Anti-Zecken-Kekse für Hunde selber machen – Rezepte, Wirkstoffe und Anwendung
Habt ihr auch das Gefühl, dass dieses Jahr die Zecken in der Überzahl sind? Diese fiesen kleinen Dinger sind wirklich überall anzutreffen. Nach einer Gassirunde auf Dr. Die Idee hat mir aber gut gefallen. Sooo und nun zu meinem Rezept, denn was von außen gut wirkt wirkt auch von innen. Also mega gesund!!!
Warum eigene Hundekekse gegen Zecken sinnvoll sind
Immer mehr Hundehalter entscheiden sich dafür, Hundeleckerlis selbst herzustellen. Es gibt mehrere Gründe, warum sich das lohnt. Volle Kontrolle über die Zutaten: Keine versteckten Zucker, Konservierungsstoffe oder minderwertigen Füllstoffe. Individuelle Anpassung: Egal, ob dein Hund unter Unverträglichkeiten leidet oder einfach wählerisch ist - du backst, was er verträgt. Gesundheit geht vor: Du kannst hochwertige Zutaten wie Haferflocken, Leberwurst oder Lachsöl verwenden. Hundekuchen für besondere Anlässe: Geburtstage, Weihnachten oder einfach so - damit kannst du deinem Hund eine echte Freude bereiten.
Natürliche Wirkstoffe gegen Zecken, die in Keksen verwendet werden
Das Kokosöl ist vielseitig anwendbar und kann Deinem Tier helfen, Zecken fernzuhalten. Das Kokosöl enthält Laurinsäure. Zecken und Flöhe mögen den Geruch gar nicht und werden sich nicht auf Deinem Tier niederlassen. Außerdem zerstören die Fettsäuren die Chitinpanzer der Flöhe, die dadurch abgetötet werden. Weiter habe ich herausgefunden, dass das Kokosöl nicht nur gegen Zecken wirkt, sondern auch gegen Flöhe. Die Anwendung ist ganz einfach: „ihr nehmt etwas Kokosöl und verreibt es in euren Händen , anschließend ins Fell streichen“. Einige sind bestimmt skeptisch aber es haben noch mehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Zistrose - Natürlich gegen Zecken: Zum einen die Zistrose. Das wunderbare Kraut habe ich als Biotee gekauft (kostet so 20 Euro für ein Kilogramm) und es schmeckt als Tee auch wirklich gut und wirkt als Zusatz im Futter hervorragend gegen Zecken. Es krabbelt zwar ab und an eine Zecke auf Julis Kopf herum. Die kann man aber gut absuchen - aber die Zecke scheint Probleme zu haben, sich fest zu setzen. Wenn es doch mal eine schafft, sitzt sie ganz locker und man kann sie ohne Zeckenzange entfernen. Wir geben es nur während der Zeckensaison. Im Winter verzichten wir darauf.
Schwarzkümmelöl - den Zecken keine Chance: Und dann ist da noch das Schwarzkümmelöl. Das funktioniert auch und viele geben es in das Futter. Aber es riecht sehr intensiv und schmeckt nicht wirklich gut. Außerdem soll man es wohl nicht an Hunde verfüttern, die Leberprobleme haben. Also gibt es ein Risiko, weil man ja evtl. gar nicht weiß, wenn der Hund ein Leberproblem hat und ein mäkeliger Hund wird das Öl nicht unbedingt im Futter haben wollen.
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Bierhefe: Bierhefe ist ein Naturprodukt, welches bei der Herstellung von Bier entsteht. Die Hefe ist reich an B-Vitaminen und verändert bei täglicher Gabe den Geruch der Haut Deines Hundes. Bierhefe ist reich an B-Vitaminen, vielen verschiedenen Aminosäuren und Spurenelementen. Sie hilft bei Haut- und Fellproblemen, stärkt das Nerven- und Immunsystem und bringt Linderung bei Magen-Darm-Beschwerden.
Wichtige Hinweise zu Inhaltsstoffen
Achtung vor Bindungsmitteln, Zucker und Konservierungsstoffe - in sämtlichen Hundefutter sind unnötige Zusatzstoffe enthalten, die einer unnatürlichen Ernährung eines Hundes entsprechen. Es gibt Zutaten, die weniger geeignet sind, um Hundeleckerlis gegen Zecken herzustellen; ebenso aber auch Zutaten, die Du bedenkenlos verwenden kannst. Was dein Vierbeiner besser nicht fressen sollten: Weintrauben & Rosinen (können akutes Nierenversagen auslösen), Schokolade (Theobromin), Zwiebeln & Knoblauch (können rote Blutkörperchen zerstören), Avocado (Persin), Zucker & Salz, Süßstoffe (v. a. Xylit) hochgiftig.
Grundausstattung fürs Backen von Hundekeksen
- Rührschüssel & Mixer
- Teigrolle, Ausstechformen
- Backofen, Backpapier, Backblech
- Backmatte (z. B. Collory) für gleichmäßige Portionen
Die Collory Backmatte ist ideal für alle, die regelmäßig Hundekekse selbst backen und dabei Wert auf gleichmäßige Portionen und eine unkomplizierte Handhabung legen. Tipp: Für sehr flüssige Teige empfiehlt sich ein Spritzbeutel oder Teigspatel, um die Mulden exakt und sauber zu befüllen.
Rezept 1 - Kokos-Leckerli gegen Zecken (Backform-Variante)
Rezept Kokos-Leckerli gegen Zecken für ca. 100 ml Wasser od. 200g. Erstens das Mehl, Kokosflocken und das Pulver in einer Rührschüssel vermischen. Zweitens das Kokoswasser oder normales Leitungswasser zufügen und mit einem Handrührer gut verrühren. Mit den Händen den Teig nochmals gut durchkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsplatte den Leckerliteig ca. 0,5cm ausrollen und nach Belieben ausstechen. Die Kekse bei 160 C. Ober- und Unterhitze ca. 20 min. Also die riechen sehr lecker die süßen Kekse.
Rezept 2 - Kokosöl + Bierhefe Pralinen (keine Backzeit)
Das Kokosöl wird geschmolzen und gemeinsam mit der Bierhefe im Mixer ordentlich durchgewirbelt. Ruhig etwas länger mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Jetzt wird die Silikonform befüllt. Das geht am besten, wenn Ihr die Masse erst einmal in eine kleine Flasche umfüllt, nehmt eventuell einen Trichter zur Hilfe und stellt Eure Silikonform vor dem Befüllen auf ein kleines Tablett, dass gleich mit in den Gefrierschrank wandert. Die Leckerlis müssen nun 2-3 Stunden in den Gefrierschrank. Danach lassen sie sich ganz einfach aus der Form lösen und in einer Dose oder einem Glas im Kühlschrank aufbewahrt, halten sie sich mehrere Monate.
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Wieviel braucht nun mein Hund, um geschützt zu sein? Beim Kokosöl ist eine Dosierung von ca. 1 Teelöffel pro Tag pro 10kg Körpergewicht empfohlen. Bei der Bierhefe reichen 1-2 g pro 10kg Körpergewicht aus. Ihr rechnet also aus, wie viel Euer Hund pro Tag benötigt, verzehnfacht die Menge dann und verteilt sie anschließend gleichmäßig auf Eure Form mit den 10 Vertiefungen.
Praktische Tipps zur Anwendung
- Es braucht ca. einige Tage, bis die Wirkung vollständig einsetzt. Wer einen sehr „zecken-anfälligen“ Hund hat, kann zusätzlich noch 2x in der Woche eine kleine Menge Kokosöl in den Händen verreiben und ins Fell einarbeiten.
- Beim Kokosöl ist eine Überdosierung kaum möglich, nur würde zu viel Kokosfett wahrscheinlich mit Durchfall reagieren.
- Desodoriertes Kokosöl ist geruchsneutral und wird auch von mäkeligen Hunden akzeptiert.
- Schwarzkümmelöl nicht bei Hunden mit Leberproblemen oder bei Katzen verwenden (bei Katzen kann es toxisch sein).
Rezept 3 - Glutenfreie vegane Hundekekse mit Zistrose (Anti-Zecken)
Die Basis für meine Hundekese ist Buchweizenmehl, weil es glutenfrei ist. Dazu gibt es Kokosöl und zu Pulver gemahlene Zistrose. Für die Bindung und etwas Geschmack sorgt einen Banane und ich hab noch eine Möhre mit rein gerieben. Ein Apfel oder Zucchini würde da genau so gut passen. Nimm einfach das, was Du da hast und was Deinem Liebling schmeckt.
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Buchweizenmehl | 200 g |
| Kokosfett (Zimmertemperatur) | 80 g |
| Zistrosentee, pulverisiert | 25 g |
| Banane (reif) | 1 Stück |
| geriebene Möhre / Zucchini / Apfel | 1 Stück |
Zubereitung: Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, ca. 1 cm dick ausrollen und daraus ca. 25 Plätzchen ausstechen bzw. ausschneiden. Auf einem (Loch-) Blech mit Backpapier ca. 15 Minuten bei 180 °C backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und noch mindestens einen Tag an der Luft trocknen lassen. Danach können die Hundekekse in einem Glas oder einer Dose aufbewahrt werden. An einem kühlen Ort sollten sie mehrere Wochen haltbar sein. Der Hund sollte je 10 kg Körpergewicht einen Hundekeks am Tag essen.
Allgemeine Backanleitung & Aufbewahrung
Vorbereitung: Zutaten abwiegen und bereitstellen. Gemüse ggf. vorgaren oder pürieren. Teig herstellen: Zuerst die trockenen Zutaten vermengen, dann die flüssigen (z. B. Öl, Ei, Püree) hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Formen: Den Teig etwa 0,5 - 1 cm dick ausrollen. Nach Wunsch mit Förmchen ausstechen oder in kleine Riegel schneiden. Backen: Bei 160 °C Umluft oder 180 °C Ober-/ Unterhitze ca. 25-35 Minuten backen - je nach Dicke der Kekse. Abkühlen & aufbewahren: Nach dem Backen vollständig abkühlen lassen. Luftdicht verpacken oder portionsweise einfrieren.
Rezepte für verschiedene Bedürfnisse
Es gibt einfache Grundrezepte, die sich leicht abwandeln lassen und die sich bei uns wirklich bewährt haben. Ein ideales Einsteigerrezept als Basis: 150 g Dinkelmehl, 50 g zarte Haferflocken, 1 Ei, 2 EL Sonnenblumenöl, 3-5 EL Wasser. Teig anrühren, ausrollen, bei 180 °C ca. 25 Minuten backen. Tipp: Geriebene Karotten, Thunfisch oder getrocknete Kräuter ergänzen. Für kleine Hunde eignet sich ein Bananen-Hafer-Keks (Banane, Erdnussbutter ohne Xylit, Haferflocken, Ei). Für sensible Hunde sind Reismehl-Karotten-Kekse geeignet (Reismehl, geriebene Karotte, Öl, Wasser/Gemüsebrühe).
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Erfahrungen und Langzeitbeobachtungen
Mehr als 5 Jahre habe ich experimentiert und ausprobiert und in den letzten 2 Jahren habe ich endlich die Lösung für uns gefunden. Getestet jetzt das 3. Jahr - zunächst nur von Juli und im letzten Jahr auch von Julis Freunden. Wir sind alle begeistert über eine preiswerte, natürliche und wirklich wirksame Methode. Update 2020: wir nutzen diese Leckerlis jetzt seit 2 Jahren und sind nach wie vor begeistert von der Wirkung. Update 2024: wir sind auf das desodorierte Kokosöl umgestiegen, das frisst auch Ellie problemlos!
Update August 2018: Nach nun 3-monatiger Nutzung der Leckerlis kann ich folgendes berichten: die Wirkung ist wirklich genial und ziemlich zuverlässig. Während einer kurzen Leckerli-Pause waren die Blutsauger bei beiden Hunden innerhalb von 1-2 Tagen wieder sehr interessiert…man muss also wirklich die tägliche Dosis einhalten, damit das ganze funktioniert. Ich bin keine (Tier)Medizinerin und übernehme natürlich auch keine Haftung für die Wirkung dieser Leckerlis, sondern berichte nur von unseren Erfahrungen.
Praktische Aufbewahrungs- und Haltbarkeitshinweise
- Hundekekse die Fleisch oder Fisch enthalten sollten kühl gelagert und innerhalb 3-4 Tagen verfüttert oder eingefroren werden.
- Hundekekse ohne Fleisch, Fisch oder frisches Gemüse sind gut 2-3 Monate haltbar, wenn sie ordentlich durchgebacken wurden.
- Gefrorene Kokosöl-Bierhefe-Pralinen halten im Kühlschrank mehrere Monate.
Wir wünschen Dir viel Spaß beim Nachbacken und Verfüttern. Dein Liebling wird begeistert sein ein mit Liebe gebackenes und leckeres Leckerli zu naschen.
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