombiniert mit der Leidenschaft für Farben, Mustern und Stoffen, inspirierten mich zu Prinzessin Lillifee“, sagt die Autorin und Illustratorin. Mittlerweile sind zehn Geschichten erschienen, die die Wünsche und Gedanken kleiner Mädchen widerspiegeln: sie suchen Freundschaft, lieben die Natur und Tiere. Der Reiz von Prinzessin Lillifee liegt darin, dass sich Fabel, Märchen und Realität vermischen. Monika Finsterbusch ergänzt: „Ich lasse mich bei meiner kreativen Arbeit vor allem von meiner Beobachtung und Intuition lenken. Wenn ich kleinen Mädchen zuschaue, spüre ich, was ihnen gefällt und Spaß macht.“
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Prinzessin Lillifee spricht Mädchen beim Mädchensein voll an, das ist ihr zentrales Geheimnis. Sie ist mittlerweile ein Klassiker unter den Lizenzthemen - das Original unter den Prinzessinnenthemen.
Markenkern, Werte und Zielgruppe
- Zielgruppe: Fans von Prinzessinnen und Feen ab 3 Jahren.
- Markenkern: Freundschaft, Naturverbundenheit, Tierliebe, Fantasie.
- Wertevermittlung: Die Geschichten fördern wichtige Werte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Umweltschutz und inspirieren die Kinder, selbstbewusst und mitfühlend zu sein.
Erfolgsfaktoren: Geschichten, Produkte und Zahlen
„Die Bücher, das ist die Basis unseres Tuns“, betont Hölker. Ohne die Bücher gäbe es die anderen Produkte gar nicht. Der Verlag bringt jedes Jahr zwischen 100 und 120 neue Bücher heraus, und wenn man die Hefte für 95 Cent mitzählt, sind es sogar 400 Bücher jährlich. Die Geschichten von Felix allein haben sich in zehn Jahren mehr als sieben Millionen Mal verkauft. Die Erlöse des Coppenrath Verlags kletterten zwischen 1995 und 2005 von 11,5 auf 55 Millionen Euro, obwohl Hölker keine Anzeigen oder Werbespots schaltete. Bereits die Hälfte des Umsatzes macht Hölker zur Zeit mit den Ablegern von Felix, Lillifee und Co.
Der Lillifee-Hype zeigt sich besonders im Weihnachtsgeschäft: Wer noch keine Lillifee-Puppe für die Bescherung erstanden hat, erhält auch keine mehr, die Fee mit der Ringelstrumpfhose und den rosa Ballettschühchen ist bundesweit ausverkauft.
| Figur | Jahr der Einführung | Verkaufte Exemplare | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Felix der Hase | 1994 | über 7 Mio. | Übersetzt in 25 Sprachen |
| Käpt’n Sharky | 2006 | k.A. | Weltweit beliebt bei kleinen Piraten |
| Prinzessin Lillifee | 2004 | über 1 Mio. (Bücher) | Klassiker, vielfältiges Merchandise |
Prinzessin Lillifee - Gute-Nacht-Geschichten und märchenhafte Abenteuer
Zauberhafter Vorlesespaß für kleine Märchenfans: An einem regnerischen Tag wünschen sich Prinzessin Lillifees Freunde eine spannende Geschichte. Doch das dicke Märchenbuch wurde an die Hexe Alba verliehen. Als Lillifee versucht, aus dem Gedächtnis zu erzählen, gerät so einiges durcheinander. Schnell wird klar: Das Buch muss zurückgeholt werden! Auf dem Weg zum Hexenhaus im Zauberwald stolpern die Freunde jedoch über seltsame Dinge - wie ein Paar herumlaufende rote Stiefel. Im Haus selbst schläft die kleine Hexe tief und fest, während die entflohenen Märchenfiguren im ganzen Wald ihr Unwesen treiben.
Dieses liebevoll gestaltete Bilderbuch aus dem Coppenrath Verlag entführt Kinder ab 3 Jahren in eine fantasievolle Welt voller Magie und Humor. Mit wunderschönen Illustrationen, edler Hochprägung, funkelndem Glitter und glänzender Folie auf dem Cover ist dieses Hardcover-Buch ein echtes Highlight im Kinderzimmer.
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Magische Produktvielfalt rund um Prinzessin Lillifee
Das kleine, in rosa Tüll gewandete Wesen gibt es seit 2004 nicht nur als Buchfigur. Die Püppchen und Döschen, Blöckchen und Armbändchen, Haarspangen aus Strass und Schmuckbeutelchen mit dem Konterfei der kleinen Fee sind bei Mädchen so beliebt, dass sich die eine Million verkauften Bücher von Prinzessin Lillifee vergleichsweise schlapp ausnehmen.
Auch zum Geburtstag, zur Einschulung oder als Alltagsbegleiter begeistert das vielfältige Prinzessin Lillifee-Sortiment: Grußkarten, Platzteller, Uhren, Spielzeug und Modeartikel. In Deutschland und weltweit sind Lillifee-Produkte oft ausverkauft - ein Indiz für die starke Nachfrage und den Hype rund um das Feenreich.
Wertevermittlung und Einfluss auf Kinder
Mit Felix können die Kinder auf Reisen gehen und fremde Länder erkunden; sich verkleiden, schmücken und schminken macht mit Prinzessin Lillifee großen Spaß. Kinder spielen mit ihren Büchern. Mit der passenden Flagge, Pistole und Piratenhaken verwandelt sich jedes Kinderzimmer schnell in ein Piratenschiff, das von mutigen Freibeutern gesteuert wird. Die Geschichten fördern wichtige Werte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Umweltschutz und inspirieren die Kinder, selbstbewusst und mitfühlend zu sein.
Daten und Fakten zu Lizenz und Erfolg
- Nr. 1 der Kinderzeitschriften im Pre-School Bereich
- Mehr als 86 Millionen Spiegelburg-Artikel ausgeliefert
- TOP-Platzierungen am POS (Point of Sale)
- Über 2 Mio. Druckauflagen und zahlreiche Lizenzprodukte
Prinzessin Lillifee gehört mittlerweile zu den Klassikern unter den Lizenzthemen und ist ein fester Bestandteil deutscher Kinderzimmer und Geschenktradition.
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