Reber Mozartkugeln: Herstellung, Geschichte und Besonderheiten
Die Mozartkugel ist eine Süßware aus Schokolade, Pistazien, Marzipan und Nougat. Wer erfand die Original-Mozartkugel? Wie hieß sie ursprünglich? Seit wann gibt es diese Köstlichkeit und woraus genau besteht sie? Die "Ur-Mozartkugel" erschuf der Bäcker und Konditor Paul Fürst im Jahr 1890 zu Ehren von Mozarts bevorstehenden 100. Todestag. Er nannte seine Kreation "Mozart-Bonbon".
Ursprung und historische Entwicklung der Mozartkugel
In fünfter Generation leitet heute MARTIN FÜRST die Cafe Konditorei im Herzen der Salzburger Altstadt. Die Tradition des Familienunternehmens CAFE KONDITOREI FÜRST reicht bis in das Jahr 1884 zurück. PAUL FÜRST, der Erfinder der heute weltbekannten Original Salzburger Mozartkugel, legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte.
Um das Jahr 1890 erfand der Salzburger Konditor PAUL FÜRST die heute weltbekannte Salzburger Mozartkugel. Der ursprüngliche Name war "Mozart-Bonbon". Die erste schriftliche Erwähnung des Stammhauses in der Brodgasse fand bereits im Jahr 1391 als Hofbäckerhaus statt. Schon 1887 konnte Fürst eine Filiale in der Dreifaltigkeitsgasse übernehmen, die der Sitz der ältesten Konditorei Salzburgs gewesen war.
Schon 1905 wurde Paul Fürst bei der internationalen Pariser Ausstellung mit dem Ehrenkreuz (Diplôme d'Honneur) und der damit einhergehenden Medaille für sein neuartiges Bonbon und dessen innovatives Herstellungsverfahren ausgezeichnet. Bemerkenswert waren die neuartige Rezeptur und das aufwendige Herstellungsverfahren. Jahrelang bewarb Paul Fürst seine Spezialität mit beiden Bezeichnungen „Mozart-Bonbon“ und „Mozart-Kugel“.
Die Erfindung der Mozartkugel mit Zartbitterkuvertüre, Marzipan, Haselnuss-Nougat und Pistazien wird dem Konditor Paul Fürst für das Jahr 1890 zugeschrieben. In einem Werbeinserat aus dem Jahr 1888 warb Paul Fürst erstmals mit dem Mozart-Bonbon. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat ein weiterer Wettbewerber auf den Plan: die Konditorei Schatz.
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Verbreitung und Namensstreitigkeiten
Leider wurde die Marke nicht geschützt und schnell kam es zu industriell gefertigten Kopien von Konfiserien wie Holzermayr und Schatz. Somit strebten die Nachfahren von Paul Fürst einen Rechtsstreit an, der damit endete, dass andere Produzenten andere Namen verwenden mussten. Mirabell darf als einziger eine ebenfalls komplette runde Kugel produzieren, während alle anderen Nachahmer eine leicht abgeflachte Kugel herstellen dürfen.
Es gibt heute etwa die "Echten Salzburger Mozartkugeln", die "Echten Reber Mozart-Kugeln" oder die "Original Salzburger Mozartkugeln". Tatsächlich ist Fürst seit 1996 die einzige Firma, die ihre Mozartschokolade „Original Salzburger Mozartkugeln“ nennen darf. Mirabell, der österreichische Massenhersteller, muss seine Mozartkugeln „Echte Salzburger Mozartkugeln“ nennen.
Die Reber-Firma: Geschichte, Größe und Marktstellung
Die Paul Reber GmbH & Co. KG ist ein Pralinen-Produzent in Bad Reichenhall. Das Unternehmen ist deutscher Marktführer und nach eigenen Angaben mit 500.000 Kugeln pro Tag auch weltgrößter Produzent von Mozartkugeln, die es unter dem Markennamen Echte Reber-Mozartkugeln international vertreibt. Es ist eine stattliche Zahl: Täglich werden um die 500.000 echte Reber Mozart-Kugeln produziert.
1865 wurde von Peter Reber das erste Reber Confiserie-Konditorei-Cafés in München eröffnet und dort bis 1938 betrieben. 1936 übernahm Reber das traditionsreiche Café Schiffmann in der Ludwigstraße in Bad Reichenhall. Das denkmalgeschützte Reber-Stammhaus mit Café-Reber und zugehörigem Ladenverkauf und Gastgarten steht in der Ludwigstraße in Bad Reichenhall. Heute gibt es Reber-Kugeln auch mit Geschmacksrichtungen wie Himbeere oder Limone. Diese Varianten werden unter dem Markenzeichen Reber-Constanze-Kugel, als Hommage an W. A. Mozarts Frau Constanze, exklusiv hergestellt und vermarktet.
Die Produktion der Reber Confiserien inklusive Fabrikverkauf erfolgt heute im Bad Reichenhaller Ortsteil Marzoll. Nach einer Erweiterung des Standortes im Jahr 2021 besitzt die Fabrik insgesamt sechs Produktionslinien. Reber stellt jährlich 80 Millionen Mozartkugeln her. 80% dieser Mozartkugeln werden in Deutschland verkauft und konsumiert, was bedeutet, dass Deutschen die meisten Mozartkugeln essen.
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Herstellungsweise der Reber Mozart-Kugel
Was die Reber Mozart-Kugel so besonders macht? Die fünfschichtige Komposition, höchste Qualität und Liebe zum Detail: In der Mitte ein samtener Haselnuss-Nougatkern, er wird umschlossen von exquisitem Pistazien-Marzipan, hergestellt aus frischen, grünen Pistazien und hocharomatischem Edel-Marzipan aus kalifornischen Mandeln. Umhüllt von einer Schicht Alpenmilch- und veredelt mit einer Schicht Zartbitter-Chocolade, die die Zutaten behutsam einschließen und den formvollendeten Geschmack erhalten.
Die Kompositionen aus mehreren Schichten zeichnet auch sie aus. „Wer Reber kauft, kauft Genussmomente. Reber Confisierien schöpfen aus dem Vollen, sie sind sinnlich und vielschichtig und jede Sünde wert“, so der Geschäftsführer weiter. Während die Reber Mozartlinie stark auf die Komponente Marzipan setzt, geben Kreationen aus der Reber Linie moderne Akzente mit Füllungen in den Sorten wie Crème Brûlée, Tiramisu, Amarettini-Krokant oder Espresso Crisp. Neu sind hier die Reber Fascination und Reber Cafézeit.
Die Original-Mozartkugel von Fürst wird bis heute in Handarbeit hergestellt: Eine Kugel aus Pistazie und grünem Marzipan, umgeben von Nougat, wird auf einen Stab gesteckt und in Schokolade getaucht. Durch den Stab, auf dem die Schokokugeln in Schokolade getaucht werden, bleibt an jeder von ihnen ein Loch; das Loch wird mit Schokolade gefüllt und ein Punkt aus Schokolade bleibt übrig. Bei industriellen Herstellern wie Reber läuft der Prozess maschinell auf mehreren Linien ab, um hohe Stückzahlen wie 500.000 Kugeln pro Tag zu erreichen.
Qualitätsanspruch und Zutaten
Die traditionelle Rezeptur der echten Reber Mozart-Kugel sowie sämtlicher Reber Confiserien sind im Übrigen ein wohlgehütetes, traditionelles Familiengeheimnis. Von Beginn an im Jahre 1865 setzt der Süßwarenspezialist Reber auf echtes Confiserie-Handwerk von höchster Qualität. Es ist ein Versprechen, dass Reber seinen Kunden gibt - und hält: Es werden ausschließlich hochwertigste und natürliche Zutaten verwendet.
Der UTZ-zertifizierte Kakao stammt aus nachhaltigem Anbau. Alle Produkte sind frei von Geschmacksverstärkern, von künstlichen Aromen, Farbstoffen, Konservierungsstoffen und genmanipulierten Rohstoffen. „Die Reber Produkte sind komplett palmfrei“, weiß Alexander Pollok, stellvertretender Leiter der Lebensmittelabteilung der Galeria Kaufhof am Rotkreuzplatz. „Es werden also kein Palmfett, kein Pflanzenfett und keine Fremdfette verwendet, sondern nur Butterfett und Kakaobutter.“ Viele Zutaten wie frische Alpensahne, Honig, cremiger Bergbauernjoghurt und Deutsche Markenbutter stammen direkt aus der Region.
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Um die Frische aller Confiserien zu gewährleisten, werden sie bedarfs- und zielgerecht produziert. Regelmäßige Qualitätskontrollen vom Rohstoff bis zum Endprodukt sind Standard. „Unsere Philosophie heißt Natürlichkeit von höchster Qualität und Liebe zum Detail“, betont Bernhard Pfaff. Reber Confiserien lässt seine Produkte von externen Stellen wie IFS Higher Level und UTZ-Certified für Kakao nach Kontroll-, Nachhaltigkeits- und Sozialkriterien zertifizieren. Die Reber Gruppe ist darüber hinaus Mitglied im Forum Kakao, das sich ebenfalls um fairen Handel und Nachhaltigkeit bei der Kakaoherstellung bemüht.
Produktvielfalt, Verpackung und Lagerung
Von Hand wird die Kugel zum Abschluss mit blau-silberner Stanniol-Folie umwickelt. Man erkennt sie an der silbernen Verpackung mit blauer Aufschrift. Nur diese ist die Original Mozartkugel, was sich auch mit ca.€ 1,50 pro Stk. vergleichen lässt. Reber vertreibt seine Produkte international unter dem Markennamen Echte Reber-Mozartkugeln.
Für einen perfekten Genuss unserer Produkte ist eine Lagerung von 16-18 °C optimal. Werden die Produkte jenseits der empfohlenen Temperatur von +16 bis +18 °C gelagert, kann es zu starken Qualitätsverlusten kommen. Auf den Produkten entsteht ein weißer Belag, der als „Fettreif“ bezeichnet wird. Der Fettreif wird oft mit Schimmel verwechselt, hat mit diesem aber nichts zu tun.
Gemäß dem Lebensmittelrecht sind alle wesentlichen Bestandteile unserer Reber Produkte auf den Verpackungen vermerkt. Doch auch wenn ein Produktrezept keine dieser Lebensmittel enthält, kann es passieren, dass durch Kreuzkontamination kleinste Partikel dieser Allergene in das Produkt gelangen. Darauf weisen wir mit dem Hinweis „Kann Spuren von … enthalten“ hin. Unser Mozart-Kugel-Sortiment ist glutenfrei. Wir haben Spurenhinweise bei gewissen Artikeln, da wir neben den Mozartkugeln auch andere Produkte herstellen, die glutenhaltige Rohstoffe enthalten.
Verkauf, Distribution und internationale Präsenz
80% dieser Mozartkugeln werden in Deutschland verkauft und konsumiert. Darüber hinaus exportiert Reber, ebenso wie die österreichische Firma Mirabell, Mozartschokolade in mehr als 30 Länder. Neben den Mozart-Kugeln haben wir auch andere glutenfreie Artikel. Besuchen Sie unseren Online Shop. Die glutenhaltigen Artikel sind an der Zutatenliste zu erkennen.
Tradition versus Moderne: Handarbeit und Massenproduktion
Das Original von Paul Fürst wird bis heute in Handarbeit hergestellt und beim Kauf gibt es ein entsprechendes Zertifikat dazu. Allein in der Mozart-Kugel-Erfinder-Firma Fürst werden auf diese Weise von dem Mitarbeitern pro Jahr ca. 3 Millionen Kugeln in Handarbeit anfertigt, während der größte industrielle Hersteller Mirabell ca. 90 Millionen pro Jahr anfertigt. Den Vergleich zwischen der manuell und industriell gefertigten Kugel schmeckt man.
Die Konditorei Fürst bleibt ihrem Modell treu, die Original-Mozartkugel wie zu Beginn vor ca. 130 Jahren anzufertigen und nur in ihren eigenen Läden und nicht über andere Firmen zu vertreiben. Wer auf das Original steht, ist unbedingt ein Besuch in Salzburg in einer der Konditoreien von Fürst zu empfehlen bzw. ein Kauf im Online-Shop.
Varianten und Neuheiten
Während die traditionelle Mozartlinie die klassische Schichtung von Nougat, Marzipan und Schokolade zeigt, bieten Hersteller wie Reber kreative Varianten: Reber-Kugeln auch mit Geschmacksrichtungen wie Himbeere oder Limone. Diese Varianten werden unter dem Markenzeichen Reber-Constanze-Kugel, als Hommage an W. A. Mozarts Frau Constanze, exklusiv hergestellt und vermarktet. Während die Reber Mozartlinie stark auf die Komponente Marzipan setzt, geben Kreationen aus der Reber Linie moderne Akzente mit Füllungen in den Sorten wie Crème Brûlée, Tiramisu, Amarettini-Krokant oder Espresso Crisp.
| Hersteller | Typ | Produktion (ca.) |
|---|---|---|
| Reber (Bad Reichenhall) | Industriell, mehrere Linien | ~500.000 Kugeln/Tag (~80 Mio./Jahr) |
| Fürst (Salzburg) | Handarbeit, Original | ~3 Mio. Kugeln/Jahr (handgefertigt) |
| Mirabell | Industriell, Massenproduktion | ~90 Mio. Kugeln/Jahr |
Kulturelle Bedeutung und Mozart-Kult
Im Rahmen der Entwicklung des Mozartkults im 19. Jahrhundert wurden nicht nur Denkmale für Mozart aufgestellt und Gebäude nach ihm bezeichnet, sondern auch Lebensmittel und Getränke u. a. Produkte erhielten seinen Namen. Seit der Enthüllung des Mozartdenkmals im Jahre 1842 wurde eine ganze Reihe unterschiedlichster Produkte auf den Namen Mozart getauft. In Vorbereitung des Mozartfestes meldete die Neue Würzburger Zeitung aus Salzburg am 1. September 1842: Überschwemmt ist die Stadt mit industriellen Erzeugnissen aller Art, die sämmtlich den Namen „Mozart“ als einladende Firma tragen.
Die Mozartkugel setzte sich mit Nachhaltigkeit und überregionaler Verbreitung durch und ist heute das bekannteste kulinarische Mozart-Produkt. Kein Besuch in Salzburg ist komplett ohne in der Konditorei Fürst eine Original Mozartkugel probiert zu haben. Salzburg hat Mozart in der Mitte des 19. Jahrhunderts, 50 Jahre nach seinem Tod, wiederentdeckt. Die Mozart-Statue wurde 1842 errichtet, und die Salzburger erinnerten sich nicht nur an ihn, sondern erkannten auch, dass man mit Mozart Geld verdienen konnte.
Praktische Hinweise für Käufer
- Optimaltemperatur zur Lagerung: 16-18 °C.
- Hinweise auf mögliche Spuren von Allergenen („Kann Spuren von … enthalten“) sind auf den Verpackungen vermerkt.
- Alle wesentlichen Bestandteile sind gemäß Lebensmittelrecht auf den Verpackungen vermerkt.
- Die Original-Mozartkugel von Fürst ist nur in Fürst-Geschäften erhältlich und an der blau-silbernen Verpackung erkennbar.
Wer Reber kauft, kauft Genussmomente. Reber Confisierien schöpfen aus dem Vollen, sie sind sinnlich und vielschichtig und jede Sünde wert. Besuchern von Salzburg empfiehlt sich, neben den Supermarkt-Varianten auch das handwerkliche Original bei Fürst zu probieren, um die Unterschiede zwischen handgefertigter und industriell gefertigter Mozartkugel zu erleben.
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