Moser Roth Schokolade — ausführlicher Testbericht und Erfahrungen

Schokolade gibt es in einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen und Darreichungsformen. Ob aber nun als Tafel, als Praline oder auch als Kuvertüre, fast immer kann man die Schokolade einer von drei grundsätzlichen Sorten zurechnen. Dabei handelt es sich um Bitterschokolade, Vollmilchschokolade und Weiße Schokolade.

Sorten, Zusammensetzung und Eigenschaften

Am weitesten verbreitet ist hierbei sicherlich die Milchschokolade, die einen Kakaomasseanteil zwischen 25 und 50 Prozent besitzt. Die meisten Hersteller verwenden jedoch Gewichtsanteile zwischen 30 und 35 Prozent, was eine zart schmelzende Konsistenz auf der Zunge bei gleichzeitig süßlichem, aber noch halbwegs intensivem Schokoladengeschmack erlaubt. Schokolade mit mehr als 50 Prozent Kakaomasseanteil bezeichnet man denn auch als Bitterschokolade, manchmal auch als Herrenschokolade. Hier nimmt der Süßegrad rasant ab, wobei es Abstufungen wie Zartbitter (60 bis 70 Prozent) und Edelbitter (80 bis 90 Prozent) gibt.

Interessant für Menschen mit Laktoseunverträglichkeit: Bei Zartbitterschokolade kommt manchmal noch eine geringe Menge Milch zur Verwendung, bei Edelbitterschokolade dagegen in der Regel nicht mehr. Die daraus abgeleitete Regel, wonach Bitterschokolade weniger Zucker beinhalten soll als Vollmilchschokolade, ist jedoch gänzlich falsch. Tatsächlich liegt der Zuckeranteil bei beiden Produkten zwischen 47 und 48 Prozent. Bei Bitterschokolade werden lediglich Milchpulver und Kakaobutter durch Kakaomasse ersetzt - der Energiegehalt ist dabei jedoch identisch. Das gilt übrigens auch für Weiße Schokolade: Ihr wird gänzlich die Kakaomasse entzogen, weshalb auch die bräunliche Färbung ausbleibt.

Moser Roth: Herkunft, Hersteller und Positionierung

Moser Roth ist nicht irgendeine No‑Name‑Tafel, sondern ein klassisches deutsches Schokoladenlabel mit langer Tradition. Produziert wird die Premium‑Linie exklusiv für ALDI vom erfahrenen Süßwarenhersteller Storck - und das schmeckt man. Hinter der Aldi‑Marke Moser Roth (und auch der Choceur Nussbeißer) verbirgt sich die deutsche Süßwarengröße Storck. Kein Zufall also, dass die Schokolade so fantastisch schmeckt und längst nicht mehr nur ein Geheimtipp ist.

Packung Moser Roth Schokolade

Geschmack, Textur und Sortiment

Aussehen: Schoko­laden­braun oder dunkelschokoladebraun, glänzend oder matt­glänzend, fest und kna­ckig beim Zer­brechen. Geruch: Stark nach Kakao. Geschmack: Stark nach Kakao, leicht bitter, leicht süß. Leicht frucht­säuerlich nach Cassis, leicht nach Vanille und Espresso.

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Neben den Bittersorten gibt's Moser‑Roth‑Schokolade auch in Weiß, Vollmilch, mit (Salz-)Karamell-Stücken oder cremigen Füllungen à la Mousse au Chocolat. Was diese dunkle ALDI‑Tafel so besonders macht, ist ihr Preis‑Leistungs‑Verhältnis. Für deutlich weniger Geld bekommt man echten Kakao‑Geschmack mit kräftigen Röstnoten und einem vollmundigen Biss. Experten beschreiben den Geschmack als balanciert und kräftig, nicht zu süß, mit einer echten Tiefe, die viele teure Edelschokoladen in den Schatten stellt.

Testergebnisse und Schadstoffdebatte

Der Hersteller Storck ist im ÖKO-TEST "Mineralöl in Schokolade" (ÖKO-TEST-Magazin 7/2017) mit fünf seiner Moser Roth Schokoladentafeln, die Aldi Süd für 1,19 Euro pro Stück verkauft, durchgefallen. Die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH und die aromatischen Kohlenwasserstoffe MOAH fanden sich in allen fünf Tafeln. Hersteller und Anbieter hatten angekündigt, die Produkte zu verbessern. Zwei Tafeln hatten wir danach bereits neu untersucht. Die Moser Roth Edel Bitter 70 % und die gleichnamige 80 % schnitten daraufhin mit "nicht belastet" und "gering belastet" ab.

Nun waren auch die übrigen drei Sorten im Handel erhältlich: In der Moser Roth Caramel, Edel-Vollmilch-Chocolade stecken weiterhin MOAH; auch der Gehalt an MOSH ist "stark erhöht". Das Testergebnis Mineralöl lautet: "stark belastet". Storck schickte daraufhin ein Gegengutachten, wonach in der gleichen Charge keine Rückstände von MOAH nachweisbar sind. In der Moser Roth Bourbon Vanille, Weiße Schokolade und der Edel Vollmilch stecken "nur" noch "stark erhöhte" Gehalte von MOSH, aber zumindest keine MOAH mehr.

Auch die Stiftung Warentest hat verschiedene dunkle Schokoladen untersucht. Bei den insgesamt 24 Produkten kam es den Testern auf Geschmack, Textur und die Inhaltsstoffe an. Und das Ergebnis der Experten von Stiftung Warentest kann sich durchaus sehen lassen. Von den getesteten Zartbitterschokoladen erhielten 13 die Note „gut“, neun wurden mit „befriedigend“ beurteilt und zwei weitere schafften ein „ausreichend“.

Schokolade im Test: Teure Produkte müssen nicht besser sein als günstige Varianten. Bei Stiftung Warentest belegte die dunkle Schokolade „Moser Roth Edel Bitter“ von Aldi für gerade einmal 0,84 Euro den dritten Platz. Sie hat von Stiftung Warentest ebenso wie die Tafeln von Hachez und Lindt ein „sehr gut“ im geschmacklichen Urteil bekommen. Zusätzlich punktet sie mit einem Fair-Trade-Siegel, das den beiden anderen Gewinner-Produkten fehlt.

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Vanillekennzeichnung und analytische Befunde

K. A. Viele Pro­dukte listen Vanille­zutaten auf, zum Bei­spiel natürliches Vanillearoma, Vanilleex­trakt, Bourbon-Vanille, Bourbon-Vanilleex­trakt, Bourbon-Vanilleschoten oder Vanille. In einigen Pro­dukten haben wir selbst mit emp­findlichen Ana­lyseme­thoden Vanille nicht nach­gewiesen. Vanille in der Schokolade? Experten stellen Mängel bei einigen Produkten fest. Von 13 Produkten, bei denen die Hersteller Vanille in der Zutatenliste angaben, waren die Schokoladen von Hachez und Lindt die einzigen, bei denen die Tester den Inhaltsstoff auch tatsächlich nachweisen konnten. Bei den anderen Schokotafeln war das den Angaben von Stiftung Warentest zufolge selbst mit genausten Analysemethoden nicht möglich.

Preis-Leistungs-Faktor und Marktposition

Preis‑Leistungs‑Champion mit echtem Geschmack: Dass Moser Roth bei Preisvergleichen oft als Geheimtipp auftaucht, ist kein Zufall. In unabhängigen Vergleichen bringt die dunkle ALDI‑Schokolade echte Premium‑Mitbewerber ins Wanken - trotz des geringen Preises von rund 1,83 € pro 100 g. Während teure Marken wie Lindt bei unabhängigen Tests überraschend schlecht abschneiden, zeigt ALDI mit Moser Roth Bitterschokolade 70 % Kakao, dass Qualität nicht teuer sein muss.

Preislich schlägt die Fairglobe Bio-Schokolade Bitter von Lidl meinen Favoriten von Aldi knapp, obwohl die Tafel kleiner ist (100g statt 125g). Hier musst du persönlich nach Geschmack gehen und deinen eigenen Preis-Leistungs‑Sieger wählen. Der Preis für die Bitterschokolade und viele weitere Moser‑Roth‑Sorten sinkt um 10 Cent von 2,29 Euro auf 2,19 Euro.

Erfahrungen beim Verzehr und kulinarische Einsatzbereiche

Mit einem Kakaoanteil von mindestens 60 Prozent ist Bitterschokolade die gesündere Wahl für alle Schokoholics. Sie hat mehr Antioxidantien aus der Kakaofrucht, ist in der Regel vegan und enthält deutlich weniger Zucker als die helle Milchschokolade. Dunkle Schokolade lässt den Blutzuckerspiegel beim Menschen langsamer steigen und sie stillt den Appetit schneller.

Neben dem erfrischenden Knack (am besten aus dem Kühlschrank!) liebe ich dunkle Schokolade vor allem, weil ich mich daran nicht überfressen kann wie an anderen Süßigkeiten. Der herbe Geschmack ist quasi eine eingebaute Schranke. Ideal für meine guten Vorsätze im Januar.

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Lieblingsrezepte mit dunkler Schokolade: Ob von Aldi, Lindt oder wem-auch-immer - Bitterschokolade ist unsere Schoki der Wahl, um Dubai-Schokolade oder Pralinen selber zu machen. Sie schmilzt nämlich nicht so schnell zwischen den Fingern, sodass du sauber snacken kannst. Außerdem knackt sie beim Reinbeißen schöner als Milchschokolade und kann mit süßen Füllungen kombiniert werden, ohne dass die Nascherei überzuckrig wird. Alternativ kannst du aus der dunklen Schokolade auch ein Schokofondue machen oder einen Schokoladenbrunnen damit befüllen.

Weil Bitterschokolade weniger Fett enthält als helle Sorten, gibst du am besten 10 g Kokosöl (auf 100 g Schokolade) hinzu. So läuft die Schokolade geschmeidiger und ist ein köstlicher Dip zu kleingeschnittenem Obst, Plätzchen oder salzigen Crackern. Dunkle Schokolade ist durch die größere Geschmackstiefe außerdem vielseitiger zu kombinieren. Dazu passt nicht nur die klassische Chili, sondern auch andere Leckerbissen wie rotes Fleisch, Käse, Datteln und Wein. Aber Vorsicht: Wenn du empfindlich auf Histamin reagierst, solltest du besser nicht zu viel davon essen.

Schokoladenfondue mit dunkler Schokolade

Testsieger-Vergleiche und Konkurrenz

Testsieger wurde die Schokolade „Edle Bitter“ von Hachez („gut“). Mit 1,99 Euro pro 100 Gramm war dieses Produkt zwar nicht das Günstigste im Test, es konnte die Experten aber vor allem im Geschmack und der Textur überzeugen. Laut Stiftung Warentest habe die Zartbitterschokolade eine „komplexe, sehr starke und aromatische Kakaonote“. Auf dem zweiten Platz landete „Excellence Edelbitter mild“ von Lindt für 2,29 Euro („gut\").

Besonders die „Chocolate made in Africa Zartbitter“ von Fairafric („ausreichend\") wies laut Stiftung Warentest MOAH in einer Menge auf, „die den Orientierungswert knapp überschreitet.“ Akut schädlich seien die Mineralölrückstände laut den Testern zwar nicht, trotzdem raten sie vom täglichen Verzehr der Schokolade ab.

Die Lindt Excellence Mild 70 % Cacao ist bei Öko-Test mit der Note “ungenügend” durchgefallen. Die Gründe: Kritische Mineralölrückstände und kein spezieller Nachhaltigkeitsbeleg für das Produkt. Lindt & Sprüngli kündigte zudem an, Lindt-Schokolade nicht regulär bei Aldi oder Lidl verkaufen zu wollen.

Bewertung: Für wen eignet sich Moser Roth?

Moser Roth eignet sich besonders für Käufer, die viel Geschmack und Textur zu einem günstigen Preis erwarten. Die Tafeln bieten kräftigen Kakaogeschmack, ein angenehmes Mundgefühl und sind vielfach in Tests positiv bewertet worden. Kritisch zu betrachten sind Berichte über Mineralölverunreinigungen in einigen Chargen, die vom Hersteller teilweise bestritten und durch Nachuntersuchungen relativiert wurden.

Wenn dir Nachhaltigkeits- und Inhaltsstofffragen wichtig sind, lohnt sich ein Blick auf die Verpackung (Siegel wie Fairtrade/Bio) und die aktuellen Testergebnisse. Wenn du primär auf Geschmack und Preis-Leistung achtest, ist Moser Roth häufig eine der besten Optionen im Supermarktregal.

Vergleichstest: Discounter-Schokolade vs. Markenprodukte

Kurze Verbrauchertipps

  • Beim Kauf auf Kakaoprozentangabe achten: 60-70 % für ausgewogene Bitternote, 70 %+ für intensiven Biss.
  • Verpackung auf Siegel prüfen (Fairtrade, Bio) und Chargennummern bei Schadstoffberichten beachten.
  • Für Fondue oder Brunnen 10 g Kokosöl pro 100 g Bitterschokolade zugeben.
  • Wer empfindlich auf Histamin reagiert, sollte dunkle Schokolade in Maßen genießen.
Aspekt Bewertung / Hinweis
Geschmack kräftig, balanciert, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Sorten Bitterschokolade, Vollmilch, Weiß, Varianten mit Füllung
Tests & Schadstoffe teils MOAH/MOSH-Funde; Nachtests teils unauffällig
Preis günstig, oft als Preis-Leistungs-Sieger bewertet
Empfehlung Gute Wahl bei Fokus auf Geschmack und Preis; bei Schadstoffbedenken Chargen prüfen

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