Himbeertarte mit Schokolade: Rezept und Zubereitung
Diese Himbeertarte mit Mürbeteig ist unglaublich - unglaublich fruchtig, cremig, knusprig. Und noch dazu durch ihre tolle Farbe und die Deko ein optisches Highlight. Neben der Dekoration macht natürlich vor allem der Geschmack gute Laune. Die können wir in Corona-Zeiten ja alle gut gebrauchen, oder?
Warum diese Tarte besonders ist
Meine Variante basiert auf einem vorgebackenen buttrigen Mürbeteig sowie einer Schokoganache, die im Kühlschrank fest wird. Auch wenn die Zubereitung an sich eher klassisch ist, ist die sommerliche Tarte mit Himbeeren doch etwas Besonderes. Und zwar durch eine spezielle Zutat. Klar könnte man einfach auch weiße Schokolade verwenden. Hier handelt es sich aber um eine Himbeer-Schoko-Tarte mit Ruby. Ruby ist neben Vollmilch-, Bitter- und weißer Schokolade eine vierte, noch vergleichsweise neue Sorte: kräftig rosa, und das ganz ohne zugesetzter Farbe oder Fruchtaromen.
Hergestellt wird Ruby weltweit nur von einem einzigen Unternehmen: Barry Callebaut. Zwar sind dessen Drops aus belgischer Schokolade eh eine Wucht. Die Ruby-Variante, die ich vor einigen Jahren auf der Weltbackmesse kennengelernt habe, toppt das nochmal. Inzwischen gibt es die roten Callets (genauso wie die Karamellvariante „Gold“) auch in 400-Gramm-Beuteln. Wobei ich sagen muss, dass selbst 2.5 Kilo schnell weg sind - sie sind nämlich auch pur extrem lecker 😉 . Ihr Geschmack ist fruchtig.
Zutaten (für ca. 12 Personen / 28 cm Tarteform)
- 100 g Weizenmehl Type 550
- 75 g Mandelmehl
- 130 g weißer Farinzucker (fein gemahlen)
- 1 TL Mandelaroma
- 80 g ungesalzene Butter (Raumtemperatur) + für den Teig insgesamt
- 1 EL Milch
- Prise Salz
- 300 g Callebaut Callets Weiße Schokolade oder Ruby-Schokolade nach Wahl
- 150-250 ml Schlagsahne (je nach Rezeptvariante)
- 125 g Mascarpone
- 125 g Magerquark
- 4 EL Himbeerkonfitüre / Himbeermarmelade
- 250 g frische oder TK-Himbeeren
- 15 g Mandelblättchen, leicht geröstet
- Puderzucker zum Bestäuben
- Optional: Crispearls, Schoko-Knusper-Beeren, Dekoration
Vorbereitung des Mürbeteigs
Alle Zutaten für den Teig zu einem glatten Mürbteig verkneten. Eine Kugel formen, in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlstellen. Ich mache den zarten Mürbeteig meist schon am Vorabend (den man übrigens sowohl in der gerührten Variante mit weicher Butter als auch klassisch mit gekühlten Butterstückchen zubereiten kann). Den Teig kurz Raumtemperatur annehmen lassen.
Mürbeteig: Verknete alle Zutaten für den Teig kurz zu einem geschmeidigen Teig. Forme ihn zu einer Kugel, drücke sie auf einem Teller flach und stelle den Teig abgedeckt für 30-60 Minuten in den Kühlschrank.
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Boden formen und blindbacken
Eine Spring- oder Tarteform (ca. 28 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig auf einer Backmatte oder zwischen Folie etwas größer als die Form ausrollen. Vorsichtig in die Form legen und einen Rand hochziehen. Mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den Boden zunächst blindbacken. Dafür den Teig mit Backpapier belegen und mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Reis beschweren. 10 Minuten vorbacken. Danach weitere 8-10 Minuten ohne Hülsenfrüchte und Papier backen. Abkühlen lassen.
Alternativ: Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen und in eine gefettete und bemehlte Tarteform (24 cm ø) mit Lift-Off Boden legen. Eventuell überstehenden Teig an den Rändern gerade abschneiden. Tarteboden mit einer Gabel mehrfach einstechen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-Unterhitze ca. 15 Minuten blind backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Himbeercreme und Ganache (Füllung)
Für die Himbeercreme die (TK-)Beeren in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren köcheln lassen. Sollten sie stark wässern, etwas Flüssigkeit abgießen. Danach fein pürieren oder durch ein Sieb streichen. Für die Ganache Sahne und Butter ebenfalls in einen kleinen Topf geben, erwärmen (aber nicht kochen lassen), vom Herd nehmen und die Schokodrops darin schmelzen lassen.
Lass die geschmolzene Schokolade etwas abkühlen, sie sollte aber noch flüssig sein. Himbeerpüree zugeben und alles kräftig mit einem Löffel oder dem Handmixer verrühren. Eventuell nochmals kurz pürieren, damit die Ganache schön glatt ist. Die Füllung aus weißer Schokolade, Mascarpone, Sahne und Quark bringt eine cremig frische Note.
Tarte füllen, kühlen und dekorieren
Creme auf dem Boden verteilen und im Kühlschrank mindestens 1,5 Stunden kühlstellen bzw. fest werden lassen. Alternativ kann man sie auch ins Gefrierfach stellen. Nach Belieben mit frischen Beeren, Baisertropfen und Schoko-Knusper-Beeren belegen. Die Tarte hält sich im Kühlschrank ca. 2 Tage.
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Für die klassische Schoko-Himbeer-Variante empfiehlt es sich, vor dem Auftragen der Ganache eine dünne Schicht Himbeermarmelade aufzubringen: Bei dieser Schokobombe finde ich es zwingend wichtig, dass man eine Schicht Himbeermarmelade hat, ein säuerlicher Kontrast zu der ganzen Schokolade bzw. Ganache, sonst wird der Geschmack zu einseitig.
Nach Belieben kann man geometrische Dekorationen aus Schokolade anfertigen: Täfelchen mit Farbpuder abpudern, in Dreiecke schneiden und die Tarte damit belegen. Tarterand mit geschmolzener Schokolade bestreichen und mit bunten Zuckerperlen bestreuen. Für den besonderen Crunch Crispearls von Callebaut verwenden: Falls ihr euch übrigens fragt, was diese schwarz-gold-rosafarbenen Kügelchen auf der Himbeertarte sind: Es handelt sich um Crispearls von Callebaut, knusprig gerösteten Kekse z.B. mit Ruby-Überzug. OMG! Aber die waren bei uns so schnell weg, dass ich ein paar für die Himbeer-Tarte retten (und vor der Familie verstecken) musste. Unbedingt testen!
Varianten und Tipps
- Momentan schmeckt der Kuchen mit frischem Obst natürlich am besten. Außerhalb der Saison wird die Himbeertarte mit gefrorenen Himbeeren aber genauso gut.
- Weiße Schokolade und Himbeeren passen dagegen immer. Ich könnte mit den beiden Zutaten auch ein tolles Dessert vorstellen. Aber erst einmal gibt es eine Tarte.
- Findet Ihr nicht auch, dass gebackene Himbeeren in so einer Tarte besonders schön aussehen? Ich finde Himbeeren ja besonders schwer zu fotografieren, besonders wenn sie noch nicht gebacken sind. Aber dafür braucht so eine Tarte kaum Deko, die sieht schon an sich so schön aus, dass ein paar Blumen an der Seite durchaus ausreichen.
- Die Tarte ist perfekt wenn Ihr doch mal schnell etwas zaubern wollt, denn sowohl Boden als auch Creme sind schnell angerührt und in den Ofen muss sie auch nur für etwa eine halbe Stunde.
- Sie schmeckt sowohl warm als auch aus dem Kühlschrank am nächsten Tag.
- Für eine intensivere Mandelnote: Der Boden besteht aus Weizen und Mandelmehl, das feine Mandelaroma wird durch etwas Mandelaroma und geröstete Mandelblättchen auf der Oberfläche unterstützt.
Zubereitungszeit und Portionen
± 1 Stunden Zubereitungszeit ± 5 Stunde Wartezeit. 12 Personen. Die Tarte ist reichlich und ideal zum Teilen; bei Bedarf kann man die Mengen proportional reduzieren.
Kurze Schritt-für-Schritt-Übersicht
- Teig herstellen, in Folie wickeln und kühlen (30-60 Min.).
- Teig ausrollen, Form auskleiden, blindbacken (ca. 15-20 Min.).
- Himbeeren köcheln lassen, pürieren und ggf. abseihen.
- Sahne erhitzen, Schokolade schmelzen, Himbeerpüree einrühren → Ganache.
- Füllung in den Boden geben, kühlen (min. 1,5 Std. besser über Nacht).
- Mit frischen Himbeeren, Crispearls, Mandelblättchen und Puderzucker dekorieren.
Tipp! Hast du dieses Rezept ausprobiert? Hast du mit diesem Rezept eine feine Tarte mit weißer Schokolade und Himbeeren gebacken? Dann sind wir sehr gespannt auf dein Ergebnis. Mach ein Foto deiner Tarte und teile es in deinen Instagram Stories.
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