Hilft Honig gegen Fieber? Wirkung, Anwendung und Tipps im Überblick
Fieber ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien. Es ist Ausdruck einer Abwehrreaktion und zeigt sich in einer Erhöhung der Körpertemperatur. Viele Menschen setzen dabei auf bewährte Hausmittel wie Honig, um Symptome zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen. Doch wie wirksam ist Honig wirklich bei Fieber? Welche Anwendungen sind sinnvoll und was sollte dabei beachtet werden?
Wie entsteht Fieber und welche Symptome treten auf?
Fieber tritt meist zusammen mit anderen Beschwerden auf. Dazu gehören Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Schüttelfrost und Muskelzittern sind typische Begleiterscheinungen bei Fieber. Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers, die sich in einer Erhöhung der Körpertemperatur zeigt. Meist sind Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien die Ursache. Ebenso werden aber durch die erhöhte Temperatur auch mehr weiße Blutkörperchen produziert, und die benötigt das Immunsystem, um Bakterien oder Viren zu bekämpfen.
Bei einer Infektion können Krankheitserreger und Entzündungsbotenstoffe bewirken, dass unser Gehirn wie ein inneres Thermostat den Sollwert der Körpertemperatur anhebt. Fieber hilft, die Krankheitserreger zu schwächen bzw. abzutöten - es ist deshalb nicht negativ, sondern zeigt, dass der Körper sich wehrt. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36 und 37,5 °C. Von erhöhter Temperatur spricht man, wenn das Thermometer auf 37,6 bis 37,9 °C klettert. Als Fieber gelten Temperaturen ab 38 °C. Ab 39 °C gilt das Fieber als hoch. Bei einer Temperatur von über 39 Grad spricht man von hohem Fieber, ab 40 Grad von sehr hohem Fieber. Lebensbedrohlich wird es, wenn die Körpertemperatur 42 Grad übersteigt, weil hierbei Eiweißbausteine im Körper zerstört werden.
Honig bei Fieber - Wirkung und Vorteile
Honig ist ein altes Hausmittel bei Erkältungen. Er hat antientzündliche Inhaltsstoffe, unterstützt das Immunsystem und wirkt somit indirekt auch gegen Fieber. Honig gilt wie Knoblauch als natürliches Antibiotikum und wird medizinisch vielfach eingesetzt. Das Naturheilmittel hat eine antioxidative Wirkung und geht so gegen freie Radikale im Körper vor.
Honig sollte in Massen - etwa ein Teelöffel pro Tag - genossen werden. Noch dazu hat Honig einen ausgezeichneten Geschmack, weswegen er gerne als gesundes Süßungsmittel in Kräutertees verwendet wird. Er kann beispielsweise in Tee gegeben werden. Dieser sollte jedoch zuvor etwas abgekühlt sein, da ansonsten die wertvollen Inhaltsstoffe durch die Hitze zerstört werden.
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Manuka-Honig: Besonderheiten und Einsatz bei Infekten
Manuka-Honig wird traditionell als Naturheilmittel gepriesen. Das Besondere an Manuka-Honig ist seine antibakterielle Aktivität, die auf den Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO) zurückgeführt wird. In der Literatur wird berichtet, dass medizinischer Manuka-Honig, vor allem aufgrund des enthaltenen MGOs, eine Vielzahl von Bakterien hemmen kann, einschließlich einiger antibiotikaresistenter Stämme. Medizinischer Manuka-Honig soll zudem verhindern, dass sich auf Wunden ein Biofilm bildet, der Bakterien vor Antibiotika schützt. Außerdem soll er bestehende Biofilme auflösen und so die Wundheilung unterstützen.
Nur der medizinische, sterile Honig darf zur Wundbehandlung verwendet werden. „Normaler“ Manuka-Honig hingegen ist ein Naturprodukt, das Keime enthält und folglich schwere Reaktionen und Wundinfektionen hervorrufen kann. Für positive Effekte von medizinischem Honig in der Wundbehandlung fehlen bislang jedoch die Belege. Während normaler Honig ein bekanntes Hausmittel bei Husten, Halsschmerzen und Erkältungen ist, enthält Manuka-Honig deutlich höhere Mengen des Wirkstoffs Methylglyoxal - der Hauptgrund für seine starke antibakterielle Wirkung. Aber Achtung: Die antibakterielle und antioxidative Wirkung kann bei Temperaturen von über 65 Grad Celsius verringert oder gar zerstört werden.
Anwendung von Honig bei Fieber
Honig kann als Zusatz in Kräuter- und Lindenblütentees, in heißer Milch (lauwarm verwenden!), oder als Teil von Hausmitteln wie Hühnersuppe verwendet werden. Wer unter Fieber leidet, muss viel trinken. Neben Wasser eignet sich Tee am besten. Besonders Lindenblütentee wird schon lange gegen Fieber eingesetzt. Gibst du dann noch einen Löffel Honig in deinen Tee, tust du deinem geschwächten Körper etwas doppelt Gutes. Es gibt fiebersenkende Tees, die das Schwitzen fördern und so dem Fieber entgegenwirken. Neben Lindenblütentee und Tee aus Schafgarbe gibt es in der Apotheke oder in Drogerien auch spezielle Teemischungen zur Fiebersenkung.
Empfohlene Zubereitung:
- Tee auf Trinktemperatur abkühlen lassen (unter 40° C), dann einen Teelöffel Honig dazugeben.
- Honig pur als kleines „Löffelchen“ nehmen oder mit etwas Zitronensaft mischen.
- Hühnersuppe mit Honig süßen, um Geschmack und Wirkung zu kombinieren.
Honig sollte nicht bei Babys und Säuglingen unter zwölf Monaten angewendet werden, da sich ihre Darmflora noch nicht komplett entwickelt hat und sie sich dadurch mit dem seltenen, aber lebensgefährlichen Säuglingsbotulismus infizieren können.
Weitere Hausmittel und Maßnahmen zur Fiebersenkung
Bei Fieber ist es wichtig, viel zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Das hilft dem Körper, Wärme abzutransportieren und das Fieber zu senken. Häufig eingesetzt werden Auflagen und Wickel:
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- Wadenwickel: Die feuchten Wickel entziehen dem Körper Wärme und verschaffen so Erleichterung. Tränke Handtücher in kaltem Wasser und wringe sie gut aus - um die nassen Tücher kommen trockene Handtücher, um das Bett nicht durchnässt.
- Essigsocken: Socken aus Baumwolle oder Wolle in Apfelessig-Wasser tränken und tragen - Essig soll die Hitzeabgabe über die Haut beschleunigen.
- Kühle Kompressen: Feuchte Waschlappen oder Tücher auf Stirn oder Nacken können Fieber senken.
Bei hohem Fieber helfen oft Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen. Diese Wirkstoffe werden häufig gegen Fiebersymptome eingesetzt: Paracetamol ist magenfreundlicher, Ibuprofen wirkt zudem entzündungshemmend.
Kraeutertees und weitere Naturmittel
Kräutertees sind besonders gut, denn sie fügen zum einen Flüssigkeit zu, zum anderen haben sie entzündungshemmende, fiebersenkende oder desinfizierende Wirkungen. Beliebte Tees als Hausmittel gegen Fieber sind Mischungen aus Schafgarbe, Holunderblüte, Weidenrinde, Lindenblüte, Kamille oder Thymian. Schafgarbe und Lindenblüte öffnen die Poren und haben eine schweißtreibende Wirkung. Ingwer und Holunderblüten regen das Schwitzen an, wodurch der Körper abgekühlt wird.
- Ingwer: Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Ingwer machen ihn wirksam gegen Fieber. Frisch gebrüht als Tee, ideal mit Zitrone und Honig kombiniert.
- Knoblauch: Unterstützung der Immunabwehr und Vorbeugung von Infekten - wirksam vor allem roh oder in Suppen.
- Zwiebel: Zwiebeln enthalten wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine, Kalium sowie spezielle Schwefelverbindungen, die der Immunabwehr helfen.
| Hausmittel | Hauptwirkung | Besondere Hinweise |
|---|---|---|
| Honig | Antientzündlich, antioxidativ, immunstärkend | Nur lauwarm verwenden, nicht für Babys |
| Lindenblütentee | Schweißtreibend, fiebersenkend | Mit Honig kombinieren |
| Wadenwickel | Kühlend, temperaturausgleichend | Nicht bei Schüttelfrost, kalten Füßen |
| Ingwer | Fiebersenkend, antiviral, entzündungshemmend | Als Tee oder Suppenzusatz |
| Hühnersuppe | Immunstärkend, schweißtreibend | Altes Hausmittel, vielseitig kombinierbar |
Wichtige Hinweise bei Fieber und Honiganwendung
Fieber ist meistens ein Symptom eines Infektes, einer Infektionskrankheit oder einer Entzündung, welche durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen werden kann. Bei hohen Temperaturen solltest du nicht selbst versuchen, das Fieber zu senken, sondern dich ärztlich beraten lassen. Hausmittel zum Fiebersenken eignen sich allerdings nur, wenn du kein hohes Fieber hast. In diesem Fall solltest du unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Auch wenn du ein Baby oder ein Kind mit Fieber hast, solltest du nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen.
Babys und Säuglinge sind besonders empfindlich - für sie gelten spezielle Regeln für die Fiebersenkung. Bei Säuglingen unter drei Monaten ab 38 °C, bei Kindern ab 38,5 °C sollte ärztliche Beratung eingeholt werden. Bei Erwachsenen ist ein Arztbesuch ratsam, wenn das Fieber länger als drei Tage anhält oder auf über 40 °C steigt.
Lagerung und Haltbarkeit von Honig
Honig als Lebensmittel sollten Sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren, da er hitze- und lichtempfindlich ist. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten. Temperaturen über 65 °C zerstören die wertvollen Inhaltsstoffe. Ein trockener Ort ist wichtig, da Honig Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Daher am besten immer den Deckel fest verschließen.
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Zusätzliche Tipps für einen schnelleren Heilungsverlauf
- Viel Ruhe und ausreichend Schlaf gönnen
- Leichte, luftige Kleidung tragen
- Kühle Raumtemperatur (regelmäßig lüften)
- Elektrolyt- und isotonische Getränke, Suppen und Kompott bei Appetitlosigkeit
- Körperliche Aktivitäten vermeiden
Fieber ist eine nützliche Abwehrreaktion des Körpers auf Infektionen, sollte aber beobachtet werden. Honig kann als sanftes und wertvolles Hausmittel indirekt zur Immunstärkung und Linderung beitragen - am besten als Ergänzung zu anderen bewährten Methoden.
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