Lindt Weihnachtsmann schwarz: Herkunft und Bedeutung

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum oder der Adventskalender, und zwar in vielen Ländern der Welt. Besonders beliebt sind Schoko-Weihnachtsmänner: Ausgestattet mit der bekannten, goldenen Glocke, einem liebevoll gestalteten Gewand und hergestellt aus feinster Lindt Schokolade, sind die vielfältigen Lindt Weihnachtsmänner ein beliebtes Geschenk für Klein und Groß.

Historische Wurzeln der Weihnachtsmann-Figur

Die Gestalt des Weihnachtsmannes geht vor allem auf die europäischen Legenden um den heiligen Nikolaus zurück; er ist aber keinesfalls mit diesem gleichzusetzen. Nikolaus von Myra war ein Bischof im 4. Jahrhundert, um den sich zahlreiche Legenden ranken. Schon im Mittelalter wurden im Hinblick darauf Kinder am Gedenktag des heiligen Nikolaus, dem 6. Dezember, oft auch schon am Vorabend beschenkt.

Die Figur des Weihnachtsmannes ist am Ende die Vermischung vieler Brauchtümer, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelten. Die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsmanns ist synkretischer Natur. Die Figur entstand über Jahrhunderte aus der Verschmelzung einer Vielzahl von europäischen und nordamerikanischen Nikolaus- und Weihnachtsbräuchen.

Im 19. Jahrhundert verlor die Gestalt des heiligen Bischofs Nikolaus ihren Ornat (Albe, Stola und Chormantel oder Messgewand), den Bischofsstab und die Mitra; die Darstellung wandelte sich zu einem rundlichen, freundlichen alten Mann mit langem weißen Rauschebart, rotem und mit weißem Pelz verbrämtem Gewand sowie einem Geschenkesack. Eine der ersten Beschreibungen, die der heutigen Form des Weihnachtsmannes ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley.

Die heute weithin bekannte ikonische Darstellung mit dem runden, wohlbeleibten Mann erhielt durch Illustrationen von Thomas Nast und durch Werbekampagnen der Coca-Cola-Company ab 1931 zusätzlichen Einfluss; Haddon Sundblom ergänzte seit 1931 Gesichtszüge wie den weißen Bart und einen Wohlstandsreifen um den Bauch.

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Schokoladen-Weihnachtsmänner: von massiver Schokolade zu Hohlfiguren

Schon viel früher wurden Weihnachtsmänner und Nikoläuse aus Schokolade kreiert. Um das Jahr 1820, also vor rund 200 Jahren, sollen sich die ersten Konditoren an die künstlerisch herausfordernde und symbolträchtige Figur getraut haben und die ersten, manuell geformten Exemplare zum Verkauf angeboten haben. Diese waren, anders als heute, aus massiver Schokolade hergestellt.

Wenige Jahrzehnte später schufen ebenfalls Konditoren die ersten Schokoladenhohlfiguren zur Weihnachtszeit. Zur Herstellung wird flüssige Schokolade zwischen die zwei Hälften einer Form gebracht und im sogenannten Schleudergussverfahren solange gedreht, bis sich die Schokolade gleichmäßig verteilt hat und erkaltet ist. Auf dem Preisschild stand früher gelegentlich andere Bezeichnungen; heute bieten Hersteller wie Lindt ihr Produkt als „Lindt Weihnachtsmann“ an.

Dann, ab den 1950er Jahren, nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf und durch neue Verfahren konnte die Schokolade in verschließbare Formen gegossen werden. So entstanden die noch heute beliebten Relief-Weihnachtsmänner. Auf dieser Basis begann die Herstellung von Hohlfiguren, die dann geschleudert werden, so dass die flüssige Schokolade innen an der Form gleichmäßig verteilt wird. So entstehen die perfekt ausgeformten und mit vielen Details verzierten kleinen Kunstwerke.

Schokoladen-Weihnachtsmänner in verschiedenen Designs

Lindt & Sprüngli: Geschichte und Bedeutung für die Weihnachts-Symbolik

Lindt ist eine Marke mit einer langen und spannenden Geschichte, die von ihren Anfängen in der Schweiz bis zu ihrer internationalen Expansion reicht. Lindt hat ihren Ursprung in der Schweiz, wo im Jahr 1836 David Sprüngli-Schwarz und sein Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann eine kleine Zuckerbäckerei in Zürich übernahmen. Sie begannen, Schokolade in fester Form herzustellen, was damals eine Neuheit war.

Rodolphe Lindt war ein Konditor, der 1879 durch einen glücklichen Zufall das Conchierverfahren erfand, das die Schokolade zart und cremig machte. Er ließ seine Maschine ein ganzes Wochenende lang laufen und entdeckte am Montagmorgen, dass die Schokolade glänzte, duftete und auf der Zunge schmolz. Er hatte die Schokolade revolutioniert.

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Johann Rudolf Sprüngli-Schifferli wandelte seine Firma 1899 in eine Aktiengesellschaft um und kaufte im selben Jahr die Berner Schokoladenmanufaktur von Rodolphe Lindt. Die Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli war geboren. Lindt & Sprüngli wuchs schnell und erweiterte ihre Produktpalette; 1949 wurde der berühmte Lindt Goldhase kreiert, 1967 die erste LINDOR-Kugel entwickelt.

Heute ist Lindt & Sprüngli ein bekannter Name, der weltweit Glückseligkeit, Qualität und Schokoladengenuss signalisiert. Als weltweit führender Anbieter von Premium-Schokolade ist das Unternehmen in mehr als 120 Ländern mit 11 Produktionsstandorten etabliert. Seit 2008 engagiert sich Lindt mit einem Landwirtschaftsprogramm für Nachhaltigkeit; 2013 gründete Lindt die Lindt Cocoa Foundation.

Der Lindt Weihnachtsmann als Markenprodukt

Was wäre Weihnachten ohne den Lindt Weihnachtsmann? Die vielfältigen Lindt Weihnachtsmänner sind in traditionellen wie in modernen Varianten erhältlich. Dabei muss es nicht immer der traditionelle rote Mantel sein, sondern gerne auch verspielte oder moderne Design-Varianten. Lindt überrascht jedes Jahr aufs Neue mit vielfältigen Designs.

Der Lindt Weihnachtsmann lässt sich nicht nur verschenken, sondern ist perfekt für die festliche Dekoration geeignet. Auf dem Fensterbrett in Kombination mit weihnachtlichen Tannenzapfen, oder als süße Überraschung auf der gedeckten Tafel. Der Weihnachtsmann ist dabei so individuell wie die Dekoration selbst: von traditionellem Rot, über glamouröses Gold bis hin zu modernen Motiven.

Lindt Weihnachtsmann in Goldfolie mit Glocke

Warum ein schwarzer Lindt Weihnachtsmann? Bedeutung und Reaktionen

Manche Varianten von Schokoladenfiguren weichen farblich vom traditionellen Rot-Weiß des Weihnachtsmanns ab; das kann Design- oder Markenentscheidungen geschuldet sein. Der Lindt Weihnachtsmann tritt in vielen Designs auf, und dabei sind auch limitierte Editionen und Kooperationen mit Künstlerinnen möglich: Ab sofort stellt Lindt gemeinsam mit der Künstlerin Monica Cerniauskaz Diaz drei einzigartige Varianten vor, eines der Designs wird zur limitierten Design Edition gekürt.

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Die Bezeichnung oder Farbgebung einzelner Produkte sorgt mitunter für öffentliche Debatten. Das Bild eines Einkaufsregals mit einem Preisschild, das eine andere Warenbezeichnung suggerierte, wurde beispielsweise wiederholt in sozialen Netzen verbreitet; Lindt selbst hat sich auf Presseanfragen von Bezeichnungen wie „Jahresendfigur“ distanziert: „Wir bieten dieses Produkt als ‘Lindt Weihnachtsmann’ an. Der Lindt Weihnachtsmann ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Weihnachtssortiments und es ist nicht geplant, unseren […] beliebten Weihnachtsmann umzubenennen.”

Auch Händler reagieren unterschiedlich: Die vom letzten Markt beauftragte Agentur Public Link antwortete in einem Fall: „Das Preisschild stammt nicht von unserem Kunden Netto ApS & Co. KG.“ Solche Vorfälle haben die Faktenchecker in der Vergangenheit beschäftigt; die Eigentümlichkeit liegt oft eher in irreführender Kommunikation oder Social-Media-Narrativen als in tatsächlichen Produktumbenennungen.

Rechtliche Aspekte: Markenschutz von Schokofiguren

Ein Schweizer Schoggi-Hersteller wollte einen Samichlaus schützen lassen. Doch das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) verwehrte den Schutz mit Urteil vom 21. März 2007. Als Begründung führte das BVGer aus: Für einen Markenschutz müsste die angemeldete 3D-Form «gemessen an technischen und kulturellen Gewohnheiten und Erwartungen auf die hinter der Ware stehende betriebliche Herkunft hinweisen».

Das Gericht führte weiter aus: Die Form «zeigt für einen Weihnachtsmann aus Schokolade nichts Auffälliges oder im weihnachtlichen Kontext Unerwartetes, das einen Rückschluss auf eine bestimmte betriebliche Herkunft nahelegte». Damit bleibt das allgemein bekannte Bild des typischen Schokoladen-Weihnachtsmanns rechtlich schwer als Marke zu schützen.

Kulturelle Bedeutung und Konsum: Zahlen und Bräuche

Heute sind Schoko-Weihnachtsmänner aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2021 rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und Weihnachtsmänner hergestellt. Knapp ein Drittel dieser besonderen Begleiter durch die Weihnachtszeit werden exportiert und erfreuen die Menschen in Europa und Übersee.

Aspekt Angabe / Bedeutung
Erste Nikolaus-Schokoladenfiguren Um 1820, aus massiver Schokolade
Einführung Hohlfiguren Ca. Mitte 19. Jahrhundert, Schleudergussverfahren
Produktion Deutschland (2021) Rund 160 Millionen Nikoläuse und Weihnachtsmänner
Exportanteil Knapp ein Drittel

Besonders am Nikolaustag wie auch am 24. Dezember sind Schokoladenfiguren des hl. Nikolaus als auch des Weihnachtsmannes sehr beliebt. Ihren ersten großen Auftritt haben sie am Nikolausmorgen, dem 6. Dezember, wenn die glitzernd eingewickelten Nikoläuse Groß und Klein erfreuen.

Herstellung von Schokoladenhohlfiguren im Schleudergussverfahren

Design, Marketing und Gesellschaft

Die Darstellung des Weihnachtsmanns findet sich insbesondere in der Weihnachtszeit auf unzähligen Objekten des täglichen Lebens wieder. Lindt hat die Schokolade revolutioniert und zugleich stark auf Design und Markenbildung gesetzt. Die Lindt-Produkte - von LINDOR über den Goldhasen bis hin zum Weihnachtsmann - zeigen, wie eng Produktdesign, Tradition und Marketing miteinander verknüpft sind.

In Zeiten, in denen soziale Netzwerke Normalität sind, können Produkte mit besonderer Symbolkraft zu Brennpunkten öffentlicher Debatten werden: Der viel beschriebene Riss, der durch unsere Gesellschaft geht, zeigt sich nicht zuletzt an der Frage, welche Schokolade wir im Dezember kaufen. Doch für viele bleibt der Lindt Weihnachtsmann vor allem ein sinnstiftendes Objekt der Vorweihnachtszeit: Er verbindet Tradition, Genuss und festliche Stimmung.

Gestalterische Vielfalt und Limitierte Editionen

Lindt überrascht jedes Jahr aufs Neue mit vielfältigen Designs. Ab sofort stellt Lindt gemeinsam mit der Künstlerin Monica Cerniauskaz Diaz drei einzigartige Varianten für das kommende Jahr vor. Eines der Designs wird zur limitierten Design Edition 2023 gekürt - und jeder kann mitmachen! Via Online-Umfrage sind alle Lindt Schokoladenliebhaber:innen dazu aufgerufen, über die limitierte Design Edition abzustimmen.

Solche Kooperationen zeigen, wie traditionelle Produkte aktuell neu interpretiert werden können: Von traditionellem Rot, über glamouröses Gold bis hin zu modernen Motiven und Sondereditionen reicht die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten für den Lindt Weihnachtsmann.

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