Einfaches Rezept für harte Kekse: traditionelle und vielseitige Varianten

Harte Kekse sind ein Klassiker, der in vielen Regionen und Familien seit Generationen beliebt ist. Sie eignen sich hervorragend als Vorrat, für Advents- oder Silvesterbräuche, als Knabberei zum Tee oder Kaffee und lassen sich in vielen Geschmacksrichtungen herstellen - süß, nussig, würzig oder herzhaft.

Warum harte Kekse backen?

Klütjes oder Punker sind traditionelle Kekse aus Nordfriesland, die ganz einfach zuzubereiten sind. Früher war es Brauch, dass in der Adventszeit Hunderte, wenn nicht sogar Tausende davon gebacken wurden. Diese Kekse sind gerade einmal so groß wie ein 5 Cent Stück, trocken und sie schmecken wie kleine, harte Lebkuchen. In vielen Familien wurden die Punker in der Weihnachtszeit als Spielgeld benutzt und traditionell wurden sie am Silvesterabend den Rummelpott-Läufern, die von Haus zu Haus laufen und singen, in die Taschen gekippt.

Punker / Klütjes - traditionelle Nordfriesland Kekse

Grundlege Rezeptsammlung: Basiszutaten und Technik

Die Zubereitung ist in der Regel unkompliziert: Ihr gebt alle Zutaten einfach in eine Schüssel oder in die Kitchen Aid, gut kneten lassen - mit der Maschine oder einem Handrührer. Tipp: Der Teig ist anfangs krümelig, je länger ihr rührt und knetet, desto besser wird er!

Anhand verschiedener Vorlagen aus dem Material lassen sich mehrere typische Varianten beschreiben:

1) Klassische harte Gewürzplätzchen (Punker / Klütjes)

Anschließend das Weizenmehl mit dem Salz und den Gewürzen mischen und auf die anderen Zutaten schütten. Die Punker bzw. Diese Kekse sind fertig, wenn sie dunkelbraun, aber nicht verbrannt sind. Wenn die Punker oder Klütjes vollständig kalt sind, verpacke ich sie in Dosen. Verändere die Zusammensetzung der Gewürzmischung nach deinem Geschmack. Hirschhornsalz und Pottasche kannst du nicht durch Backpulver oder Natron ersetzen.

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2) Nuss-Stängeli (knusprig, lagerfähig)

Dies ist tatsächlich eines der beliebtesten Rezepte. Zuerst die Butter etwas aufschlagen. Dann Zucker, Salz und Ei dazugeben und weiterschlagen bis eine helle Masse entsteht. In einer kleinen Schüssel Haselnüsse und Mehl mischen und dann zur Butter-Ei-Zucker-Mischung geben und durchmischen. Eine rechteckige Auflaufform mit Frischhaltefolie ausschlagen und den Teig hineinfüllen und gleichmäßig verstreichen. Mit Frischhaltefolie bedecken und für min. 1,5 Stunde im Kühlschrank kühlen.

Den Teig zu einem ca. 15 x 21 cm großen, etwa 1 cm dicken Rechteck auswellen. Diesen in Stängeli mit 5 x 1 cm schneiden. Die Stängeli auf die Backbleche legen und dann nochmals ca. 15 Minuten kühlen. Eigelb mit Milch verrühren und damit die Stängeli direkt vor dem Backen nur auf der Oberseite mit der Mischung bepinseln. Für ca. 8-10 Minuten backen, die Stängeli sollten goldgelb werden. Die Stängeli halten sich auch eine ganze Weile, man kann also prima auch größere Mengen backen und die dann in einer Dose oder luftdicht in einer Tüte verpackt aufbewahren.

3) Marmeladen-Kekse (weichere Variante, aber Grundlage für haltbare Plätzchen)

Diese Marmeladen-Kekse sind einfach in der Zubereitung und schnell gebacken. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Eine Mulde in die Mitte formen. Die kalte Butter in kleinen Stückchen in die Mulde geben, anschließend die Eigelbe und der Zucker zusammen mit dem Vanillezucker darüber geben. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Sobald der Teig gut gekühlt und fest ist, den Backofen auf 175-180 Grad Umluft vorheizen. Für die Kekse jeweils ein kleines Stückchen Teig abbrechen und zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser rollen. Anschließend mit dem Daumen oder der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde in die Teigkugel drücken. In die Mulde einen Klecks gekühlte Marmelade setzen. Die Kekse in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 12-15 Minuten backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen. Tipp: Die Kekse halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche.

Marmeladen-Kekse - mit Mulde gefüllt

Herzhafte Variante: Käseplätzchen / Käse-Cracker

Die leckeren Käse-Cracker aus Mürbeteig haben die Herzen vieler Familien im Sturm erobert. Und ja, sie machen süchtig. Das herzhafte Käsegebäck ist so etwas wie die salzige Variante klassischer Ausstechplätzchen. Der Teig der pikanten Plätzchen zum Ausstechen ist eher weich. Man kann die Käseplätzchen genauso bunt verfeinern wie süße Ausstecherle. Statt Zuckerkügelchen, Schokostreuseln und Puderzucker kommen hier eben Sesam, Kümmel, Paprikapulver oder Kräutersalz zum Einsatz.

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Rezeptgrundlage: 100 Gramm Butter weich, 100 Gramm Sahne, 1 mittelgroßes Ei, 100 Gramm geriebener Käse, 250 Gramm Weizenmehl, 1 Teelöffel Backpulver, 1 ½ Teelöffel Salz. Weiche Butter schaumig schlagen, dann das Ei und die Sahne unterrühren. Geriebenen Käse, Mehl, Backpulver und Salz dazugeben und alles zu einem eher klebrigen Teig verarbeiten. Mit etwas Pfeffer, Paprikapulver o.ä. nach Belieben würzen. Teig etwa für mindestens 1 Stunde kühlstellen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder noch besser zwischen Folie eher dick ausrollen und Plätzchen ausstechen. Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Mit Mohn, Sesam o.ä. bestreuen und ca. 12 Minuten backen, bis die Cracker goldgelb sind.

Käse-Cracker auf Blech

Variationen und Tipps für Käseplätzchen

  • Als Käse eignen sich z.B. Greyerzer, Gruyère, Comté, Parmesan oder Gouda - jeder Käse verändert den Geschmack und die Textur etwas.
  • Man kann zusätzlich Kräuter, fein gehackte Oliven oder kleine Stücke getrockneter Feigen in den Teig mischen.
  • Der Teig ist weich; zum Ausstechen hilft Kühlen und Arbeiten zwischen Folie.

Backzeit, Lagerung und wie man harte Kekse wieder weich bekommt

Backen die Plätzchen zu lange oder liegen schon eine Weile, werden sie trocken und hart. Verloren ist Ihr Gebäck aber trotzdem nicht. Harte Plätzchen wieder weich zu bekommen, ist einfacher, als Sie denken. Ich verrate Ihnen meine 3 besten Lifehacks, mit denen selbst die härtesten Plätzchen wieder schön weich werden:

  1. Mit Apfel: Legen Sie die Plätzchen in eine Dose und legen Sie eine Hälfte eines Apfels in die Mitte. Die Feuchtigkeit aus dem Apfel sorgt dafür, dass die Weihnachtsplätzchen schnell wieder weich werden. Um Schimmel zu vermeiden, sollte das Apfelstück jeden Tag durch ein neues ausgetauscht werden.
  2. Mit Brot: Eine Scheibe Brot in die Dose legt ebenfalls Feuchtigkeit zu und macht Kekse wieder weich.
  3. Mikrowelle: Wickeln Sie die Kekse in ein feuchtes Papiertuch und legen Sie dieses zusammen mit den Keksen für ca. 10-15 Sekunden in die Mikrowelle.

Wenn Sie die Plätzchen dauerhaft weich halten möchten, backen Sie sie etwas kürzer, da sie beim Abkühlen noch nachgaren. Nach dem Abkühlen bewahre ich die Plätzchen nicht im Kühlschrank auf, sondern in einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur. Blechdosen sind zwar schön, für die dauerhafte Aufbewahrung aber eher ungeeignet, da nicht luftdicht.

Anleitung: Kekse weich machen mit Apfel und Brot

Praktische Tabelle: Vergleich von drei einfachen Rezeptvarianten

VarianteHauptzutatenBackzeitHaltbarkeit
Punker / KlütjesMehl, Zucker, Gewürze, Hirschhornsalz/Pottaschebis dunkelbraun (vorsichtig)Wochen, luftdicht verpackt
Nuss-StängeliMehl, Butter, Zucker, Haselnüsse, Ei8-10 minmehrere Wochen, luftdicht
Käse-CrackerButter, Sahne, Ei, geriebener Käse, Mehlca. 12 min bei 180°C1-2 Wochen, luftdicht (besser frisch)

Weitere Hinweise und Inspiration

Wenn man nasse oder feuchte Zutaten hinzufügt, muss man 1 Prise Mehl mehr zum Teig geben. Beide Varianten (z.B. Nuss- oder Käsevarianten) schmecken sehr gut, eine hat aber mehr Biss und die Kekse werden dicker. Ich habe die Oliven sehr klein geschnitten und zu meinem Teig gegeben. Die Softfeigen klein schneiden - ihr werdet merken, dass sie sich quasi auflösen. Ich mische sie dann erst mit der Butter und erst dann diese Masse mit allen weiteren Zutaten. Damit habt ihr eine kleine Auswahl an herzhaften Plätzchen für eure Adventsbäckerei - perfekt, um auch mal etwas Salziges auf den Tisch zu bringen.

Probiert verschiedene Zutatenkombinationen: Schokolade, Nüsse, unterschiedliche Käsesorten oder Gewürze. Manche Rezepte lassen sich hervorragend einfrieren und bei Bedarf frisch aufbacken oder bei Raumtemperatur auftauen.

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Verschiedene Kekse: süß, nussig, herzhaft

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