Zwiebel-Honig-Hustensaft in der Schwangerschaft: Anwendung, Sicherheit und wirkungsvolle Hausmittel gegen Erkältung
Als Schwangere bist du in einer besonderen Situation: Du bist nicht mehr nur für deine eigene Gesundheit verantwortlich, sondern auch für die des kleinen Wesens, das da in dir heranwächst. Und plötzlich tauchen sie auf, die Fragen: Ist so eine Erkältung eigentlich gefährlich für mein Baby? Und darf ich Nasentropfen nutzen, wenn meine Nase ständig verstopft ist?
Ist eine Erkältung in der Schwangerschaft gefährlich?
Die wichtigste Antwort vorweg: Erkältungen sind für dein Baby nicht gefährlich, die echte Grippe hingegen kann es sein. Bist du unsicher, kontaktiere deinen Arzt oder deine Ärztin. Eine Erkältung ist immer lästig, aber in der Schwangerschaft oder im Wochenbett kann sie besonders herausfordernd sein. Keine Sorge: Erkältungsviren können Ihr Baby nicht erreichen und stellen keine Gefahr für dessen Entwicklung dar.
Warum Schwangere anfälliger sind
Schwangere sind besonders empfänglich für Infektionen. Das Immunsystem einer Schwangeren ist weniger aktiv, um das Risiko einer Abstoßung des Embryos zu senken. Wird die Immunabwehr heruntergefahren, haben Erkältungsviren leichteres Spiel und es kann häufiger zu Infekten kommen. Dein Körper arbeitet ohnehin auf Hochtouren, das Immunsystem ist durch die hormonellen Veränderungen etwas anfälliger und viele Medikamente sind dazu noch tabu.
Erkältung, Grippe, Schwangerschaftsschnupfen: Unterschiede
- Schwangerschaftsschnupfen: Ungefähr ein Drittel aller Schwangeren hat eine Schwangerschaftsrhinitis. Im Gegensatz zur Erkältung ist hier aber nur die Nase verstopft, Fließschnupfen tritt nicht auf. Die Rhinitis ist nicht gefährlich für dich oder dein Kind.
- Erkältung (grippaler Infekt): Mehr als 200 unterschiedliche Viren können eine Erkältung auslösen. Meist beginnt die Erkältung mit Schnupfen und Halsschmerzen und dauert fünf bis sieben Tage.
- Echte Grippe (Influenza): Die Influenza solltest du sehr ernst nehmen, denn sie kann Komplikationen in der Schwangerschaft auslösen. Im Gegensatz zur Erkältung beginnt die Grippe meist sehr plötzlich mit Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen.
Wie schütze ich mich in der Schwangerschaft vor einer Erkältung?
Corona hat es uns gelehrt: Vor Ansteckungen schützen Abstand und Hygiene, nicht die warmen Socken oder Wolldecken. Vermeide besser den Kontakt zu bereits erkrankten Menschen, Händeschütteln oder Umarmungen. Regelmäßiges Händewaschen und die Maske über Mund und Nase verringern das Ansteckungsrisiko enorm. Außerdem solltest du deinem Immunsystem auf die Sprünge helfen - am besten mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft, Entspannungsübungen, ausgewogener Ernährung und Ruhepausen.
Immunsystem während der Schwangerschaft stärken
- Ernähre dich gesund und ausgewogen. Iss besser mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt als drei große. Achte auf viel gesundes Gemüse und Obst.
- Trinke ausreichend Flüssigkeit, mindestens drei Liter werden empfohlen.
- Sorge für dich, indem du dir ausreichend Ruhepausen und Schlaf gönnst.
- Treibe Sport: Hochleistungssport ist tabu, aber Schwimmen, Radfahren und Yoga stärken dein Immunsystem und beugen gleichzeitig Rückenschmerzen vor.
Welche Hausmittel helfen - mit Schwerpunkt Zwiebel-Honig-Sirup
Viele Medikamente, aber auch ätherische Öle wie Eukalyptus und Minze sind während der Schwangerschaft tabu. Es gibt dennoch einiges, was deine Beschwerden lindern kann. Wahre Wunder bei Erkältungen, Schnupfen, Husten und Halsweh wirken frischer Ingwertee mit Zitrone und Honig und heiße Hühnersuppe.
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Zwiebelsaft / Zwiebel-Honig-Hustensaft: Rezepte und Anwendung
Hast Du Dir eine Erkältung in der Schwangerschaft eingefangen, wird diese häufig durch Husten begleitet. Ein geeignetes Hausmittel stellt der Zwiebelsaft dar. Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle wirken zudem antibakteriell. Zwiebeln sind grundsätzlich in der Schwangerschaft erlaubt, egal in welcher Form. Sie liefern neben den ätherischen Ölen auch hochwertige Nährstoffe.
Schneide dafür eine große Zwiebel in Stücke und lasse sie mit etwa 100 ml Wasser rund 10-15 Minuten sanft köcheln. Anschließend nur noch abseihen lassen und mehrmals täglich einen kleinen Löffel davon einnehmen. Eine weitere einfache Methode: Gib die Zwiebelwürfel in ein Glas und füge 2 EL Honig dazu sowie 1 EL lauwarmes Wasser. Die Mischung ziehen lassen und teelöffelweise über den Tag verteilt einnehmen.
Praktische Varianten aus Erfahrungsberichten:
- Eine Zwiebel klein schneiden, mit Zucker und/oder Honig bestreuen/übergießen und in den Kühlschrank stellen, dann 3-4× täglich 1-2 TL von dem Saft nehmen.
- Halbe Zwiebel schneiden, in einen kleinen Topf, gleiche Menge Zucker dazu, auf niedriger Hitze köcheln und immer rühren. Sobald sich ein dickflüssiger Sirup gebildet hat, durch ein Sieb abseien und 2× am Tag einen kleinen Löffel nehmen.
- Eine zerkleinerte Zwiebel mit etwas Honig oder Zucker in ein Gefäß geben und im Ofen leicht erhitzen. Den austretenden Zwiebelsaft durch ein Sieb geben und einige Stunden ziehen lassen und dann teelöffelweise über den Tag verteilt einnehmen.
Nach dem Schälen solltest Du eine Zwiebel immer waschen, wenn Du schwanger bist, um die Gefahr der Toxoplasmose zu bannen. Da der Zwiebelsaft klassischerweise mit Honig zubereitet wird, manchmal auch mit Zucker, solltest Du das fertige Gemisch in Maßen trinken. Zwiebelsaft in der Schwangerschaft ist erlaubt. Er gilt als bewährtes Hausmittel bei Husten.
Warum der Zwiebelsaft hilft
Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell und verflüssigen den Schleim in den Bronchien. Honig wirkt antibakteriell und kann den Hustenreiz lindern. Tipp: Zitrone und Honig solltest du erst dazutun, wenn der Tee auf 40 Grad abgekühlt ist. Sonst zerstörst du die gesunden Inhaltsstoffe.
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Weitere bewährte Hausmittel
- Ingwertee: Selbstgemachter Ingwertee mit Zitrone und Honig hilft auch gegen Halsschmerzen. Ingwer wirkt keimtötend, Zitrone liefert wertvolles Vitamin C, Honig enthält viele gesunde Stoffe, die das Immunsystem stärken.
- Hühnersuppe: Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Inhaltsstoffe aus dem Hühnerfleisch in Kombination mit dem Gemüse Entzündungen lindern. Gründlich mit Sellerie, Lauch, Karotten, eventuell Zwiebeln und etwas Ingwer sowie Gewürzen mindestens 1,5 Stunden kochen.
- Salzwasser-Nasenspray / Nasendusche: Das Spray befeuchtet die Schleimhäute, wirkt abschwellend und erleichtert so das Atmen. Eine Spülung mit physiologischer Kochsalzlösung reinigt die Nebenhöhlen.
- Inhalieren: Dampfbäder mit Kamillenblüten, Heublumen oder Salzwasser lösen den Schleim.
- Wickel: Kalte und warme Halswickel bei Halsschmerzen, Kartoffelwickel zur Linderung.
- Lutschpastillen: Lutschpastillen mit Isländisch Moos oder Hyaluronsäure lindern den Hustenreiz.
Welche Medikamente darf ich während der Schwangerschaft nehmen?
Grundsätzlich gilt: Alles, was du zu dir nimmst, nimmt auch dein Baby zu sich. Deshalb solltest du Schmerzmittel und Mittel gegen Erkältungen grundsätzlich nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Arzt bzw. Ärztin einnehmen. Gegen Schmerzen ist in aller Regel eine kurzzeitige Einnahme von Paracetamol möglich. Dieser Wirkstoff ist während der gesamten Schwangerschaft geeignet, sollte jedoch stets in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.
Abschwellende Nasensprays mit dem Wirkstoff Pseudoephedrin sind nicht geeignet, da sie die Blutgefäße verengen und so die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigen können. Ibuprofen und Diclofenac sind nur in Ausnahmefällen und nur in bestimmten Phasen der Schwangerschaft sicher. Pflanzliche Präparate sollten in der Schwanger ebenfalls mit Vorsicht verwendet werden.
Bei Hustenreiz hat sich Zwiebelsaft bewährt: Eine zerkleinerte Zwiebel mit etwas Honig oder Zucker in ein Gefäß geben und im Ofen leicht erwärmen.
Corona in der Schwangerschaft: Was muss ich beachten?
Das Ansteckungsrisiko mit COVID‑19 ist bei schwangeren Frauen nicht erhöht. Da sie aber grundsätzlich leichter empfänglich für Erkältungsviren sind, sind sie auch nicht gegen eine Corona-Infektion gefeit. Schütze dich also mit den bekannten Mitteln: Händewaschen, insbesondere vor dem Essen, Abstand halten und in der Öffentlichkeit eine Maske tragen.
Wann du ärztliche Hilfe brauchst
Es gibt Symptome, bei denen Sie während der Schwangerschaft unbedingt ärztlichen Rat einholen sollten. Dazu zählen: Fieber über 39°C, das länger als 24 Stunden anhält; Bauchschmerzen oder Krämpfe, die über normale Beschwerden hinausgehen; heftig einsetzende Symptome wie plötzliches hohes Fieber, die auf eine echte Grippe (Influenza) hindeuten; starker Husten oder Atemnot; Kopfschmerzen, Schwindel oder Kreislaufprobleme, die nicht von allein verschwinden.
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Praktische Hinweise und Sicherheit
- Nach dem Schälen solltest Du eine Zwiebel immer waschen, wenn Du schwanger bist, um die Gefahr der Toxoplasmose zu bannen.
- Da der Zwiebelsaft klassischerweise mit Honig zubereitet wird, solltest Du das fertige Gemisch in Maßen trinken, besonders bei Schwangerschaftsdiabetes.
- Besprich jede Medikamenteneinnahme, auch pflanzlich, mit deinem Arzt, deiner Hebamme oder in der Apotheke. Erwähne dabei immer, dass du schwanger bist.
- Ein guter Überblick über sichere Wirkstoffe findet sich außerdem auf der Plattform Embryotox.
Kurzanleitung: Zwiebelsirup selber machen (einfach)
- Zwiebel schälen und klein schneiden.
- In ein Glas geben und 2 EL Honig (oder Zucker) und 1 EL lauwarmes Wasser dazugeben.
- Einige Stunden bis über Nacht ziehen lassen oder leicht erwärmen und dann abseihen.
- Mehrmals täglich 1 TL bis 1 EL einnehmen.
Weitere Tipps im Alltag
- Erhöhe die Schlafposition mit einem zusätzlichen Kopfkissen, um besser atmen zu können.
- Achte auf ausreichende Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, z. B. durch Wasserschalen auf der Heizung.
- Bei erkälteten Geschwisterkindern: häufiges Händewaschen, getrennte Handtücher und auf Küsse auf den Mund verzichten.
- Gönn dir Ruhe und hol dir Unterstützung im Haushalt, wenn nötig.
| Beschwerde | Erlaubt/empfohlen | Vorsicht / meiden |
|---|---|---|
| Husten | Zwiebelsaft, Honig (in Maßen), Inhalation, Lutschpastillen | Dextromethorphan nur kurzzeitig und nach ärztlicher Rücksprache, alkoholhaltige Säfte meiden |
| Schnupfen | Meerwasser-/Kochsalzspray, Nasendusche, Inhalation | Pseudoephedrin-haltige Nasensprays, langfristige Anwendung abschwellender Sprays |
| Fieber / Schmerzen | Paracetamol (empfohlene Dosierung) | Ibuprofen/Diclofenac im 3. Trimester |
Mit den richtigen Maßnahmen, Hausmitteln und etwas Achtsamkeit kannst du viel tun, um dich zu schützen und schnell wieder gesund zu werden. Vertraue auf bewährte Hausmittel wie Zwiebelsaft und Honig, aber sprich jede medikamentöse Behandlung mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme ab.
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